be quiet! Dark Power Pro 10 850 Watt

Effizienz

Zur standardmäßigen 80Plus-Zertifizierung wird das Netzteil mit einer Eingangsspannung von 115 Volt betrieben. Wir messen hingegen mit den im europäischen Niederspannungs-Netz üblichen 230 Volt. Dadurch arbeiten Netzteile insbesondere im höheren Lastbereich effizienter.

Der Wirkungsgrad des P10 850W ähnelt dem des HX1000i, das ebenfalls mit 80Plus Platinum zertifiziert wurde. Bei geringeren Belastungen kann allerdings das HX1000i eine etwas höhere Effizienz verbuchen, wobei das Szenario mit 25 Watt für diese Netzteile wohl weniger relevant ist.

Leistungsfaktorkorrektur (PFC)

Die impulsförmige Aufnahme des Stromes mit Frequenzen vielfacher der des Versorgungsnetzes führt zu EMV-Problemen, weshalb für Netzteile ab einer Ausgangsleistung von 75 Watt strenge Richtlinien für den Oberschwingungs-Gehalt gelten. Eine passive oder aktive Leistungsfaktorkorrektur geht diesem Problem entgegen, wobei für eine 80Plus-Zertifizierung die effektivere letztere Lösung benötigt wird.

Der Leistungsfaktor gibt nun an welcher Wirkleistungs-Anteil aus dem Versorgungsnetz aufgenommen wird. Für einen idealen Leistungsfaktor von "1" müsste die Blindleistung in Form der Oberschwingungen vollständig kompensiert werden. Je besser die PFC arbeitet, desto näher kommt der Leistungsfaktor an den Ideal-Wert heran.

Der Leistungsfaktor weist bei geringer Belastung bereits überzeugende Werte auf und nähert sich mit steigender Last sehr nahe an den idealen ohmschen Stromverlauf an. 

Lautstärke

Weil es sich beim Schallpegel um ein logarithmisches Maß handelt und zum Lautstärke-Empfinden ein subjektiver Eindruck mit eingeht, müssen bei der Bewertung gewisse Dinge beachtet werden. Ein Anstieg des Schallpegels zwischen sechs und zehn dBA bedeutet demnach eine Verdoppelung der empfunden Lautheit. Im Folgenden tragen wir den Schallpegel des Lüfters und dessen Drehzahl über ausgewählte Lastzustände auf:

Gegenüber dem Dark Power Pro 10 650W arbeitet der Lüfter bei geringen Lasten etwas lauter, was dem stärkeren Lüftermodell geschuldet ist. Wir vernehmen zwar nur ein sehr leises Lüfterrauschen und minimale Nebengeräusche, jedoch kann das bei Silent-Systemen schon ausreichen, um sich von dem restlichen System herauszuheben. Dieser Zustand kann bis zu einer Auslastung von 80 Prozent beibehalten bleiben, erst mit einer Vollauslastung und darüber zieht die Lüftersteuerung die Drehzahl an.

Bei voller Last fällt der Lüfter mit den entsprechend flotten Drehzahlen auf, die mit dezenten Nebengeräuschen behaftet sind. Insgesamt bewegt sich die Lautstärke noch auf einem hinnehmbaren Niveau. Beim Überlast-Test macht sich der Lüfter deutlich bemerkbar, hier überwiegt nun das Rauschen der verwirbelten Luft.

Sonstige Messungen

Neben den bisherigen Messungen gibt es zusätzliche Eigenschaften, die ein Netzteil einhalten sollte. Diese sind zwar nicht für einen ordnungsgemäßen Betrieb von höchster Bedeutung, jedoch müssen auch dafür die Spezifikationen eingehalten werden: Die Hold-Up-Dauer gibt an, wie lange die Ausgangsspannungen aufrechterhalten werden können, wenn die Versorgungsspannung unterbrochen wird. Das Netzteil wird dazu zu 100 Prozent ausgelastet. Beim Power-Good-Signal messen wir die Verzögerung vom Zeitpunkt des Einschaltens bis zur Betriebsbereitschaft.

Sonstige Messungen
Angaben in msMinimumMessungMaximum
Hold-Up-Dauer16,021,1
 
Power-Good-Dauer150295500

Die Hold-Up- und Power-Good-Dauer sind alle im erforderlichen Bereich. Hier gibt es nichts weiter zu bemängeln.


Inhaltsverzeichnis

  1. be quiet! Dark Power Pro 10 850 Watt
  2. Ausstattung
  3. Technik
  4. So testet PC-Max
  5. Spannungsregulation und Restwelligkeit
  6. Effizienz, PFC, Lautstärke & sonstige Messungen
  7. Fazit

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