Skylake offiziell vorgestellt: Core i7-6700K und i5-6600K näher betrachtet

Heute ist es soweit: Intel präsentiert auf der Gamescom die heiß erwartete Prozessorgeneration, die unter dem Codenamen Skylake bereits sehnlichst erwartet wurde. Zu Beginn stehen dabei die frei übertaktbaren K-SKUs bereit, die die Namen Core i7-6700K und i5-6600K tragen. Diese kommen beide mit jeweils vier Kernen daher, das große i7-Modell kann zusätzlich auf Hyper Threading zurückgreifen. Zusätzlich stellen beide Prozessoren eine Liebeserklärung an PC-Gamer dar, die aufgrund von immer neuer Technologien wie etwa VR auch leistungsfähigere Hardware bentötigen. Mit den neuen Prozessoren erhält auch der Sockel 1151 und der Z170-Chipsatz Einzug in die Mainstream-Systeme. Welche Neuerungen dabei noch auf der Ordnung stehen, wollen wir im Folgenden einmal genauer betrachten.


Es ist kaum Zeit vergangen, seitdem Intel mit Broadwell die 14-Nanometer-Produktion in das Desktop-Segment gebracht hat. Mit Skylake folgt Intel dem "Tick-Tock-Modell", das den Wechsel von Fertigungs-Shrink und Einführung einer Architektur beschreibt, und vollzieht mit der neuen CPU-Generation ein "Tock". Das neue Design kündigt sich dabei unter anderem auch durch neu gestaltete Boxed-Verpackungen an, die deutlich farbenfroher wirken als noch zuvor. Die Modelle Core i5-6600K und Core i7-6700K sind dadurch im Laden deutlich besser zu unterscheiden. Beide Prozessoren vertrauen auf vier CPU-Kerne, wobei der Core i7-6700K zusätzlich mit Hyper-Threading ausgestattet ist. Das neue Topmodell arbeitet mit einem Grundtakt von vier Gigahertz, per Turbo-Modus kann der Takt auf bis zu 4,2 Gigahertz angehoben werden. Neben den vier Kernen sind zudem acht Megabyte L3-Cache installiert. Der Core i5-6600K kann lediglich einen Grundtakt von 3,5 Gigahertz vorweisen, der per Turbo auf bis zu 3,9 Gigahertz gesteigert werden kann. Neben der fehlenden Hyper-Threading-Technologie kann der Prozessor lediglich auf sechs statt acht Megabyte L3-Cache zurückgreifen. Beide CPUs kommen mit einer TDP von 91 Watt daher, die somit im Vergleich zur Vorgängergeneration angepasst wurde, um der CPU etwas mehr Spielraum zu gewähren. Speicherseitig werden DDR4-2133 oder aber DDR3-1600L unterstützt. Welche Sorte letztendlich auf dem Mainboard verbaut werden kann, hängt letztlich vom Mainboard ab. Die integrierte Grafikeinheit wird von nun an wieder mit einer dreistelligen Ziffer gekennzeichnet, der Core i7-6700K kommt beispielsweise mit einer Intel HD Graphics 530 daher.

Mehr Möglichkeiten für Übertakter

Doch nicht nur bei der Verpackung hat sich etwas getan: Mit der neuen Generation einher geht auch ein neuer Sockel, der nun die Bezeichnung Sockel 1151 trägt. Zusätzlich werden die neuen Platinen, die wohl auch auf der Gamescom zu sehen sein werden, auch mit einem neuen Chipsatz daherkommen. Dieser wird den Namen Z170 tragen und sich speziell an Übertakter wenden. So besitzen die neuen K-CPUs nicht nur einen freien Multiplikator, auch ein frei anpassbarer BCLK-Takt wird mit von der Partie sein. Dieser erhält seit langer Zeit somit erstmals wieder Einzug bei Intel-CPUs. Mit dem anpassbaren Takt soll das Übertakten von DDR4-Speicher, der mit dem Z170-Chipsatz erstmalig auf Mainstream-Motherboards aufzufinden sein wird, mit deutlich mehr Möglichkeiten ausgesattet werden. Doch auch DDR3-RAM wird noch unterstützt, welche der beiden Technologien letztendlich eingesetzt wird, hängt allerdings vom Mainboard-Hersteller ab. DDR4-Speicher wird mit zwei Kanälen auf Sockel 1151-Mainboards betrieben.

Auch der Chipsatz hat einige Änderungen erfahren, um mit dem Trend der Zeit zu gehen. So können über den Z170-Chip nun bis zu 20 PCIe 3.0-Lanes verteilt werden. Auch USB-seitig hat sich etwas getan, so dass bis zu zehn USB 3.0 Ports und 14 USB 2.0 Ports bereitgestellt werden können. Nach wie vor können auch bis zu sechs SATA-6G-Ports auf einem Mainboard durch den Z170 Chipsatz angesprochen werden.

Prozessoren aus dem Hause Intel sind unter anderem bei Amazon verfügbar.

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