Starker Umsatzverlust bei Nintendo

In einem der ältesten Spieleunternehmen unserer Zeit wird Alarm geschlagen: Der japanische Branchen-Gigant Nintendo legte die aktuellsten Verkaufszahlen vor, die keinesfalls den Erwartungen entsprachen. Speziell von der hauseigenen Konsole Wii U konnten nur 2,8 Millionen Exemplare abgesetzt werden, was 6,2 Millionen weniger Einheiten als prognostiziert entspricht. Auch in der mobilen Spalte konnte Nintendo trotz spektakulärem Tripple-A-Lineup weder die Hardware noch Software-Verkaufsziele erreichen. Statt der erhofften 390 Millionen Euro Gewinn, wurde ein Nettoverlust von 176 Millionen Euro eingefahren.


Quelle: Gameone

Als am 30. November 2012 die Wii U in Deutschland veröffentlicht wurde, erhoffte sich Nintendo einen ähnlichen Erfolg wie mit dem Vorgänger. Statt auf leistungsfähiger Software zu setzen, legte der japanische Konzern den Fokus auf Innovation. Daraus resultierte eine eher schwächere Konsole, die jedoch mit einem Tablet-Controller bedient werden kann. Dennoch erhielt dieses Prinzip kaum eine Resonanz im Westen, wodurch nur 2,8 statt den angestrebten 9 Millionen Exemplaren verkauft wurden. Somit erreichte Nintendo selbst die Software-Verkaufszahlen nicht.

Während Nintendo an der Konsolen-Front herbe Niederlagen hinnehmen musste, schwächelt auch der Handheld-Markt: Trotz sehr beliebter AAA-Titel, konnte das Unternehmen auch in diesem Segment weder die angestrebte Hardware- noch Software-Verkaufszahlen erreichen. Statt 18 Millionen Einheiten kamen nur 13,5 Millionen Mobile-Konsolen an den Spieler. Statt 80 Millionen verkauften Titeln, gingen nur 66 Millionen Einheiten über die (digitalen) Ladentheken.

Die Endbilanz schockiert, denn das Hauptziel des japanischen Spielekonzernes war es, 920 Milliarden Yen einzufahren. Jedoch konnten nur 520 Milliarden Yen erwirtschaftet werden. Umgerechnet wurden somit 2,3 Milliarden Euro weniger eingenommen. Somit entstanden Verluste in Höhe von 176 Millionen Euro. Zuvor wurde mit einem Gewinn von 390 Millionen Euro gerechnet. Damit wird im Hause Nintendo ein neuer Kurs gefahren werden müssen.  

Bei Amazon lassen sich diverse Produkte von Amazon bestellen.

Anzeige