Festplattenpreise: Flutkrise ist überstanden - Preise bleiben weiterhin stabil

Die beiden größten Festplattenfertiger Seagate und Western Digital haben es mit ihren vorgelegten Quartalszahlen bereits deutlich gemacht: Die Flutkatastrophe mit der einhergehenden globalen Festplattenknappheit ist überstanden! Die Marktforscher von IHS isuppli haben diesen Umstand in einem Bericht klar dargelegt: Ressourcen sind ausreichend verfügbar, die Preise allerdings sind entgegen der entspannten Lage weiterhin hoch.


Quelle: iSuppli

Die Marktforscher von IHS isuppli haben in ihrem jüngsten Bericht dargelegt, dass die größten Hersteller ihre alten Kapazitäten nahezu ausschöpfen können. Dafür spricht auch die Anzahl der ausgelieferten Datenträger: Im zweiten Quartal wurden 8,2 Prozent mehr Festplatten gegenüber dem Letzten verkauft. Die Lage hat sich also entspannt und die Branchenriesen Western Digital oder Seagate dürfen aufgrund der weiterhin hohen Endkundenpreise sehr optimistisch in die Zukunft blicken - neue Umsatzrekorde werden von Analysten prognostiziert.

Den größten Marktanteil hat Western Digital mit rund 45 Prozent und insgesamt 75 Millionen ausgelieferten HDDs. Seagate reiht sich knapp dahinter mit 42 Prozent und 65,9 Millionen ausgelieferten Datenträgern ein. Etwa 20 Millionen Festplatten und einen Marktanteil von etwa 13 Prozent macht letztlich Toshiba aus. Alle drei Hersteller zusammen erwirtschaften einen Umsatz von zirka 10,3 Milliarden US-Dollar.

Besser kann es den ganzen Herstellern also nicht gehen. Dank der ausreichend verfügbaren Ressourcen, hoher Nachfrage seitens der Kunden und der gleichbleibend hohen Preise, können die großen Festplattenfertiger in eine rosige Zukunft blicken. Western Digital konnte beispielsweise einen Gewinnsprung von 745 Millionen US-Dollar erzielen, während der Konkurrent Seagate den eigenen operativen Gewinn sogar verachtfachen konnte. Die Marktforscher haben in ihrem Bericht allerdings keine Hinweise auf die Preisentwicklungen der HDDs an. Da aber große Folgekosten der Flutkatastrophe von den Herstellern als Gründe genannt werden, dürften sich die Endkundenpreise nur allmählich nach unten korrigieren. Das Wegfallen der Samsung-Festplattensparte vom Markt dürfte sich zudem negativ auf die Preisgestaltung auswirken. Die großen Player sind nun lediglich Western Digital, Seagate und Toshiba, wobei die beiden erstgenannten zusammen über 85 Prozent des Marktanteils unter sich ausmachen. 

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