Mionix Nash 20 Stereo Gaming Headset

Die aus Schweden stammende Marke, welche auf den Namen Mionix hört, meldete sich nach einer längeren Ruhephase mit gleich zwei neuen Produkten zurück. Neben der NAOS 8200 Gaming-Maus präsentierte die junge Firma auch das erste Gaming-Headset, welches direkt an das Oberklasse-Segment gerichtet ist. Wir durften das Mionix Nash 20 in unserem Testlabor begrüßen und nahmen es für euch unter die Lupe.


Mionix gehört zu den wenigen Peripherie-Herstellern, welche ihre Wurzeln in Europa schlugen. Dennoch konnte sich die nur sieben Jahre alte Firma in dem hart umkämpften Mäuse-Markt durchsetzen. Diesen Erfolg setzte das Unternehmen auch im Tastatur-Segment fort. Um den Katalog zu vervollständigen, präsentierte die schwedische Marke nun das Mionix Nash 20, welches durch eine hochwertige Verarbeitung, ein bequemes Design und eine High-End Sound-Qualität auch die Headset-Branche aufmischen soll.

Produktinformation
HerstellerMionix
NameNash 20
Preis100.99€

Lieferumfang und Verpackung

Das Headset ist in einem schwarzen Karton verpackt, welcher sich nach rechts herausziehen lässt. Vorweg fällt uns auf, dass Mionix in sämtlichen Aspekten eine schlichte Designlinie verfolgt. Die Verpackung macht hier schon den Anfang. Neben der obligatorischen Abbildung des Headsets auf dem Cover und auf der Rückseite sind lediglich Erklärungen sowie mehrere Informationsbündel aufgeführt. Im Vergleich zu vielen anderen Herstellern wurde auf eine grafisch aufwendige Reklame verzichtet. In der Schachtel befindet sich die Peripherie auf einer Plastikmaske, welche problemlos entfernt werden kann.

Aufbau, Verarbeitung und Design

Neben dem Headset selbst befindet sich nichts in der Box. Weder eine Anleitung noch diverse Goodies wie Ersatzpolster oder andere Kleinigkeiten liegen der Verpackung bei. Gewiss kein Grund das Produkt abzuschreiben, jedoch vermittelt dies ein Gefühl, dass sich der Hersteller wohl mit dem Release des Produkts zu sehr beeilt hat. Befreit man nun die Peripherie aus der Verpackung, erblickt man eine konventionelle Stereokonfiguration. Mittlerweile setzten sämtliche Hersteller zur Verbindung des Headsets auf einen USB-Anschluss, da dieser wesentlich komfortabler für den Nutzer ist. Laut Mionix habe aber die Klinken-Variante bessere Resultate im Soundtest erbracht, weswegen die schwedische Firma diesen Aspekt dem Komfort vorzog. Idealerweise würde der Hersteller zwei Varianten des Produkts anbieten, so dass alle Nutzer auf ihre Kosten kommen. Ein USB-Anschluss verhindert auf der anderen Seite aber zumeist die Nutzung einer Soundkarte, die sich unter Umständen im System des Interessenten befinden kann.

Trotz des einfarbigen Designs besticht das Nash 20 durch viel Liebe zum Detail. Die Headcuffs wurden mit einer Abbildung des Firmenlogos verziert, welches jedoch so gut in das Gesamtbild einfügt, dass es mehr wie ein Ornament als plakative Eigenwerbung aussieht. Der größte Teil des Produktes ist mit einer Gummierung umhüllt, welche zwar leider anfällig für Kratzer und andere Gebrauchsspuren ist, sich jedoch sehr angenehm anfühlt und auch im Falle eines Sturzes den Schaden reduzieren kann. Auf der oberen Seite der Bügel wurde noch einmal der Produktname abgedruckt, was jedoch zum guten Ton in der Branche gehört. Der besagte Bügel lässt sich zudem auf beiden Seiten ausziehen, wodurch für sämtliche Kopfgrößen eine bequeme Einstellung verfügbar sein sollte. 

Praxis

Während der ersten Testphase, merkten wir gleich, dass Mionix keine Mühen gescheut hat, um einen möglichst hohen Komfort zu bieten. Unter anderem ist der Bügelpolster unheimlich weich und passt sich der Kopfform angenehm an, nimmt jedoch nach der Nutzung wieder die ursprüngliche Form an. Ein weiterer Aspekt, der zu gerne übersehen wird, ist die Positionierung des Mikrofons. Die schwedische Firma spendierte dem Nash 20 ein hochfaltbares Mikrofon, welches mit einem leichten Klick-Geräusch das Stummschalten sowie das Einrasten signalisiert. So fällt das Aufnahmegerät nicht aus der Position und der Benutzer kann sich durch das Geräusch sicher sein, dass keine weiteren Töne aufgenommen werden.

In der letzten und wohl wichtigsten Phase des Tests konnte das schwedische Headset ebenfalls trotz kleinen Abzügen überzeugen. Während der Bass solide war und in unserem Test keine Zeichen von Übersteuerung zeigte, erreichte das Testgerät schnell die Grenze der Einstellungsfreiheit. Die Klangqualität war ebenfalls in sämtlichen Spielen zufriedenstellend. Egal ob actionreiche FPS- oder vielseitige MMORPG-Titel: Der Klang machte es dem Komfort gleich und blieb konstant in Ordnung. Das Nash 20 kann zwar keine Studio-Qualität vorzeigen, dennoch konnten wir Musikstücke sämtlicher Genres ohne Abzüge genießen. 

Fazit

Als wir die neue Peripherie aus dem schwedischen Hause begutachteten, fiel uns sogleich die altmodische 3,5mm Klinke auf. Diese hat zwar auch ihre Vorteile, insbesondere im Einsatz gemeinsam mit einer HiFi-Soundkarte, bringt jedoch nicht den Komfort einer gleichbleibenden Soundqualität an allen Geräten mit sich. Allerdings konnte Mionix im Bereich der Verarbeitung, des Komforts sowie der Klangqualität deutlich überzeugen. Das Headset ist zwar schwerer und größer als vergleichbare Konkurrenten, das verwendete Material fühlt sich jedoch hochwertig an und wird von dem kreativen Firmen-Logo ergänzt. In der Praxisphase setzte das Nash 20 den Erfolg fort und bewährte sich in sämtlichen Musik- und Spieletests. Da die Kopfhörer sich nach dem Anschließen selbst installierten, mussten wir nicht einmal zusätzliche Software installieren, um ein Feintuning zu betreiben. 

Für das Mionix Nash 20 spricht unter anderem die hochwertige Verarbeitung. Kleine Details wie die großen und schwenkbaren Ohrmuscheln bieten ein hohes Maß an Komfort. Das Design ist trotz der Eintönigkeit besonders und wird durch das ornamentartige Firmenlogo weiter betont. Das 2 Meter lange Kabel erreicht auch weiter entfernte Rechner und endet in vergoldeten 3,5mm Klinken-Anschlüssen. Schlussendlich überzeugt auch die Aufnahme- und Wiedergabe-Qualität des Nash 20.

Gegen das Mionix Nash 20 spricht der altmodische 3,5mm Klinkenanschuss, welcher den Einsatz des Gerätes etwas umständlicher werden lässt und auch keine Kompatibilität für Next-Gen-Konsolen bietet, dafür aber im Gegenzug in Verbindung mit Soundkarten ein besseres Klangpotential bietet. Desweiteren wirkt das Headset auf Dauer recht schwer und bietet nur eine relativ schwache Isolierung der Ohrmuschel. 

Für knapp 120 Euro (Stand 01/2015) erhält der Kunde ein Headset, welches optisch wie auch technisch absolut solide ist. Mit viel Liebe zum Detail und qualitativ hochwertiger Verarbeitung überzeugte uns das Mionix Nash 20 so sehr, dass sich der schwedische Newcomer die redaktionelle Empfehlung sichern konnte. 

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