AMD: Mining macht weiterhin nicht viel aus - lenkt ab

Im Zuge der Bekanntgabe der Quartalszahlen gab AMD auch ein Statement zu hohen Grafikkartenpreisen und Mining. Eigenen Angaben zufolge ist der Prozent-Anteil vom Verkauf an Miner gerade so zweistellig geworden.


Quelle: CNBC

Endkunden sahen den explodierenden Preisen mit weinendem Auge hinterher, während die Hersteller dank ordentlicher Auslastung gut Kasse machen konnten. Mining war in den letzten Monaten im Trend: Bestände wurde leergefegt, die Grafikkarten liefen in Rechenfarmen auf Hochtouren um etwa Ethereum, ZCash oder Monero zu errechnen. Wie viel Anteil Mining am Gesamtumsatz ausmacht, hat AMD nun im Rahmen der Bekanntgabe der Quartalszahlen erklärt: Ursprünglich erwartet wurde ein mittlerer bis hoher Anteil im einstelligen Bereich, tatsächlich aber konnten Miner mit der ausschließlichen Nutzung der Grafikkarten für Kryptowährungen sogar zehn Prozent ausmachen. Dementsprechend sieht AMD die Ganze Sache als netten Nebenverdienst an, der gemessen am Umsatz aber keineswegs als treibende Kraft einzuschätzen ist. Lisa Su, AMD-Chefin, erklärt, dass man selbst Kryptomining als "Ablenkung" sehe, da man sich selbst eher dem Gaming- und Enterprise-Widmen will. Nichtsdestotrotz wird man mit Kryptomining so einige Zeit verbringen müssen, so Su. 

Grafikkarten die bisher für den Zweck zum Errechnen von Kryptos angeschafft wurden, werden laut AMD nicht so schnell auf dem Gebrauchtmarkt zu finden sein. Grund dafür ist laut dem Chip-Hersteller plausibel: Man nutze die vorhandene Infrastruktur einfach, um andere Währungen zu errechnen. Ein Verkauf von den Grafikkarten wäre einfach unrentabel. Ethereum etwa wäre so ein Beispiel: Mit dem Casper-Update wird das Schürfen von Ethereum erstmal weniger rentabel, während die Umstellung auf Proof of Stake das Mining - von Ethereum zumindest - mehr oder weniger überflüssig macht. Genaue zahlen ist AMD allerdings der Gemeinschaft schuldig: Zwar weiß man mit der Bekanntgabe, dass zehn Prozent des Gesamtumsatzes auf Miner fallen, jedoch nicht, wie viel dies gemessen am Radeon-Umsatz ist. So oder so ist laut AMD mit sinkenden Grafikkartenpreisen zu rechnen, da laut eigenen Schätzungen die Umsatzprognose im Bezug auf Kryptomining auf etwa fünf bis neun Prozent fallen dürfte.

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