Antec VPF550 Netzteil im Test

Antec verpackt das Netzteil in ihrer üblichen Verpackung mit seitlicher Öffnung. Die technischen Daten sind auf dem Karton aufgedruckt und die Features werden in zahlreichen Sprachen inklusive der deutschen auf der Rückseite vermittelt.

Technische Daten
HerstellerAntec
NameVPF550
Leistung550W
80PlusBronze
Modulares KabelmanagementNein
Lüfter120mm D12SH-12 mit Sleeve
Lüfter beleuchtet?Nein
Platinen-DesignDelta
Abmessungen (BxHxT)150x86x140mm
Anzahl 12V-Rails2
Haswell C6/C7 KompatibilitätJa
Garantie3 Jahre
Preis-
Schutzschaltungen
Überspannungsschutz (OVP)Ja
Unterspannungsschutz (UVP)Ja
Kurzschlussschutz (SCP)Ja
Überstromschutz (OCP)Ja
Überlastschutz (OLP)Ja
Überhitzungsschutz (OTP)Ja

Das Netzteilgehäuse

Beim Gehäuse verzichtet Antec auf ein aufwändiges Design und bevorzugt eine standardmäßige Variante mit mattschwarzer Beschichtung. Der Formfaktor ist mit einer Tiefe von 140 Millimetern sehr kompakt gehalten. Der Luftein- und auslass wird von einem Wabengitter geschützt und macht genauso wie der Grundkörper einen stabilen Eindruck.

Auf der einen Seite finden wir den Produktsticker samt technischer Daten vor, auf der anderen Seite ist lediglich der Herstellerschriftzug dezent eingraviert worden.

Technische Daten

Die Gesamtleistung des VPF550 beträgt 550 Watt. Davon ist mit 540 Watt der Großteil auf der 12-Volt-Schiene verfügbar. Für moderne Systeme ist das Netzteil also ideal gerüstet. Die 3,3-Volt- und 5-Volt-Schiene können mit 20 und 18 Ampere belastet werden, wobei die kombinierte Leistung der Minor-Rails 95 Watt beträgt.

Die 12-Volt-Schiene ist auf zwei kleinere aufgeteilt, womit die Sicherheit aufgrund niedrigerer Auslösewerte für den Überstromschutz minimal erhöht werden kann. Die interne Analyse ergibt, dass dem CPU-Stecker eine eigene Rail zugewiesen wurde. Alle restlichen 12-Volt-Verbraucher nutzen folglich die andere Schiene. Dank der großzügigen Absicherung sind keine Komplikationen mit jeglichen CPU- und Grafikkarten-Kombinationen zu erwarten.

Die OCP der 12-Volt-Schiene greift in unserem Fall bei etwa 40 Ampere ein, auf  den 5-Volt- und 3,3-Volt-Spannungsschienen liegt diese bei 27 und 28 Ampere. Eine Überlast-Abschaltung erfolgt bei uns erst mit 820 Watt, allerdings können womöglich andere Schutzschaltungen wie die OTP bei länger andauernder Überlast ebenso einschreiten.

Die Effizienz des Netzteils soll auf 80Plus-Bronze-Niveau liegen und vorzeitige Ausfälle werden mit einer freiwilligen dreijährigen Herstellergarantie abgedeckt. Wenn die Garantieabwicklung direkt über den Hersteller erfolgen soll, muss das Netzteil zu Antec in den Niederlanden eingeschickt werden.

Kabelausstattung

Aus Kostengründen ist lediglich der 24-Pin-Mainboard-Kabelstrang gesleevt. Bei den anderen Kabelsträngen sorgen zumindest Kabelbinder dafür, dass die Ordnung im eigenen Gehäuse gewahrt werden kann. Bis auf die beeinträchtigte Optik steht diese Lösung Flachband- oder ummantelten Varianten jedoch nichts entgegen. Die beiden PCIe-Stecker wurden an einen Kabelstrang mit AWG18-Adern angebracht, was zu einem etwas höheren Spannungsabfall bei High-End-Grafikkarten mit sehr hoher Leistungsaufnahme führt. In der Praxis lässt sich mit dem Netzteil dennoch jede Single-GPU-Grafikkarte betreiben.

Die Kabellängen sind für die Preisklasse überdurchschnittlich. Die 60 Zentimeter des CPU-Kabels sollten für die meisten Gehäuse genügen, um eine Verlegung hinter dem Mainboard-Tray durchzuführen. Die Länge von Mainboard- und GPU-Kabelstrang betragen 53 sowie 50 plus elf Zentimetern.

Statt eines einzelnen, selten benötigten Floppy-Steckers hätten wir uns einen Adapter gewünscht, um eine flexiblere Belegung beim Verkabeln zu ermöglichen.


Inhaltsverzeichnis

  1. Antec VPF550 Netzteil im Test
  2. Ausstattung
  3. Technik
  4. So testet PC-Max
  5. Spannungsregulation und Restwelligkeit
  6. Effizienz, PFC, Lautstärke & sonstige Messungen
  7. Fazit

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