Cooler Master G650M

Die technische Basis des G650M bildet die GPN-Plattform von CWT. Zwar kennen wir diese schon von der Chieftec-A-90-Serie (Test zum GDP-550C), doch unterscheidet sich das G650M in der Gleichrichtung auf der Sekundärseite, die lediglich passiv mittels Schottky-Dioden durchgeführt wird. Geblieben ist jedoch die DC-DC-Abwärtswandlung, die besonders stabile Ausgangsspannungen verspricht. Sonst besteht das Schaltungs-Design ganz gewöhnlich aus einer aktiven PFC und einem nachfolgenden Half-Bridge-Konverter.

Das Netzfilter besteht an der Eingangsbuchse aus zwei Y- und einem X-Kondensator. Das Kabel zum Übergang auf die Hauptplatine ist zwar ohne Ferrit bestückt, dafür aber verdrillt, wodurch ebenso Störungen gefiltert werden. Auf der Platine finden wir zwei weitere X- und Y-Kondensatoren, zwei Spulen und ein MOV als passiven Überspannungsschutz. Anschließend finden wir einen Brückengleichrichter mit eigenem Kühlkörper.

Nachfolgend befindet sich die aktive PFC mit einer Diode (Power Integrations LXA08FP600) und zwei MOSFETs (SGF190N60SJ). Die Energie wird von zwei parallel geschalteten 270-Mikrofarad-CapXon-Kondensatoren der NEG-Serie (400 Volt Spannungsfestigkeit, 85 Grad Celsius) zwischengespeichert. Die Haupt-Konverter-Schaltung besteht aus einer Half-Bridge, die genauso aus den zuvor genannten MOSFETs besteht.

Nach der Spannungswandlung über den Haupt-Transformator wird die Spannung für die 12-Volt-Schiene über jeweils zwei SBR-Dioden vom Typ SG65N02P und 30L600T gleichgerichtet. Die Minor-Rails werden anschließend über ein separates DC-DC-Board erzeugt. Dieses verfügt über vier MOSFETs (M3016D) und zwei Feststoffkondensatoren. Als weitere Kondensatoren dafür finden wir auf der Hauptplatine 105-Grad-Celsius-CapXon-Elkos der GF-Serie vor. Für die wichtige 12-Volt-Schiene gibt es ebenso überwiegend Elkos von CapXon und insbesondere vier größere mit einer Kapazität von je 2.200 Mikrofarad (KF-Serie, 105 Grad Celsius). Insgesamt ist die Kondensator-Bestückung noch der Mittelklasse zuzuordnen und es kann aufgrund der aktiven Belüftung auch mit einer anständigen Lebenserwartung gerechnet werden. Einzig auf der Kabelmanagement-Platine finden wir einen eher unterdurchschnittlichen Filter-Cap von JunFu vor.

Mit dem von Cooler Master benannten "3D Circuit Design" sind die direkt mit der Platine verlöteten Zusatzboards gemeint, wobei dieses Verfahren insbesondere bei der Kabelmanagement-Platine für geringere Verluste und Restwelligkeit sorgen soll.

Der Sicherungs-IC ist ein Sitronix ST9S429-PG14, der den überwiegenden Teil der Schutzschaltungen bereitstellt.

Bezüglich der Lötqualität können wir keine Kritik ausüben, bei diesem Netzteil hat der Hersteller die Fertigung voll im Griff. Die einzige Nachlässigkeit hat sich der Fertiger an der Phasen-Ader am Eingang geleistet, deren Ummantelung leicht beschädigt, aber trotzdem noch intakt ist.

Zur Belüftung dient ein Yate-Loon-D12BH-12, also ein 120-Millimeter-Lüfter mit Doppelkugellager und etwas höherer Nenndrehzahl von 2.300 Umdrehungen pro Minute. 


Inhaltsverzeichnis

  1. Cooler Master G650M
  2. Ausstattung
  3. Technik
  4. So testet PC-Max
  5. Spannungsregulation und Restwelligkeit
  6. Effizienz, PFC, Lautstärke & sonstige Messungen
  7. Fazit

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