be quiet! TFX Power 2 300W Gold im Test

Effizienz

sonstige Messungen
MessungMinimumMaximum
Hold-Up Dauer 12 V28.49 ms16 ms-
Hold-Up Dauer 5 V28.5 ms16 ms-
Hold-Up Dauer 3,3 V28.49 ms16 ms-
Power-Good Signal Verzögerung259 ms100 ms500 ms
Standby Effizienz mit geringer Last50.98 %50 %-
Standby Leistung ohne Last0.18 W-0.5 W

Zur Bestimmung der Effizienz betreiben wir das Netzteil nicht nur in dem in Europa verbreiteten 230-Volt-Netz, sondern messen den Wirkungsgrad auch bei einer Eingangsspannung von 115 Volt. Der Grund dafür ist, dass das 80Plus-Zertifikat im 115-Volt-Netz bestimmt wird und wir dadurch das Versprechen des Herstellers bezüglich des vergebenen 80Plus-Siegels überprüfen können.

Um die Voraussetzungen für das 80Plus-Gold-Zertifikat zu erfüllen, muss bei 20, 50 und 100 Prozent Auslastung ein Wirkungsgrad von 87, 90 und 87 Prozent erreicht werden. Die Vorgaben meistert das Netzteil bei voller Auslastung noch knapp, bei 20-prozentiger-Auslastung übertrifft man den Sollwert sogar um zwei Prozent.

Im 115-Volt-Netz arbeitet das TFX Power 2 bei 10 und 20 Prozent Auslastung etwas effizienter als im 230-Volt-Netz.

Leistungsfaktorkorrektur (PFC)

Aufgrund der Spannungstransformation im Netzteil wird die Leistung nicht mehr sinusförmig aufgenommen, sondern ist mit Oberschwingungen behaftet, die sich in der Blindleistung ausdrücken. Damit der ideale Leistungsfaktor von "1" erreicht werden kann, müsste die Blindleistung vollständig kompensiert werden. Umso besser die PFC arbeitet, desto näher kommt der Leistungsfaktor an den Ideal-Wert heran.

Die Leistungsfaktor-Korrektur funktioniert ohne Auffälligkeiten. Die Werte liegen auf dem Niveau vergleichbarer ATX-Netzteile.

Lautstärke

Im ersten Szenario, im Idle-Modus unseres Test-Systems, fällt das TFX Power 2 nicht weiter auf. Der Lüfter dreht überaus langsam, was wir als sehr leise empfinden. Erst mit 170 Watt Ausgangsleistung können wir den Lüfter minimal hören. Mit 220 Watt Auslastung wird dieser schon besser wahrnehmbar, wobei wir hierbei immer noch von einem leisen Betriebsgeräusch sprechen. Erst mit Vollauslastung ist der Lüfter gut hörbar und könnte aus einem geschlossenen System auffallend wirken. Wir empfinden die Lautstärke dabei weiterhin angenehm und nicht störend laut.

Zu den klassischen Lüfter-Geräuschen sticht stets ein Elektronik-Nebengeräusch hervor. Wir können jedoch Entwarnung geben, denn unser Test-System ist sehr fiep-anfällig. Ein Gegentest mit unserem sparsameren Vergleichs-System (siehe So testet PC-Max) bestätigt dies, denn dort sind keinerlei Stör-Geräusche vernehmbar.

Sonstige Messungen

Neben den bisherigen Messungen gibt es zusätzliche Eigenschaften, die ein Netzteil einhalten sollte. Diese sind zwar nicht für einen ordnungsgemäßen Betrieb von höchster Bedeutung, jedoch müssen auch dafür die Spezifikationen eingehalten werden: Die Hold-Up Dauer gibt an, wie lange die Ausgangsspannungen aufrecht gehalten werden können, wenn die Versorgungsspannung unterbrochen wird. Das Netzteil wird dazu zu 100 Prozent ausgelastet. Beim Power-Good Signal messen wir die Verzögerung vom Zeitpunkt des Einschaltens bis zur Betriebsbereitschaft. Die weiteren beiden Messungen betreffen den StandBy-Modus, bei dem die 5-VSB-Leitung belastet wird. Bei geringer Last wird die Leitung mit 90 Milliampere belastet und der Wirkungsgrad gemessen. Im Betrieb ohne Last wird die Eingangsleistung aufgezeichnet.

Die Mindest-Vorgaben für die Hold-Up-Dauer können problemlos eingehalten werden. Alle anderen Spezifikationen liegen ebenso im Soll-Bereich.


Inhaltsverzeichnis

  1. be quiet! TFX Power 2 300W Gold im Test
  2. Ausstattung
  3. Technik
  4. So testet PC-Max
  5. Spannungsregulation und Restwelligkeit
  6. Effizienz, PFC, Lautstärke & sonstige Messungen
  7. Fazit

Anzeige