Seagate: 25 Prozent mehr Speicherplatz auf Festplatten

Derzeit liegt das Limit der Datenkapazität einer handelsüblichen 3,5-Zoll-Festplatte bei ungefähr vier Terabyte. Seagate hat ein neues Verfahren entwickelt, mit dem Daten noch kompakter gespeichert werden können. In der Präsentation wird diese Technik "Shingle Magnetic Recording" (kurz: SMR) genannt. Damit sollen die Kapazitäten um bis zu 25 Prozent gesteigert werden können.


Quelle: Seagate

Bisher wurde von verschiedenen HDD-Herstellern behauptet, dass die Daten auf Festplatten nicht noch näher aneinander gespeichert werden können, da sie sonst teilweise nicht mehr lesbar sind. Das bedeutet, dass die Kapazität mit der derzeitigen Technik nicht mehr vergrößert werden kann.

Soweit stimmt dies auch, denn die Größe der Spuren in denen die Daten einer Festplatte gespeichert werden, ist auf ein Minimum reduziert. Seagate hat nun allerdings ein Verfahren vorgestellt, mit dem sich die Kapazität einer herkömmlichen Festplatte um zirka 25 Prozent vergrößern lässt: Mithilfe des "Shingle Magnetic Recording" kann Seagate auf 3,5-Zoll-Festplatten ungefähr fünf Terabyte an Daten speichern. Dazu hat der Festplattenhersteller sozusagen eine dritte Dimension in das Speichermedium integriert. Mit der bisherigen Technik konnten die Speicherspuren nur auf einer Ebene nebeneinander gelegt werden. Bei SMR werden die Daten geschichtet. Daher kommt auch der Begriff des "Shingle Magnetic Recording". In dem Vorstellungsvideo vergleicht Seagate seine Technik mit dem Aufbau mehrerer übereinander geschichteter Dachziegel.

Auch die Kosten sollen sich bei dieser neuen Speicherart nicht sonderlich erhöhen, da die aktuelle Festplattenarchitektur verwendet werden kann. Seagate testet die HDDs derzeit und optimiert die Technik weiter, allerdings sollen schon 2014 die ersten Festplatten in die Massenproduktion gehen.

Festplatten von Seagate sind bei Amazon erhältlich.

Anzeige