Valve kündigt Steam Livingroom an

Schon seit Anfang 2012 verfolgt Valve mit seinem Projekt Steam wesentlich größere Ziele als nur ein Verkäufer von Spielen zu sein. Ende des letzten Jahres wurde der Big-Picture Modus vorgestellt, der nur mit einem Controller zu bedienen ist. Eine weitere Neuerung war die Veröffentlichung von Steam für Linux ( ).


Quelle: Steam Livingroom

Schon Ende letzten Jahres wurden die Gerüchte um eine Steam-Konsole mitsamt innovativem Controller lauter, jetzt jedoch hat Valve diese offiziell angekündigt. Die Steam-Hardware und das SteamOS werden unter dem Titel "Steam Livingroom" zusammengefasst, was darauf hindeutet, dass Valve auch den Konsolenmarkt erkunden möchte. Jedoch sollen hier zahlreiche Neuerungen mit in das Wohnzimmer gebracht werden.

Das SteamOS ist ein Betriebssystem, welches auf den beliebten Grundfunktionen von Steam basieren soll. Dazu sollen die Verständigung und das Erlebnis anderer Spieler noch stärker in das eigene Gameplay mit eingebaut werden. Im Moment kennen wir diese Funktionen nur als Overlay in Spielen. Meist ist das Betriebssystem ein "Widerstand" zwischen der Technik und Spiel und entzieht der Hardware so Leistung. Dieses Problem haben die Entwickler aufgefasst und behaupten auf der Vorstellungsseite nun, dass dieser "Widerstand" mithilfe des SteamOS verringert werden soll.

Viele Probleme, die letztes Jahr vermutet wurden, sind dieses Jahr verschwunden. Dazu gehört beispielsweise das Problem, dass jedes Spiel, welches auf Steam gekauft wurde, nur auf einem einzigen Account verfügbar ist. Gelöst wurde dieses Problem, neben vielen anderen, indem man eine neue Funktion Namens "Family Sharing" eingebaut hat, das jedem erlaubt, ein Spiel auszuleihen. Dennoch sind während der derzeitigen Closed-Beta noch viele Probleme und Fehler vorhanden.

Das Betriebssystem braucht natürlich auch eine kompatible Hardware. Es wurden fast zeitgleich zum SteamOS noch eine Steam-Machine und der Steam-Controller angekündigt. Die Steam-Machine ist eine Konsole mit austauschbarer Hardware. So unterscheidet sie sich von einer normalen Konsole. Doch worin unterscheidet sie sich von einem PC? Diese Frage beantwortet Valve damit, dass es eine Hardware werden soll, die im Wohnzimmer steht und mit einem Controller gesteuert wird. Zudem soll auch das Betriebssystem eher auf das Spielen beschränkt sein, damit keine Ressourcen verschwendet werden.

Der Steam-Controller sieht nicht unbedingt so aus wie er letztes Jahr immer wieder aufgetaucht ist, denn diese Vorstellungen basierten nur auf dem von Valve eingeschriebenen Patent. Dieses hat Valve allerdings eher links liegen gelassen, aber den wichtigsten Teil mit in den angekündigten Controller gebracht. Viele Teile können ausgetauscht und modifiziert werden. Entwickelt wurde der Controller mit dem Hintergedanken, dass alle Steam-Spiele damit gespielt werden können, egal ob sie einen Controller unterstützen, oder nicht. Ob das gelungen ist, werden wir spätestens beim Erscheinen der Konsole berichten.

Zudem stellt man sich die Frage, wie es sich mit dem ziemlich flach gehaltenen Controller spielt, denn hier bekommt der Nutzer weniger physische Rückmeldung als beispielsweise mit einem Joystick. Der Controller besteht, wie man auf dem Bild erkennen kann, eher aus Touchpads und Touchscreens, als aus Buttons und lässt sich so vermutlich mit einem komplett anderen Spielgefühl spielen.

Da die Hardware-Beta demnächst startet und das Veröffentlichungsjahr der "Steam Livingroom"-Komponenten auf 2014 gesetzt ist, müssen wir uns nicht mehr lange gedulden und erfahren demnächst mehr. Natürlich werden wir Valves neustes Flaggschiff genauestens unter die Lupe nehmen. Wann genau allerdings die Steam-Hardware und das SteamOS erscheinen, ist noch nicht bekannt.

Anzeige