Corsair HX1000i Netzteil im Test

Für das HX1000i hat Corsair die CSH-Plattform des OEMs CWT auf die eigenen Bedürfnisse angepasst. Die Topologie besteht also aus einem Half-Bridge-Converter mit LLC-Resonanzwandlung. Sekundär wird die Spannung synchron gleichgerichtet und für die Minor-Rails werden DC-DC-Abwärtswandler verwendet. Die Kombination daraus soll schließlich den Wirkungsgrad nach 80Plus-Platinum ermöglichen.

Die Netzfilterung beginnt an der Netzbuchse mit zwei Y-Kondensatoren und wird auf der Platine mit einem MOV, zwei X-Kondensatoren, zwei Spulen und zwei weiteren Y-Kondensatoren fortgeführt. Der Strom wird anschließend über zwei Gleichrichter-Brücken, die an einem kleinen Kühlkörper montiert sind, gleichgerichtet.

Der Boost-Converter, der die Funktion der PFC übernimmt, besteht aus einer CREE-C3D10060A-Diode mit einer Vorwärts-Spannung von zwei Volt und drei Infineon-IPP50R140CP-MOSFETs (Rds,on = 0,14 Ohm). Die Spannung wird durch zwei 470-Mikrofarad-Rubycon-Elektrolytkondensatoren der MXH-Serie mit einer Spannungsfestigkeit von 400 Volt und einer spezifizierten Temperatur von 105-Grad-Celsius aufrechterhalten. Für die Halb-Brücke sind schließlich zwei Toshiba TR31A60W-MOSFETs (Rds,on = 0,073 Ohm) verbaut. Die LLC-Resonanzwandlung überwacht ein Infineon-ICE2HS01G-IC, die PFC steuert ein ICE3PCS01G.

Nach dem Transformator wird die Spannung von insgesamt zehn MOSFETs synchron gleichgerichtet. Dies übernehmen Infineon-BSC014N0LS-MOSFETs mit jeweils lediglich 1,1 Milliohm Rds,on. Weil somit die Verluste selbst bei Volllast niedrig gehalten werden können, ist es verständlich, dass die Bauteile nicht direkt mit Kühlkörpern bestückt sind. Vier 3.300-Mikrofarad-Nippon-Chemicon-Elkos der KY-Serie mit 16-Volt-Spannungsfestigkeit und einer Temperatur-Bewertung von 105-Grad-Celsius, zwei 330-Mikrofarad-Apaq-AR5K-Elkos und ein 470-Mikrofarad-Enesol-Feststoffkondensator glätten die Spannung auf der 12-Volt-Schiene. Zusammengefasst gibt das eine Impedanz von nur 2,2 Milliohm und einen spezifizierten Wechselstrom von 26,7 Ampere, womit genügend Reserven für anspruchsvolle Grafikkarten gegeben wären.

Die DC-DC-Abwärtswandler befinden sich auf einer vertikalen Platine. Pro Spannungs-Schiene sind drei M3004D-MOSFETs zuständig, die Glättungskondensatoren bestehen aus einem Elko- und Feststoffkondensator-Mix.

Insgesamt finden wir drei ICs vor, die die Schutzschaltungen bereitstellen. Ein WT7502 im üblichen DIP-Format und zwei WT7518 in SMD-Bauform werden nämlich für die insgesamt acht 12-Volt-OCP-Kanäle benötigt. Dem PIC32MX-Mikrocontroller wurde eine eigene Platine spendiert, der letztendlich für alle digitalen Features der HXi-Serie verantwortlich ist. Die CM-Platine beinhaltet zudem weitere Feststoffkondensatoren. Die Lötqualität hebt sich von gewöhnlichen CWT-gefertigten Geräten deutlich ab, weshalb wir diesbezüglich keinen Anlass zur Kritik sehen.

Bei der Belüftung hat sich Corsair erstmals für einen FDB-Fan entschieden, der die Vorteile von Doppelkugellager- (Lebensdauer) und Gleitlager-Lüftern (Laufruhe) miteinander vereinen soll. Die Bezeichnung lautet NR135P, sodass es sich um ein 135-Millimeter-Exemplar handelt. Für die volle Drehzahl beträgt die Stromstärke 0,22 Ampere bei einer Spannung von 12 Volt.


Inhaltsverzeichnis

  1. Corsair HX1000i Netzteil im Test
  2. Ausstattung
  3. Technik
  4. So testet PC-Max
  5. Spannungsregulation und Restwelligkeit
  6. Effizienz, PFC, Lautstärke & sonstige Messungen
  7. Fazit

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