Antec VPF550 Netzteil im Test

Das Netzteil wird von Delta gefertigt, einem der führenden Hersteller in diesem Geschäftsfeld, der jedoch im Einzelhandels-Markt kaum vertreten ist. Die technische Basis besteht aus einem Double-Forward-Converter mit passiver Gleichrichtung mittels Schottky-Dioden. Für eine bessere Spannungs-Stabilität sorgen nachfolgend DC-DC-Abwärtswandler. Die Leistungsfaktorkorrektur wird, wie heutzutage standardmäßig, per aktiver PFC vorgenommen.

Die Netzfilterung beginnt an der Buchse mit zwei Y-Kondensatoren und einem Ferritkern, der am Übergang zur Platine angebracht wurde. Auf dem PCB geht es mit zwei X-Kondensatoren, zwei Spulen und vier weiteren Y-Kondensatoren weiter. Das Schaltnetzteil ist somit ausreichend gegen Störungen aus dem Netz geschützt und eigene Oberschwingungen können effektiv herausgefiltert werden.

Vor der PFC wird zunächst die Spannung von einer Gleichrichterbrücke gleichgerichtet. Anschließend wird die Spannung mit einem Boost-Converter hochgesetzt, der aus einem STFI34NM60N-MOSFET und einer STTH8R06-Diode besteht. Als Primärkondensator, der zur Speicherung der Energie und zum Glätten der Zwischenkreis-Spannung dient, hat sich Antec zu einem 220-Mikrofarad-Samxon Elko der LP-Serie mit einer Spannungsfestigkeit von 450 Volt und einer Temperatur-Bewertung von 85 Grad Celsius entschieden. Zwei Toshiba TK16E60W-MOSFETs sind letztendlich Teil des Double-Forward-Converters.

Auf der Sekundärseite wird die Spannung zunächst mittels vier SBR vom Typ STPS41L60CT zu 12 Volt gleichgerichtet. Ein weiterer SBR (FCQ510A065), der sich den Kühlkörper mit den anderen Bauelementen teilt, richtet die Spannung für den 5-Volt-StandBy-Kreis gleich. Die Temperatur des Kühlkörpers wird mit einem NTC-Widerstand erfasst. Zur Abwärtswandlung wurden der Platine zwei vertikale Boards hinzugefügt, die mit jeweils einem AP92T03GH- und IPD060N03L-MOSFET die Spannungen für die Minor-Rails bereitstellen.

Auf den DC-DC-Boards werden die Spannungen mit japanischen Rubycon-Elkos der ZLH-Serie und Enesol-Feststoffkondensatoren geglättet. Für die 5VSB-Schiene  erfolgt eine adäquate Filterung mit einem Nippon-Chemicon- (KZH-Serie) und einem Samxon-Elko (SH-Serie) statt. Auf der wichtigen 12-Volt-Schiene finden wir lediglich einen 2.200-Mikrofarad-Taicon-Elko der HH-Serie mit 16 Volt Spannungsfestigkeit und einer Temperatur-Bewertung von 105 Grad Celsius und einen Polymer-Feststoffkondensator der RP-Serie von Elite mit 470 Mikrofarad (16 Volt, 105 Grad Celsius) vor. Für günstige Einstiegs-Netzteile ist die Wahl noch befriedigend. Allerdings können sich derzeitige High-End-Grafikkarten mit "Hawaii"-GPU oder "Maxwell"-Architektur negativ auf die Lebensdauer des Netzteils auswirken, weil diese die Kondensatoren auf der 12-Volt-Schiene mit ihren besonders hohen Schaltfrequenzen zusätzlich belasten.

Die Schutzschaltungen stellt ein Infinno IN1T406-DDG-IC bereit, der über alle wichtigen Sicherungs-Funktionen verfügt. Von der Lötqualität sind wir positiv beeindruckt, hier hat Delta stets saubere Arbeit geleistet. Für die Belüftung sorgt ein herkömmliches Modell von Yate Loon mit Sleeve-Gleitlager. Der Lüfter mit der Bezeichnung D12SH-12 hat eine Seitenlänge von 120 Millimetern und erreicht seine volle Drehzahl bei einer Stromstärke von 0,30 Ampere. Mit maximal 2.200 Umdrehungen pro Minute handelt es sich also um einen relativ performanten Fan.


Inhaltsverzeichnis

  1. Antec VPF550 Netzteil im Test
  2. Ausstattung
  3. Technik
  4. So testet PC-Max
  5. Spannungsregulation und Restwelligkeit
  6. Effizienz, PFC, Lautstärke & sonstige Messungen
  7. Fazit

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