Wavemaster Moody 2.1 BT Soundsystem 2. Generation

Nachdem wir schon das Wavemaster Stax 2.1 Soundsystem getestet haben, nehmen wir nun den größeren Bruder unter die Lupe. Die zweite Revision des Wavemaster Moody 2.1 System soll mit einem attraktiven Preis das Gaming- und Multimedia Segment bedienen. Was sich beim Moody im Hinblick zur ersten Generation geändert hat und ob sich das Soundsystem in dem ohnehin schon heiß umkämpften Markt dieser Preisklasse beweisen kann, lest ihr im Test.


Das Stax 2.1-Soundsystem konnte bereits durch das gute Preisleistungsverhältnis überzeugen. Diesmal hat der Hersteller von Audio-Produkten, welcher vor allem Soundsysteme im unterem bis mittlerem Preissegment vertreibt, ein 2.1 Soundsystem, welches auf den Namen Moody hört, auf den Markt gebracht. Wavemaster bedient damit das Mittelklasse-Segment. Das Moody der 2. Generation gibt es mit oder ohne Bluetooth-Funktion, wir haben das Gerät mit BT-Funktion getestet. Wie es sich im Test geschlagen hat, lest ihr im Folgenden.

Technische Daten

Lieferumfang und Verarbeitung und Design

Das Soundsystem wird in einem schlichten und kompakten Karton geliefert. Die in weiß gehaltene Kartonage ist mit den wichtigsten Infos und Features bedruckt. Neben der Bassbox und den zwei Satelliten gehören außerdem die kabelgebundene Bedieneinheit, alle Anschlusskabel, ein 3,5mm-Kabel (männlich zu männlich) sowie der übliche Papierkram zum Lieferumfang.

Was sich im Hinblick zur ersten Generation des Moody geändert hat: Nicht viel. Die Änderungen sind rein optischer Natur. So kommt das Soundsystem in einer komplett schwarzen Farbgebung daher, die sich "Soft Black" nennt. Technisch ist fast alles beim Alten geblieben, nur der Mikrofon-Anschluss an der Bedieneinheit musste weichen. Noch immer bringt es das kompakte System auf eine Ausgangsleistung von 65 Watt.

Insgesamt ist die Verarbeitung des Soundsystems zwar solide, aber nicht ausgezeichnet. Man bemerkt hier und da mal ein paar unsaubere Stellen. Und auch die Anschlusskabel und -Stecker hätten etwas wertiger sein können. Abgesehen davon liegt die Verarbeitung aber auf einem guten Niveau. Der Subwoofer, welcher zwar im Vergleich zu anderen Soundsystemen dieser Preisklasse recht kompakt ist, stellt hier die größte Einheit des Soundsystems dar und kommt in einer Würfel-ähnlichen Form daher.

Die Hauptrichtung des Basses ist dem Hörer zugerichtet, die Ausgleichsöffnung ist auf der Rückseite der Box. Dort finden sich außerdem noch Regler für die Höhen und Tiefen, einmal Line-In für den Anschluss an Audioquellen mit dem mitgeliefertem Kabel und Controller-In für die Bedieneinheit sowie zwei Ausgänge für die Satelliten-Lautsprecher. Außerdem findet man noch den Stromanschluss sowie ein Power-Schalter, mit dem man das gesamte System ein- oder ausschalten kann.

Die kompakten Satelliten kommen in einer eckigen, aber nach hinten hin gespitzten Form daher. Sie bestehen aus Kunststoff und werden von einem schwarzen Gitter mit Stoffüberzug und Wavemaster-Logo geschützt. Die Abdeckung lässt sich auch kinderleicht abnehmen, das gibt dann den Blick auf die 6,5cm-Membran sowie die separate Bassreflexöffnung frei.

Die Satelliten stehen jeweils auf drei spitz zulaufenden Gummifüßen mit einem leicht angewinkelten Stand nach oben. Die Füße verhindern einerseits das Verrutschen und sorgen für einen sicheren Stand, andererseits dienen diese auch zur leichten Entkopplung vom Untergrund. Außerdem ermöglicht es eine Bohrung auf der Rückseite, die Satelliten einfach an der Wand zu befestigen.

Die kabelgebundene Bedieneinheit erlaubt es, die Lautstärke einzustellen, was sehr gut durch die optimale Einstellung des Drehrads von der Hand geht. Mit dem Drehrad lässt sich das Soundsystem auch ausschalten, indem man es auf die Nullposition dreht. Ein Schalter ermöglicht den Wechsel zwischen dem regulären Betrieb sowie dem Bluetooth-Modus und einmal Line-In sowie Line-Out mit 3,5mm ermöglichen den Anschluss von Kopfhörern oder Audioquellen. Die Verarbeitung der Fernbedienung ist sehr solide und das Kabel ist mit 300cm ausreichend bemessen und vereinfacht die Platzierung auf dem Schreibtisch.

Praxistest

Für den Praxisbetrieb haben wir die Bassbox unter dem Schreibtisch mit der Rückseite an die Wand platziert und die beiden Satelliten jeweils an die rechte und linkte Seite des Tisches gestellt und leicht in Richtung des Nutzers gedreht. Die Bedieneinheit wurde indes auf die Mitte des Schreibtischs gelegt. Der Aufbau des gesamten Systems ging leicht von der Hand und erforderte kein spezielles Fachwissen.

Das System wurde per 3,5mm-Klinke am Testrechner angeschlossen und über Bluetooth mit einem Samsung Galaxy S7 Edge gekoppelt. Während des Kabelbetriebs muss der Schalter der Bedieneinheit auf der Position "LINE" liegen, hier leuchtet die Kontrollleuchte grün. Beim Bluetooth-Betrieb muss der Schalter auf "BT" gestellt sein, in diesem Fall leuchtet die Kontrollleuchte blau.

Die Verbindung über Bluetooth funktionierte unkompliziert und schnell. Über das Smartphone lassen sich dann alle Medienelemente wiedergeben und steuern, über das Steuerrad der Bedieneinheit lässt sich auch parallel die Lautstärke regeln.

Für den Klangtest sind beide Regler für Bass und Treble mittig eingestellt. Beim ersten Anhören fällt direkt ein etwas dumpfes Klangbild auf. Die Mitten sind hier nicht so detailreich wie die Höhen, welche beim Test sehr positiv durch ihre Klarheit hervorstechen konnten. Mit ein bisschen Spiel des Treble-Reglers lässt sich hier jedoch ein wenig mehr Excellence in den Sound bringen.

Der Subwoofer erzeugt einen kräftigen Bass, der tiefe Frequenzen sauber wiedergibt. Solange man die Lautstärke nicht gerade auf das Maximum dreht, fügt sich der Bass stets harmonisch in das Klangbild ein. Bei der Wiedergabe von Musik konnte das Moody durchweg ein sauberes Klangbild erzeugen, aber auch bei Spielen wie Battlefield 1 oder Counter Strike: Global Offensive macht das 2.1 Soundsystem sowohl bei der Bühnenabbildung als auch bei der Soundkulisse eine gute Figur. Damit kann das Moody durchaus als Allrounder für Gaming- und Multimedia-Anwendungen bezeichnet werden.

Fazit

Mit dem Moody 2.1 hat Wavemaster ein gutes Soundsystem im Sortiment, welches wie bereits das Stax durch ein gutes Preisleistungsverhältnis hervorsticht. Doch nicht nur die Verarbeitung und das Design, sondern auch die Wiedergabequalität konnte überzeugen. Mit einem Preis von ca. 100 Euro für die BT-Version und ca. 80 Euro für das Moody ohne BT-Funktion ist das Soundsystem dem mittlerem Preissegment zuzuordnen.

Auch wenn das System im mitteltonigen Bereich etwas schwächelt, kann man das durch die mechanischen Bass- und Treble-Regler durchaus ausgleichen. Und auch die Materialwahl, die an das Budget-Segment erinnern, wird durch die solide Verarbeitung wettgemacht. Des Weiteren kann sich das Moody durch das zeitlose Design problemlos in jeden Arbeitsbereich einfügen.

Zusammengefasst überzeugt das Moody 2.1 der 2. Generation dank einem schlichten und modernen Design, einer soliden Verarbeitung und einem sehr gutem Sound - und je nach Version auch mit nützlicher Bluetooth-Funktion. Aus diesem Grund verleihen wir dem Moody 2.1 unsere Redaktionsempfehlung.

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