be quiet! TFX Power 2 300W Gold im Test

Weil das Netzteil nicht besonders groß ist, wurde eine entsprechend kleine Verpackung gewählt. Diese wird seitlich geöffnet, was zwar nicht die komfortabelste Lösung darstellt, dennoch ist dies aufgrund des überschaubaren Inhaltes nicht weiter tragisch. Das Netzteil selbst wird mit Luftpolsterfolie geschützt, welche in diesem Preisbereich als eine übliche Polsterungs-Variante gilt.

Technische Daten
Herstellerbe quiet!
NameTFX Power 2 300W Gold
Leistung300W
80PlusGold
Modulares KabelmanagementNein
Lüfter80mm Protechnic MGA8012LR-A20 mit Sleeve-Gleitlager
Lüfter beleuchtet?Nein
Platinen-DesignFSP
Abmessungen (BxHxT)85x65x175mm
Anzahl 12V-Rails2
Haswell C6/C7 KompatibilitätJa
Garantie2 Jahre
Preis60.90€
Schutzschaltungen
Überspannungsschutz (OVP)Ja
Unterspannungsschutz (UVP)Ja
Kurzschlussschutz (SCP)Ja
Überstromschutz (OCP)Ja
Überlastschutz (OLP)Ja
Überhitzungsschutz (OTP)Nein

Was das Zubehör anbelangt, verdient der Hersteller unser Lob: Neben Netzkabel und Schrauben zur Befestigung, gibt es zusätzlich eine Handvoll Kabelbinder, einen Molex-auf-PCIe-Adapter und ein Handbuch inklusive technischer Daten.

Das Netzteilgehäuse

Gegenüber dem weit verbreiteten ATX-Formfaktor sind TFX-Netzteile wesentlich kleiner. Gerade bei Desktop-Systemen mit dünnem PC-Gehäuse passen oftmals nur solche PSUs. Die spezifikations-getreuen Abmessungen von 85 x 65,2 x 175 Millimetern hält das TFX Power 2 exakt ein.

Zur optischen Auslegung brauchen wir nicht viele Worte zu verlieren. Das Gehäuse ist matt-schwarz lackiert und weist keine besonderen Highlights auf. Lediglich auf der Unterseite befindet sich der Produkt-Aufkleber mit den Leistungs-Angaben. Als Lüftergitter wurde eines mit konzentrisch verlaufenden Metallstreben gewählt, das zusätzlich verstärkt wurde und somit sehr widerstandsfähig ist. Das Gehäuse des Netzteils ist ansonsten funktional gestaltet. Scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge können wir nicht entdecken.

Technische Daten

Die Gesamtleistung des Netzteils beträgt 300 Watt, wovon 288 Watt auf der 12-Volt-Schiene abgerufen werden können. Somit kann fast die komplette Leistung darüber bezogen werden, was für moderne Systeme besonders wichtig ist. Nebenbei lassen sich die 3,3-Volt- und die 5-Volt-Schienen mit jeweils 18 Ampere belasten. Zusammen dürfen 103 Watt nicht überschritten werden, was somit im Allgemeinen problemlos ausreicht.

Die 12-Volt-Leitung wurde auf zwei Schienen aufgeteilt, die einzeln abgesichert werden, sodass Schutzschaltungen besonders wirkungsvoll funktionieren können. Über die zweite Schiene werden die CPU-P4-Leitungen abgesichert, über die andere alle restlichen 12-Volt-Verbraucher. Eine solche Aufteilung macht bei diesem Netzteil Sinn, wobei uns die Auslegung der ersten Schiene mit 13 Ampere etwas zu knapp vorkommt, wenn eine Grafikkarte verbaut werden soll, die tatsächlich 150 Watt aufnimmt. Erfahrungsgemäß liegen die Auslösewerte für die Schutzschaltungen etwas höher, sodass selbst in dieser Konstellation keine Probleme zu erwarten sind.

be quiet! verspricht eine Effizienz, die dem 80Plus-Gold-Siegel gerecht werden soll und gewährt eine Garantie von 24 Monaten.

Kabelausstattung

Auflistung der Stecker pro Kabel:

Die Kabellängen sind verglichen mit ATX-Netzteilen wesentlich kürzer. So stehen nur 37 Zentimeter für das Mainboard- und 35 Zentimeter für das CPU-Kabel zur Verfügung. Da die zu überwindenden Strecken in Gehäusen mit TFX-Netzteilen relativ gering sind, gehen wir davon aus, dass die Kabellängen noch ausreichend sind.

Mit vier SATA-Steckern halten wir die Bestückung des Netzteils für noch ausreichend. Wird eine Grafikkarte mit 6-Pin-PCIe-Stecker verwendet, muss der Adapter von zweimal IDE auf PCIe angeschlossen werden. Dadurch gehen jedoch die beiden IDE-Stecker verloren, weshalb wir es besser gefunden hätten, wenn der Floppy-Stecker als Adapter von IDE umgesetzt worden wäre, sodass einem zumindest noch die Wahl zwischen IDE- und Floppy-Anschluss bleibt.

Die Kabel sind fest mit dem Netzteil verbunden, eine modulare Lösung wäre in diesem Fall auch kaum hilfreich gewesen. Das Sleeve ist insgesamt stabil und blickdicht gestaltet. Zur einfacheren Fertigung fängt das Sleeve jedoch erst nach dem Kabel-Durchlass an. Immerhin sind die blanken Kabel am Durchlass mit einem Plastik-Ring geschützt.

Für den IDE-PCIe-Adapter wurde auf Sleeve verzichtet, andererseits sind die Kabel mit rund 19 Zentimetern überaus lang.


Inhaltsverzeichnis

  1. be quiet! TFX Power 2 300W Gold im Test
  2. Ausstattung
  3. Technik
  4. So testet PC-Max
  5. Spannungsregulation und Restwelligkeit
  6. Effizienz, PFC, Lautstärke & sonstige Messungen
  7. Fazit

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