Core i+: Optane-Speicher kommt mit Coffee-Lake-CPU in einem Paket

Die Coffee Lake-CPUs aus dem Hause Intel sind nichts Neues - vielmehr aber die Kombination selbiger mit Speicher in Form von Optane Memory M.2-SSDs. Offenbar wird es schon bald Boxed-Versionen von Core i+-Prozessoren geben, womit so ein Paket vom Endkunden erworben werden kann.


Quelle: Akiba PC Hotline

Aus Japan stammen neue Infos zu einem Produkt, das Intel wohl demnächst offiziell ankündigt. Auf den Fotos sind zumindest Boxed-CPUs mit der Bezeichnung Core i+ zu sehen, zu dem offenbar neben dem Prozessor außerdem ein M.2-Modul zum Lieferumfang gehört. Die Steckkarten im M.2-Format haben eine Kapazität von 16GB und werden als Optane Memory zur Beschleunigung des Systems vorgesehen. Zur Nutzung des M.2-2280-Moduls ist ein entsprechend freier Platz auf dem Mainboard nötig - die Anbindung erfolgt über PCIe-M.2. Die M.2-Module sind seit etwa einem Jahr erhältlich - somit sind selbige an und für sich keine Neuheit.

Warum sich die Geschichte rund um Optane Memory nicht wirklich durchgesetzt hat, liegt auf der Hand: Entsprechender Speicher (3D Xpoint) ist teuer, für gerade mal 16GB werden etwa 30-, für 32GB 55 Euro fällig. Außerdem bringt die Technik meist nur einen Geschwindigkeitsvorteil in Kombination mit einer Festplatte. Daher ist für den Normalnutzer weiterhin die SSD als schneller Primärdatenträger die erste Wahl. NAND-Flash-Produkte sind inzwischen erschwinglich und bieten bei gleichem Preis deutlich mehr Kapazität als 3D XPoint-Produkte. Zur erhofften Marktdurchdringung packt Intel nun eben den "HDD-Beschleuniger" ins Paket mit Prozessoren, das Kombi-Paket hat es bislang aber noch nicht in den deutschen Handel geschafft. Für den Core i7+ 8700 (Mit 16GB Optane Memory) werden laut dem Werbeprospekt aus Japan umgerechnet rund 310 Euro fällig - hierzulande liegt der günstigste Händlerpreis des Core i7 8700 bei rund 280 Euro - das entspräche einen Aufpreis von 30 Euro, also dem, was der Kunde auch einzeln für die Hardware bezahlen würde.

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