Xilence XQ-1200 1200 Watt Netzteil

Spannungen unter Last

Insgesamt sind die Spannungen unter Belastung gut. Alle Spannungsschienen zeigten einen guten Verlauf, wobei die 5-Volt-Schiene sowie die 12-Volt-Schienen mit rund 3 Prozent Differenz zwischen Maximal- und Minimalwert am stabilsten waren. Bei der 3,3-Volt-Schiene konnten wir einen Unterschied von circa 5 Prozent messen. Insgesamt lagen aber alle Werte innerhalb der Toleranz. Die größte Abweichung zeigte hier ebenfalls die 3,3-Volt-Schiene. Sie wich um 3,5 Prozent vom Idealwert ab.

Ripple & Noise

Mit den Ripple & Noise Werten konnte uns das Xilence XQ-1200 nicht so recht überzeugen. Bei niedriger Auslastung war noch alles im erlaubten Bereich, doch bereits ab mittlerer Belastung des Netzteils schossen die Werte über die vorgegebenen Maximalwerte hinaus.

Auf Nachfrage erklärte uns Fabian Richter von Xilence, dass das die neuen XQ-1200 Netzteile mit einer verbesserten PFC ausgeliefert werden. Die Verbesserung wurde fließend in die Herstellung übernommen, die ersten neuen Modelle sollen ab August auf dem Markt erscheinen.

Ripple & Noise durchschnittliche Abweichung
 20% Last50% Last80% LastMaximalwert
3,3 Volt40,4 mV62,8 mV92,8 mV50,0 mV
5 Volt48,4 mV54,0 mV55,6 mV50,0 mV
12 Volt68,0 mV88,8 mV110 mV120 mV
Unter Ripple & Noise versteht man die Restwelligkeit und das Rauschen der 3,3 Volt, 5V und 12 Volt Ausgangsspannungen. Im Vergleich zu den Spannungsschwankungen, die bei schnellen Laständerungen auftreten, sind die Ripple & Noise Werte um ein zehnfaches geringer. Dennoch sind sie im Intel Power Supply Guide festgelegt. Intel gibt als Maximalwert bei der 3,3-Volt- sowie der 5-Volt-Schiene 50 Millivolt an. Bei der 12-Volt-Schiene darf der maximale Wert 120 Millivolt nicht übersteigen. Unsere Messungen verstehen sich als Durchschnittsmessungen von mehreren Testdurchläufen.

Ripple & Noise durchschnittliche Abweichung
 20% Last50% Last80% LastMaximalwert
3,3 Volt40,4 mV62,8 mV92,8 mV50,0 mV
5 Volt48,4 mV54,0 mV55,6 mV50,0 mV
12 Volt68,0 mV88,8 mV110 mV120 mV

Effizienz & PFC

Da das Xilence XQ-1200 mit 80Plus Gold zertifiziert wurde, erwarteten wir bei der Effizienz hohe Werte über 90%. Und wir wurden nicht enttäuscht: Mit einem Spitzenwert von 92% besitzt das Netzteil eine hohe Effizienz. Auch die Effizienzen bei niedriger Auslastung kann sich sehen lassen. Hier schaffte das XQ-1200 87% (bei 10%-iger Last) und 92% (bei 20%-iger Last). Auch bei hoher und voller Last erreichte der Neuling von Xilence noch gute Effizienzen.

Beim Leistungsfaktor konnte uns das XQ-1200 allerdings nicht zu 100 Prozent überzeugen. Bei mittlerer Belastung schaffte es die PFC nicht über 0,949 hinaus. Erst mit voller Last nahm sie einen respektablen Werte von 0,976 an.

Temperatur & Lautstärke

Man erkennt auf der Temperaturkurve gut, dass kaum eine Differenz zwischen der Innentemperatur und der ausgestoßenen Luft herrscht. Dies zeigt, dass der Lüfter gut die entstehende Wärme aus dem Inneren abführt. Mit einer maximalen Innentemperatur von 45,1° Celsius unter den Kabelsträngen im Sekundärbereich bleibt das Netzteil auch bei hoher Last noch ausreichend kühl.

Der Lüfter macht sich bis zu einer mittleren Auslastung kaum bemerkbar. Erst bei höherer Last dreht er mehr auf, so dass er letzten Endes bei voller Belastung des XQ-1200 43 dB(A) laut ist. Zieht man allerdings in Betracht, dass das Netzteil trotz  hoher Effizienz rund 100 Watt Verlust-Wärme liefert, ist so ein schnell drehender - und damit auch lauterer - Lüfter durchaus sinnvoll.


Inhaltsverzeichnis

  1. Xilence XQ-1200 1200 Watt Netzteil
  2. Ausstattung
  3. Diagramme zum Praxistest I
  4. Diagramme zum Praxistest II
  5. Interpretation der Messergebnisse
  6. Fazit

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