Corsair HX1000i Netzteil im Test

Auf der Vorderseite des Kartons sind bereits die wichtigsten Features des Netzteils aufgelistet, ein Blick auf die Rückseite verrät noch genauere Details, beispielsweise zur Effizienz oder der Lüfterkurve.

Technische Daten
HerstellerCorsair
NameHX1000i
Leistung1000W
80PlusPlatin
Modulares KabelmanagementVollmodular
Lüfter135mm Corsair NR135P mit FDB
Lüfter beleuchtet?Nein
Platinen-DesignCWT CSH
Abmessungen (BxHxT)150x86x180mm
Anzahl 12V-Rails8
Haswell C6/C7 KompatibilitätJa
Garantie7 Jahre
Preis217.33€
Schutzschaltungen
Überspannungsschutz (OVP)Ja
Unterspannungsschutz (UVP)Ja
Kurzschlussschutz (SCP)Ja
Überstromschutz (OCP)Ja
Überlastschutz (OLP)Ja
Überhitzungsschutz (OTP)Ja

Das Netzteilgehäuse

Als Gehäuse hat sich Corsair erneut für eine massive Variante entschieden, wie wir sie beispielsweise aus der RM-Serie kennen. Das Lüftergitter soll zu dem leisen Betriebsgeräusch beitragen und überzeugt durch seine solide Verstrebung. Allerdings steht es wenige Millimeter über, was in der Regel dennoch unproblematisch ist.

Die abgeschrägten Ränder und der seitliche Schriftzug sorgen erneut für eine gelungene Optik. Am Luftauslass wurde ein besonders großer Netzschalter angebracht, der den kraftvollen Eindruck weiter bestärken soll.

Technische Daten

Die Gesamtleistung des HX1000i beträgt 1.000 Watt. Davon sind die kompletten 1.000 Watt auf der 12-Volt-Schiene verfügbar. Für moderne Systeme ist das Netzteil also ideal gerüstet. Für die 3,3-Volt- und 5-Volt-Schiene stehen immerhin ganze 25 Ampere bereit, wobei die kombinierte Belastung maximal 150 Watt beträgt.

Auch wenn das Datenblatt ein Single-Rail-Design erkennen mag, handelt es sich beim HX1000i tatsächlich um ein Multi-Rail-Netzteil, das sich bei Bedarf über Corsair Link auf Single-Rail umstellen lässt. Insgesamt gibt es also acht 12-Volt-Schienen mit einer Stromstärke von jeweils 40 Ampere. Jeder netzteilseitige 8-Pin-Anschluss, der 24-Pin-ATX- und die restlichen 6-Pin-Anschlüsse zusammen verfügen jeweils über eine getrennte Stromschiene.
Die OCP auf den 12-Volt-Rails greift in unserem Fall bei rund 44 Ampere ein. Für die Minor-Rails stellen wir eine OCP-Abschaltung von 38 Ampere fest. Die Überlast-Sicherung greift bei einer Ausgangs-Belastung von 1.200 Watt ein.

Die Effizienz soll sich auf dem Niveau einer 80Plus-Platinum-Zertifizierung befinden, die freiwillige Herstellergarantie ist sieben Jahre gültig und entsprechende RMA-Prozesse müssen über eine niederländische Adresse erfolgen.

Kabelausstattung

Bei den Kabellängen ist Corsair besonders großzügig und spendiert für die CPU-Leitungen ganze 80 Zentimeter, für Mainboard- und GPU-Leitungen immerhin noch 60 Zentimeter (plus 15 Zentimeter für den zweiten PCIe-Stecker).

Die Kabel sind vollständig vom Netzteil abnehmbar und erleichtern so den Einbau und das Modding. Die Anschluss-Buchsen sind beschriftet und im Ganzen sinnvoll angeordnet. Neben dem Panel für die Verbraucher-Geräte ist schließlich das Corsair-Link-Interface. Das Netzteil kann nun entweder direkt mit dem Mainboard über einen internen USB-2.0-Anschluss verbunden werden oder mit einem anderen Link-fähigen Gerät gekoppelt werden. Dafür benötigte Kabel befinden sich ebenso im Lieferumfang. Direkt darunter wurde ein kleiner Taster platziert, mit dem man die Funktionsweise des Lüfters überprüfen kann, da dieser ansonsten erst ab einer bestimmten Last zu drehen beginnt. Die Qualität der Flachbandkabel ist sehr gut und die Stecker können mit komfortablen Erweiterungen überzeugen.

Corsair Link

Mit Link bietet Corsair eine mächtige Software an, die es erlaubt Auslastung, Drehzahl und Temperatur bestimmter Systemkomponenten anzuzeigen. Außerdem können kompatible Geräte gesteuert und erweiterte Werte ausgelesen werden. Die digitalen Features des Netzteils sind jedoch eingeschränkt und die interne Regelung der Spannungen findet anders als bei der AXi-Serie analog statt.

Über den Reiter "Power" werden Effizienz, Eingangs- sowie Ausgangsleistung, Lüfterdrehzahl, Temperatur, Spannungen und Stromstärken angezeigt. Weiterhin besteht die Option den Multi-Rail-Modus zu deaktivieren. Wer den Semi-Passiv-Modus deaktivieren möchte, kann stattdessen den Lüfter auf eine fixe Drehzahl einstellen.

Die Galerien oben und unten zeigen Aufnahmen der internen Messung des Netzteils bei unseren acht unterschiedlichen Lasten. Unsere eigenen Messergebnisse mit denselben Lasten befinden sich auf den nächsten Seiten.

Bei Messungen mit sehr niedrigen Strömen ist aufgrund größerer Toleranzen Vorsicht geboten, ansonsten sind die Werte jedoch ziemlich genau. Für die meisten Zwecke ist somit eine ausreichende Genauigkeit gegeben.


Inhaltsverzeichnis

  1. Corsair HX1000i Netzteil im Test
  2. Ausstattung
  3. Technik
  4. So testet PC-Max
  5. Spannungsregulation und Restwelligkeit
  6. Effizienz, PFC, Lautstärke & sonstige Messungen
  7. Fazit

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