Nvidias Shield in seine Bestandteile zerlegt

Wie üblich, hat die für Ihre Teardowns bekannte Seite iFixit, ein kürzlich gelaunchtes Gerät in seine Bestandteile zerlegt und diesen Vorgang ausführlich mit Bildern dokumentiert. Im aktuellen Artikel widmen sich die Technik-Experten der am 31. Juli auf den Markt gebrachten Android-Konsole mit der Bezeichnung "Shield" des Chip-Riesen Nvidia.


Quelle: iFixit

Die etwas verspätete Konsole auf Android-Basis mit der Bezeichnung von Nvidia wurde schließlich vor knapp einer Woche auf den US- und kanadischen Markt gebracht. Daher war es nur eine Frage der Zeit ehe die Technik-Experten von iFixit einen Teardown der mobilen Spielekonsole vornehmen und das Zerlegen der Shield Stück für Stück auf Bildern dokumentieren. Zwar haben deutsche Kunden aktuell keine andere Wahl, als das entsprechende Gerät zu importieren - dennoch ist es interessant zu sehen und wissen, was sich unter der Haube der viel beworbenen Shield verbirgt. 

Die technischen Details sind dabei schon im Vorfeld bekannt. Auf Basis von Android 4.2.1 Jelly Bean setzt die portable Konsole auf einen hauseigenen Tegra 4 SoC, dessen Grundlegender Aufbau der Cortex A15-Architektur von ARM ähnlich ist. Ersterer geht mit einer Taktfrequenz von 1,9 Gigahertz an den Start, während GPU-seitig 72-Recheneinheiten für aufwendige Berechnungen zur ruckelfreien Darstellung von Inhalten bereitstehen. Der Zwischenspeicher ist mit zwei Gigabyte zeitgemäß dimensioniert. Der für Systemdaten und eigene Dokumente freie Flash-Speicher beträgt 16 Gigabyte und kann via Micro-SD-Karte um 64 Gigabyte erweitert werden. Die Bildausgabe erfolgt über einen IPS-Screen mit einer Pixeldichte von 294 ppi, was in einer Auflösung von 1.280x720 Bildpunkten resultiert.

Damit man allerdings bis auf das Mainboard des Geräts Zugriff hatte, waren einige Zwischenschritte nötig, so iFixit. Doch einmal dort angelangt, sind alle Kernkomponenten einsehbar. Dazu zählen neben dem 16 Gigabyte Flash-Speicher des südkoreanischen Herstellers Samsung, vier RAM-Module von Hynix sowie das obligatorische Funkmodul für Wlan- und Bluetooth von Azurewave (AW-AH691). Beim Audio-Chip setzt Nvidia auf bewährte Technik von Realtek in Form des AL5639. Natürlich wird auch der Lithium-Ion-Stromspeicher bei der Öffnung des Geräts sichtbar. Selbiger wurde jedoch von iFixit kritisiert, da sich der Austausch dessen als vergleichsweise kompliziert herausstellt. Nichtsdestotrotz ist die Kapazität des Akkus mit 7.350 mAh meistens ausreichend. Ebenso ist das Display einer der Kritikpunkte an der Shield: Bei einem Defekt des 5 Zoll IPS-Panels ist ein Ersetzen dessen etwas schwieriger als gewöhnlich.

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