Corsair RM450 und RM750 Netzteile im Test

Beide RM-Netzteile sind in einem einfachen Pappkarton untergebracht. Die Box des RM750 ist ein wenig größer, weil mehr Kabel enthalten sind und das Netzteil selbst ein wenig größer ausfällt. Ansonsten ist der Packungsinhalt an sich jedoch identisch. Die Polsterung fällt beim größeren Modell mit Schaumstoff ein wenig sicherer aus als beim RM450, das mit geformten Karton auskommen muss.

Technische Daten
HerstellerCorsair
NameRM450
Leistung450W
80PlusGold
Modulares KabelmanagementVollmodular
Lüfter135mm Corsair-Lüfter mit Rifle-Gleitlager
Lüfter beleuchtet?Nein
Platinen-DesignCWT
Abmessungen (BxHxT)150x86x160mm
Anzahl 12V-Rails1
Haswell C6/C7 KompatibilitätJa
Garantie5 Jahre
Preis106.00€
Schutzschaltungen
Überspannungsschutz (OVP)Ja
Unterspannungsschutz (UVP)Ja
Kurzschlussschutz (SCP)Ja
Überstromschutz (OCP)Ja
Überlastschutz (OLP)Ja
Überhitzungsschutz (OTP)Ja
Technische Daten
HerstellerCorsair
NameRM750
Leistung750W
80PlusGold
Modulares KabelmanagementVollmodular
Lüfter135mm Corsair-Lüfter mit Rifle-Gleitlager
Lüfter beleuchtet?Nein
Platinen-DesignChicony
Abmessungen (BxHxT)150x86x180mm
Anzahl 12V-Rails1
Haswell C6/C7 KompatibilitätJa
Garantie5 Jahre
Preis217.80€
Schutzschaltungen
Überspannungsschutz (OVP)Ja
Unterspannungsschutz (UVP)Ja
Kurzschlussschutz (SCP)Ja
Überstromschutz (OCP)Ja
Überlastschutz (OLP)Ja
Überhitzungsschutz (OTP)Ja

Der Lieferumfang, der standardmäßig aus Kaltgerätekabel, Kabelbinder und Schrauben besteht, ist bei beiden Geräten vorzufinden. Auf ein Handbuch wurde leider verzichtet, stattdessen liegen ein Garantiehinweis, Sicherheitsinformationen und ein Werbeheftchen bei.

Für die Verwendung von Corsair Link wird ein zusätzlicher Adapter benötigt, der nicht im Lieferumfang enthalten ist. C-Link ermöglicht es, die Lüfterdrehzahl und die 12-Volt-Stromstärke zu überwachen, wenn der Adapter mit einem internen USB-2.0-Anschluss verbunden wurde.

Das Netzteilgehäuse

Die matt-schwarze Netzteilgehäuse des RM450 und RM750 machen einen hochwertigen Eindruck und wirken dank des etwas dickeren Blechs überaus stabil. Damit das Netzteil in einem schwarzen Gehäuse nicht unentdeckt bleibt, hat sich Corsair an gelber Farbe bedient, welche die Netzteilserie repräsentieren soll. Gelb stand bisher für die TX-Serie.

Der Lüfter wird von parallel verlaufenden Metallstreben geschützt. Verstärkt werden diese mit konzentrisch angeordneten Drähten, sodass das Gitter auch gegen äußere Einwirkungen sehr resistent ist. Auf der Lüfterseite hat die RM-Serie vieles von der TX-Serie der ersten Version geerbt, denn statt des versenkten Lüftergitters der zweiten TX-Version steht es nun wieder wenige Millimeter über:

Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Produktaufkleber, der alle nötigen Leistungsangaben enthält. Die Länge des RM750 fällt mit 180 Millimetern durchschnittlich für eine solche Leistungsklasse aus. Das Gehäuse des RM450 ist hingegen nur 160 Millimeter tief und ist somit recht klein, wenn man den zusätzlichen Platzbedarf für die vollmodularen Anschlüsse berücksichtigt.

Technische Daten

Die Gesamtleistung des RM450 beträgt 450 Watt, wovon die vollen 450 Watt auf der 12-Volt-Schiene abgerufen werden können. Dadurch eignet sich das Netzteil perfekt für aktuelle Systeme, die über 90 Prozent der Leistung von der 12-Volt-Schiene beziehen. Die 3,3- und 5-Volt-Rails können zusammen eine Leistung von 110 Watt abgeben, was nach heutigem Stand vollkommen ausreichend ist. Beim RM750 ist die Situation ähnlich, auch dieses kann die vollen 750 Watt auf der 12-Volt-Schiene abrufen. Die 3,3- und 5-Volt-Schienen können mit jeweils 25 Ampere etwas stärker belastet werden, zusammen dürfen diese eine Leistung von 150 Watt nicht überschreiten.

Das RM450 sowie das RM750 verzichten auf eine Aufteilung der 12-V-Schiene, sodass die volle Stromstärke von dem Überstromschutz gesichert werden muss. Beim RM450 sehen wir dies noch nicht so kritisch, doch spätestens das RM750 sollte die Sicherung auf mehrere Rails verteilen.

Die Argumentation für Single-Rail, dass dadurch Gaming-Systeme mit mehreren Grafikkarten versorgt werden können und Overclocking problemlos ermöglicht wird, ist ein Vorurteil, denn eine gute Aufteilung der 12-Volt-Schiene erhöht die Sicherheit und funktioniert ebenso zuverlässig. Im Falle eines Kurzschlusses kann dieser vom Überstromschutz des RM750 nicht zuverlässig erkannt werden, weshalb andere Schutzschaltungen Schlimmeres verhindern müssten.

Der Hersteller verspricht eine Effizienz, die dem 80Plus-Gold-Siegel gerecht werden soll und gewährt eine Garantie von fünf Jahren. Diese kann allerdings nur über den Support in den Niederlanden erfolgen, weshalb mit höheren Versandkosten zu rechnen ist. In den ersten zwei Jahren kann aber natürlich auch die Gewährleistung des Händlers in Anspruch genommen werden.

Corsair RM450

Corsair RM750

Kabelausstattung

RM450:

RM750:

Die Längen für die CPU-, den 24-Pin-Mainboard- und die Grafikkartenkabel sind mit 650, 610 und jeweils 600 Millimeter ausreichend, um die Leitungen auch hinter der Hauptplatine verlegen zu können, wenn das Netzteil unten im Gehäuse verbaut wird. Es wurden jeweils zwei 6+2-Pin-PCIe-Stecker an ein Kabelstrang angebracht, weshalb darüber bis zu 300 Watt, beziehungsweise 25 Ampere transportiert werden. Die etwas dickeren AWG-16-Kabel sind für diese Ströme ausgelegt.

Corsair verzichtet bei der RM-Serie auf eine Ummantelung der Leitungen mit Sleeve und setzt komplett auf schwarze Flachbandkabel. Selbige lassen sich dadurch leichter biegen, sind allerdings anfälliger gegenüber Beschädigungen. Als weiterer Nachteil entpuppt das Mainboard-Kabel mit den vier Einzel-Strängen, sodass gegenüber der gesleevten Variante mehr Unordnung im Case herrscht. Nur für das Mainboard-Kabel eine Ausnahme zu machen, wäre dennoch keine sinnvolle Lösung gewesen, weil dadurch die optische Konsistenz beeinträchtigt worden wäre.

Wem nach mehr farblicher Abwechslung ist und wer sein System den eigenen Vorstellungen anpassen möchte, dem bietet Corsair für die RM-Serie Kabel in zusätzlichen Varianten optional an.

Link

Um die Überwachungs-Features des Netzteils nutzen zu können, wird ein spezieller Adapter für einen internen USB-Port benötigt. Dieser kann zum Beispiel direkt bei Corsair bestellt werden. Die Messwerte für die Lüfterdrehzahl und den Strom über die 12-Volt-Schiene können schließlich direkt mit der Software ausgelesen werden. Wir können leider nicht sagen, wie genau die Messung für die Stromstärke wirklich erfolgt, beim RM450 hatten wir jedenfalls den Eindruck, dass immer ein bis zwei Ampere zu wenig angezeigt wurden.

Wie sinnvoll also das Auslesen dieser Werte ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Als einen groben Richtwert kann man die Software durchaus nutzen, um dadurch beispielsweise Einsparungen der Leistungsaufnahme nach einem Hardwarewechsel festzustellen. Das RM750 gab uns leider keine realistischen Werte für den Strom aus und zeigte durchgehend nur eine Stromstärke von unter einem Ampere an. Wir können derzeit nicht sagen, ob es sich dabei um einen Hardware- oder Software-Bug respektive einen Produktionsfehler handelt.


Inhaltsverzeichnis

  1. Corsair RM450 und RM750 Netzteile im Test
  2. Ausstattung
  3. Technik - RM450
  4. Technik - RM750
  5. So testet PC-Max
  6. Spannungsregulation und Restwelligkeit
  7. Effizienz, PFC, Lautstärke & sonstige Messungen
  8. Fazit

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