Corsair RM450 und RM750 Netzteile im Test

Effizienz

sonstige Messungen
MessungMinimumMaximum
Hold-Up Dauer 12 V23.1 ms16 ms-
Hold-Up Dauer 5 V36.23 ms16 ms-
Hold-Up Dauer 3,3 V36.2 ms16 ms-
Power-Good Signal Verzögerung270 ms100 ms500 ms
Standby Effizienz mit geringer Last62.79 %50 %-
Standby Leistung ohne Last0.1 W-0.5 W
sonstige Messungen
MessungMinimumMaximum
Hold-Up Dauer 12 V23.69 ms16 ms-
Hold-Up Dauer 5 V32.5 ms16 ms-
Hold-Up Dauer 3,3 V32.46 ms16 ms-
Power-Good Signal Verzögerung265 ms100 ms500 ms
Standby Effizienz mit geringer Last63.06 %50 %-
Standby Leistung ohne Last0.16 W-0.5 W

Zur Bestimmung der Effizienz betreiben wir das Netzteil nicht nur in dem in Europa verbreiteten 230-Volt-Netz, sondern messen den Wirkungsgrad auch bei einer Eingangsspannung von 115 Volt. Der Grund dafür ist, dass das 80Plus-Zertifikat im 115-Volt-Netz bestimmt wird und wir dadurch das Versprechen des Herstellers bezüglich des vergebenen 80Plus-Siegels überprüfen können.

Die Vorgaben für den Wirkungsgrad bei 20, 50 und 100 Prozent Auslastung halten beide RM-Serie-Netzteile ein und tragen somit das 80Plus-Gold-Zertifikat zurecht. Vor allem bei niedrigen prozentualen Belastungen hebt sich das RM750 etwas vom RM450 ab. In absoluten Zahlen fällt dieser Unterschied jedoch weniger stark aus, denn im Windows-Idle mit rund 50 Watt Leistungsaufnahme ist das RM750 prozentual weniger stark ausgelastet als das RM450. Letztendlich erledigen also alle drei bisher von uns getesteten 80Plus-Gold-Netzteile die Spannungswandlung fast identisch effizient.

Leistungsfaktorkorrektur (PFC)

Aufgrund der Spannungstransformation im Netzteil wird die Leistung nicht mehr sinusförmig aufgenommen, sondern ist mit Oberschwingungen behaftet, die sich in der Blindleistung ausdrücken. Damit der ideale Leistungsfaktor von "1" erreicht werden kann, müsste die Blindleistung vollständig kompensiert werden. Umso besser die PFC arbeitet, desto näher kommt der Leistungsfaktor an den Ideal-Wert heran.

Die PFC kann nicht mit der eines High-End-Netzteils wie dem Dark Power Pro 10 mithalten. Das macht aber nichts, denn zumindest in Deutschland müssen Privathaushalte nicht für die erzeugte Blindleistung aufkommen.

Lautstärke

Das Versprechen, dass der Lüfter erst ab 40 Prozent Belastung anspringt, können wir mit unseren beiden RM-Netzteilen bestätigen. Bei höheren Umgebungstemperaturen als 22 Grad Celsius oder bei besonders kompakten und kaum belüfteten Systemen könnte der Start schon etwas früher ausgelöst werden.

Solange die Netzteile passiv arbeiten, können wir logischerweise keine Geräusche wahrnehmen. Erst wenn der Lüfter anspringt hören wir ein leichtes Lüfter-Rauschen. Der Lüfter dreht dabei mit lediglich 670 Umdrehungen pro Minute und erzeugt keine hörbaren Nebengeräusche. Selbst bei einem passiv gekühlten System lässt sich das Netzteil anhand des Geräusches schwer identifizieren. Erst mit rund 380 Watt Auslastung dreht der Lüfter des RM450 etwas schneller. Mit 830 Umdrehungen pro Minute macht sich dieser trotzdem nicht weiter bemerkbar. Dem Lüfter des RM750 konnten wir mit 500 Watt Auslastung nicht einmal höhere Drehzahlen entlocken, dieser bleibt mit rund 690 Umdrehungen pro Minute weiterhin nahezu lautlos.

Sonstige Messungen

Neben den bisherigen Messungen gibt es zusätzliche Eigenschaften, die ein Netzteil einhalten sollte. Diese sind zwar nicht für einen ordnungsgemäßen Betrieb von höchster Bedeutung, jedoch müssen auch dafür die Spezifikationen eingehalten werden: Die Hold-Up Dauer gibt an, wie lange die Ausgangsspannungen aufrecht gehalten werden können, wenn die Versorgungsspannung unterbrochen wird. Das Netzteil wird dazu zu 100 Prozent ausgelastet. Beim Power-Good Signal messen wir die Verzögerung vom Zeitpunkt des Einschaltens bis zur Betriebsbereitschaft. Die weiteren beiden Messungen betreffen den StandBy-Modus, bei dem die 5-VSB-Leitung belastet wird. Bei geringer Last wird die Leitung mit 90 Milliampere belastet und der Wirkungsgrad gemessen. Im Betrieb ohne Last wird die Eingangsleistung aufgezeichnet.

RM450:

Zu den Messergebnissen müssen wir nicht viele Worte verlieren, sie sind stets innerhalb der Spezifikationen. Die Hold-Up-Dauer der 12-Volt-Schiene fällt einzig etwas niedrig aus und liegt nur leicht oberhalb der Spezifikation.

RM750:

Das erste RM750-Testgerät wies bei uns sehr hohe Leistungsaufnahmen im StandBy auf. Selbst ohne Last erzeugte es eine Leistungsaufnahme von fünf Watt, die StandBy-Effizienz war mit sieben Prozent auch erschreckend niedrig. Unser zweites Sample kommt ohne diesen Fehler und läuft innerhalb der Richtlinien. Wir hoffen, dass es sich dabei nur um ein Vorserienfehler handelte.

Die Hold-Up-Dauer auf der 12-Volt-Schiene fällt auch beim RM750 etwas niedrig aus. Die Spezifikationen werden zwar noch eingehalten, andere Netzteile liegen oftmals deutlich darüber.


Inhaltsverzeichnis

  1. Corsair RM450 und RM750 Netzteile im Test
  2. Ausstattung
  3. Technik - RM450
  4. Technik - RM750
  5. So testet PC-Max
  6. Spannungsregulation und Restwelligkeit
  7. Effizienz, PFC, Lautstärke & sonstige Messungen
  8. Fazit

Anzeige