AMD: Quartalseinnahmen mit einem Minus von rund elf Prozent

Der CPU- und Grafikkartenhersteller AMD gab die Zahl der Einnahmen aus dem zweiten Quartal frei. Das Unternehmen selbst kündigte schon eine Talfahrt der Einnahmen letzte Woche an. Jedoch sind diese bei 1,413 Milliarden US-Dollar alles andere als rosig ausgefallen, denn AMD hat ein Minus von rund elf Prozent zu verzeichnen - anders als geplant.


Das Ziel welches AMD ursprünglich verfolgte, war, finanziell im Vergleich zum ersten Quartal zuzulegen. Jedoch fuhr das Unternehmen elf Prozent weniger Umsatz ein als erhofft. Insgesamt muss AMD daher unterm Strich ein Minus von rund zehn Prozent hinnehmen. Es wurden bereits im ersten Quartal rote Zahlen in Höhe von 590 Millionen Dollar geschrieben - verschuldet zum Teil durch den Freikauf von Globalfoundries. Dies schlug mit 703 Millionen US-Dollar zu Buche. AMD konnte somit in diesem Quartal einen effektiven Gewinn in Höhe von 37 Millionen US-Dollar erwirtschaften.

Das Sorgenkind von AMD ist die Prozessorsparte, denn diese ging um satte dreizehn Prozent zurück. Statt wie erwartet 1,203 Milliarden US-Dollar einzunehmen, wurden nur 1,046 Milliarden US-Dollar mit dem CPU-Segment umgesetzt. Dazu beigetragen haben unter anderem das in Europa und China schwächelnde Desktop-Geschäft und fehlende OEM-Absätze. Doch auch im Grafikkarten-Geschäft gibt es Anzeichen von einem Rückgang: Mit einem Umsatz von 367 Millionen US-Dollar liegt man exakt auf dem Niveau der Vorjahres-Einnahmen. Jedoch konnten beide Bereiche einen kleinen Gewinn in Höhe von 31 respektive  82 Millionen US-Dollar im Grafikkarten- beziehungsweise Prozessorgeschäft einbringen.

In Anbetracht all der Zahlen und im Rückblick auf die falschen Vorhersagen, macht sich Pessimismus für das dritte Quartal breit. Man erwartet einen weiteren Rückgang von minus einem bis drei Prozent.

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