Computex 2019: PCIe-4.0-SSDs von Gigabyte und Corsair kratzen an 5 GB/s

Mit der neuen X570-Plattform zusammen mit der ab Juli erhältlichen Ryzen-Generation Nummer 3 soll PCIe-4.0 für die Masse kommen. Passend dazu bringen die ersten Hersteller entsprechende Datenträger, die vom neuen, superschnellen Datenstandard Gebrauch machen. Die stark erhöhte Bandbreite macht nun knapp 5.000 Megabyte pro Sekunde bei den Transferraten möglich. Hierfür kommt ein Controller von Phison zum Einsatz.


Neue, schneller Datenstandards bringen auch neue, noch schnelle Produkte. Von PCIe-4.0 profitieren nicht nur Grafikkarten, sondern auch SSDs - passend zur Vorstellung der neuen AMD-Plattform X570 zeigen mit Corsair und Gigabyte gleich zwei Hersteller neue Datenträger mit noch nie dagewesener Geschwindigkeit. Angebunden über PCIe-4.0 beherrschen beide SSDs das NVMe-Protokoll und erreichen so knappe 5.000 Megabyte pro Sekunde bei den Transferraten. 

Möglich macht die ein Controller von Phison, konkret ist es der PS5016_E16, der in dieser Form bereits Anfang dieses Jahres gezeigt wurde. Mit den beiden Hersteller kommt der Controller nun in den ersten Endkundenprodukten vor. Acht-Kanäle bietet die Schaltzentrale für PCIe-4.0-SSDs und möglich sind damit aktuell maximal Kapazitäten von 2 TB. Die bereits erwähnten 5.000 Megabyte pro Sekunde beziehen sich aufs Lesen, schreibend schafft eine SSD mit dem besagten Phison-Controllers rund 4.400 MB/s. Wahlfreie 4K-Zugriffe gehen mit höchstens 750.000 IOPS lesend, respektive 700.000 IOPS schreibend.


Corsair bringt mit der MP600 da erste Produkt auf dieser Basis auf den Markt. Der Hersteller verspricht Transferraten von 4.950 MB/s, beziehungsweise 4.250 MB/s (schreibend). Beim Format setzt auf den gängigen Standard: Es handelt sich bei der MP600 um eine M.2-2280-SSD, die mit fünf Jahren Garantie und einem Kühler weitere Argumente für den Kauf liefert. Verfügbar ist die SSD pünktlich zum Marktstart der X570-Mainboards Anfang Juli.


In Kupfer kommt die neue SSD von Gigabyte (Aorus) daher. Sie ist rein vom Äußeren her auffälliger als das schwarze Corsair-Gegenstück, verfügt im Prinzip aber über ähnliche Technik. Der Hersteller verspricht unter anderem aufgrund der Kupferkühllösung leicht höhere Transferraten als Corsair - so sind es wie Phison auch bestätigt mit etwa 5.000 MB/s (lesend) sowie 4.400 MB/s (schreibend) etwas mehr als bei Corsair. Die IOPS bleiben mit 750.000, respektive 700.000 ebenfalls auf Höhe der Angaben des Controller-Anbieters. Erhältlich ist die Aorus NVMe Gen4 SSD mit 1 TB oder 2TB Kapazität, als Grundlage dient 3D-TLV-NAND von Toshiba (BiCS4, 96-Layer), als Cache wird DDR4-DRAM verwendet. Mit einer Garantiezeit von fünf Jahren ist man auf dem Niveau des Mitbewerbers. 

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