Intel stellt Broadwell-H für Desktop-Segment vor

Gestern war es endlich soweit: Intel bringt mit Broadwell-H die 14-Nanometer-Fertigung auch in den Desktop-Bereich. Doch mit Broadwell-H liegt der Fokus ganz klar auf dem Mobile- sowie Server-Segment, denn für Desktop-Modelle gab es lediglich zwei Prozessoren zu sehen. Diese beiden Modelle können sich aber immerhin über eine aufgebohrte Grafikeinheit, genauer die Iris Pro 6200 freuen. Was Intel im Bereich der Desktop-Modelle abseits des Fertigungsprozesses abgeändert hat, wollen wir im folgenden klären.


Vor knapp zehn Monaten stellte Intel erstmalig Prozessoren vor, die mit einer Strukturbreite von 14 Nanometern hergestellt werden. Bis das neue Fertigungsverfahren jedoch auch im Desktop-Bereich eingesetzt wurde, verging noch einige Zeit. Genauer hat Intel gestern die ersten Prozessoren der Broadwell-H-Serie vorgestellt, die mit insgesamt 15 Prozessoren aufwarten wird. Das Desktop-Segment fällt mit nur zwei Prozessoren allerdings recht dürftig aus.

Die größten internen Änderungen haben im Bereich der Grafikeinheit stattgefunden, die nunmehr die Hälfte der Größe des Chips ausmacht. Im Gegensatz zu bisherigen Desktop-Modellen, wie etwa der Core i7-4790K, kommen die beiden neuen mit einer Intel Iris Pro Graphics 6200 daher, welche bisher den mobilen Modellen vorbehalten war. So kommen künftige Nutzer der Broadwell-H-Chips in den Genuss von 48 Execution Units, während einstige Topmodelle mit lediglich 20 dieser Einheiten bestückt waren. Im direkten Vergleich zu älteren Iris Pro Graphics steigt die Zahl der Ausführungseinheiten um die Zahl acht. Des Weiteren stehen der GPU 128 Megabyte eDRAM zur Verfügung, die bei Bedarf auch von der CPU genutzt werden können.

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