Epyc: AMD trägt den Prozessorkampf ins Server-Segment

Epyc basiert auf der Zen-Architektur, die auch als Grundlage für die inzwischen beliebten Ryzen-Prozessoren gilt. Bekanntermaßen stellt die größte Ryzen-Ausbaustufe Octa-Cores dar, die mit 16 Threads arbeiten. Angenommen ist, dass Threadripper mit der doppelten Kernanzahl der Ryzen-Topmodelle daherkommt, womit einhergehend mit dem Wechsel des Sockels auf LGA keine Ryzen 7/5/3-Chips auf die neue Plattform passen. Klargestellt hat AMD auch immer, dass auch Threadripper und Epyc untereinander nicht kompatibel sind.

Jeder Epyc-Prozessor verfügt ohne Ausnahme über 128 PCI-Express-Leiterbahnen. Zum Vergleich: Intels Boradwell-Xeons können auf maximal 40 Bahnen zugreifen. Das bedeutet für Epyc eine solide Grundlage, um massig Zusatzfunktionen unterzubringen, respektive zu nutzen. Mit einem einzigen Chip können so etwa ganze vier Grafikkarten mit voller x16-Anbindung eingebaut und 32 weitere Lanes für extrem schnelle Datenträger genutzt werden. Und damit ist nicht mal das Ende der Fahnenstange erreicht. 

Intels aktuellen Produkte kommen nicht annährend an die gleiche Anzahl an PCI-Express-Lanes, doch AMDs Vorteil ist nicht so groß wie die Zahlen es aussehen lassen. Eine gewisse Anzahl an Leiterbahnen ist für die Grundausstattung wie für den Netzwerkchip, SATA usw. reserviert. Intel hat das selbe "Problem" umgeht aber den Umstand mit weiteren 20 Extra-Lanes über den Chipsatz. Nichtsdestotrotz liegt AMD mit Epyc in Sachen PCI-Express-Anbindung weit vorne. Das bedeutet auch, dass Mainboard-Hersteller weniger Zusatz-Chips unterbringen müssen, womit das Design generell vereinfacht und so schlussendlich Kosten gesenkt werden können.

Um es einfach zu erklären: Jeder der vier Dies ist ein Gegenstück zu einem Ryzen 7-Prozessor mit acht Kernen. Mithilfe von Infinity Fabric werden die jeweiligen Dies zusammengehalten - folglich kommen mal vier insgesamt 32 Kerne heraus, die Dual-Channel-Funktionalität jedes einzelen Teils wird auch zusammengenommen: Eight-Channel-Support ist die Folge. Maximal sind RAM-Geschwindigkeiten von DDR4-2666 drin, wenn ein Riegel verbaut wird. Mit zwei Riegeln je Kanal sind es DDR4-2400 Mhz.

Wo Speichergeschwindigkeiten wichtig für eine ordentliche Leistung - beispielsweise in Datenzentren - sind, müssen eben zwei Kanäle genutzt werden, womit wiederum bei den Acht- und 16-Kern-Epycs alle vier Teile des MCM genutzt werden müssen. Das heißt ebenfalls, dass alle Prozessoren der neuen Server-Linie von AMD über den gleichen Grundaufbau verfügen. Wer die maximale Leistung abrufen will, muss genau diesen Weg gehen. 


Doch was ist eigentlich Infinity Farbic? Das ist nichts weitere als die Technik, mit der AMD die einzelnen Teile innerhalb des Prozessors miteinander verbindet. Heraus kommen 42GB/s in zweifacher Richtung, womit 170,4GB/s über alle vier Module möglich sind.


Inhaltsverzeichnis

  1. Epyc: AMD trägt den Prozessorkampf ins Server-Segment
  2. Die Architektur
  3. Verbrauchsoptimierungen
  4. Die Leistung und Fazit

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