Überangebot: RAM-Preise im Sturzflug

Die Hersteller kämpfen mit starken Umsatzeinbußen, während Kunden sich aufgrund günstigerer Preise freuen dürfen. Wer nach Arbeitsspeicher für sein System sucht, wird sicherlich bemerkt haben, dass die Preise im Laufe der letzten Zeit stetig gefallen sind. Offenbar geht der Abwärtstrend weiter - da sind sich die Marktforscher einig.


Die Prognosen sehen für die Kunden rosig aus: Arbeitsspeicher wird immer günstiger. Im Laufe dieses Quartals soll der Preis für RAM um weitere 20 Prozent nachgeben, obwohl zunächst von einer Preissenkung von rund 15 Prozent im letzten Quartal ausgegangen wurde. DRAMeXchange jedenfalls prognostiziert noch in diesem Januar einen Preissturz bei DRAM um 10 Prozent gegenüber dem letzten Monat. Ein einzelnes 8-GB-Modul dürfte so im Schnitt etwa 55 US-Dollar kosten. Es herrscht demnach ein Überangebot: Die Hersteller haben volle Lager, die Produktion bleibt hoch, die Nachfrage sinkt. Das dürfte den Preis in den kommenden Monaten noch weiter drücken.


Die Hersteller sehen sich zusehends gezwungen Verluste hinzunehmen, da die Investitionen in die RAM-Produktion erst jetzt so richtig greifen. Die Produktionskapazitäten wurden in der Mangelzeit ordentlich hochgefahren - die Folgen davon kommen zusammen mit der schwindenden Nachfrage auf einen Schlag. Endkunden profitieren schon jetzt vom Preissinkflug: Wo Mitte 2016 ein RAM-Kit mit zwei 8-GB-Modulen (16 GB) etwas mehr als 60 Euro kosteten, waren es in "schweren Zeiten mit knapp 180 Euro fast das Dreifache. Aktuell sind es ca. 100 Euro für 16GB, was zwar weiterhin vergleichen mit den Preisen von 2016 hoch ist, aber gegenüber Anfang 2018 deutlich weniger ist (ca. 180 Euro). Es dürfte also demnach nicht mehr so lange dauern, bis der absolute Preistiefpunkt erreicht wird - möglich ist es jedenfalls in diesem Jahr.

Quelle: DRAMeXchange

Issam Ammour

Datum:
16.01.2019 | 18:27
Rubrik:
arbeitsspeicher
Tags:
arbeitsspeicher ddr4 gunstig preis ram

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