Cryptomining: Drei Millionen Grafikkarten im Wert von 776 Millionen US-Dollar im letzten Jahr verkauft

Inmitten des Crypto-Booms haben die Grafikkarten-Hersteller eine ordentliche Menge an Grafikkarten abgesetzt. So gingen  2017 drei Millionen GPUs an Miner, die damit virtuelles Geld mit der gekauften Rechenleistung "erschürfen".


Quelle: PCGamer

Manche haben damals zur Gold-Ära die Initiative ergriffen und selbst nach dem großen Glück und Reichtum gegraben. Wer mindestens genauso intelligent ist, hat das Werkzeug zum Schürfen verkauft. Die Schaufeln sind in diesem Fall die Grafikkarten - und die Verkäufer des Werkzeugs die Boardpartner und GPU-Hersteller. Auch wenn es sich anhand der Negativ-Schlagzeilen rund um das Mining nicht klar zeigt: Gewinnen tun besonders die Unternehmen mit der anhaltend hohen Nachfrage und der gestiegenen Gewinnmarge durch das scharfe Anziehen der Preise. So gingen im vergangenen Jahr drei Millionen Grafikkarten an den Mann. Wert: Schätzungsweise 776 Millionen US-Dollar, während AMD besonders vom Ganzen profitiert hat.

Nichtsdestotrotz ist der Gaming-Sektor weiterhin das fokussierte Segment, so Dr. Jon Peddie vom Marktforschungsinstitus Jon Peddie Research. Erwartungsgemäß wird die Cryptomining-Nachfrage künftig nachlassen, wenn die Schwierigkeiten weiter ansteigen und selbige dann den Ertrag praktisch wieder auffressen. Zusammenfassend müssen die Grafikkartenhersteller also überlegen, wie die Nachfrage zu stillen ist, da Gamer immer bleiben und Cryptominer mehr oder weniger temporärer Natur sind. Auf kurze Sicht bleiben die Preise aber weiterhin hoch. Peddie rät ironischerweise zum Mining, wenn man selbst nicht spielt, um die Anschaffungskosten zu amortisieren. Insgesamt betrachtet zieht AMD den größten Nutzen aus dieser Situation: Man verbuchte einen Anstieg des Marktanteils um 8,1 Prozent, während der Konkurrent Nvidia 6 Prozent einbüßen musste.

Anzeige