AMD's Zen-Architektur im Detail

Der monatelange Benchmark-Poker hat nun ein Ende. Am zweiten März war es soweit und AMD gab den offiziellen Startschuss für die neuen Prozessoren - welche bei einigen Händlern sogar umgehend ausverkauft waren. Wir haben uns für euch die neue Plattform genauer angesehen.


Wir schreiben den zweiten März 2017, AMD veröffentlicht nach der Jahrelangen Durststrecke der FX-Prozessoren die Ryzen CPU‘s in Kombination mit einem gänzlich neuen AM4-Unterbau. Ryzen ist die erste an Privatkunden gerichtete Generation, welche auf der Zen- Mikroarchitektur basiert. Es werden also noch andere Prozessoren folgen. Ein Beispiel hierfür ist „Naples“, welche für Workstations konzipiert wird. Ebenfalls wird eine weitere Produktreihe für Laptops und Lüfterlose PC‘s entwickelt, selbige is jedoch bis jetzt nicht namentlich genannt. Doch zurück zu Ryzen. AMD startet mit dem R7 1800X ein Kopf-an-Kopf Rennen mit Intels High-End CPU‘s.


AMD hatte allen Grund, eine komplett neue Architektur zu designen, denn „Bulldozer“ war Intels Pendants in allen Bereichen unterlegen. Die von dem Konkurrenten angewendete Mikroarchitektur war schneller, effizienter und eleganter als die von AMD. Dies soll sich künftig ändern und so hat man rund fünf Jahre und unzählige Arbeitsstunden in die Entwicklung von Zen investiert. Man hoffte, dadurch wieder mit Intel konkurrieren zu können.
Eine Schlüsselstelle in der Architektur ist die Branch-prediction-Unit (dt. Sprungvorhersageeinheit). Sie sorgt dafür, dass die Rechenkerne möglichst gleichmäßig ausgelastet werden.  In der Grafik ist diese der Einfachheit halber Hellblau dargestellt. Jeder Baustein in diesem Bereich der CPU sorgt dafür, dass selbige möglichst effizient funktioniert. AMD hat hier einiges gegenüber dem Vorgänger verbessert. Die BPU muss erahnen können, welchen Weg der Verarbeitung die Information nehmen wird. AMD hat diese Einheit nun mit einem selbstlernenden Algorithmus ausgestattet, welcher Aufgrund von vorherigen Verhaltensmustern die Information auf optimalem Wege verarbeiten kann. Neu ist auch das von AMD so genannte „Smart prefetch“. Durch die optimierte Software können Daten schneller in den Cache geladen werden als zuvor.

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