Enermax ErPro80+ 350 Watt

Mit der Wahl des Namens weist Enermax darauf hin, dass das ErPro80+ die EU-Ökodesignrichtlinie ErP Lot 6 einhält. Laut dieser muss die Leistungsaufnahme eines Computers unter 1 Watt im Standby liegen. Erreichen will Enermax dies durch eine effiziente 5-Volt-Standby-Leitung. Das von uns getestete ErPro80+ ist mit einer Nennleistung von 350 Watt spezifiziert. Diese kombinierte Leistung der 3,3-Volt- und 5-Volt-Leitungen liegt bei 110 Watt. Die 12-Volt-Leitung besteht aus zwei Schienen, die mit 17 Ampere pro Schiene oder mit 27 Ampere auf der gesamten Leitung belastet werden dürfen. Dementsprechend beträgt die Leistung der 12-Volt-Leitung 324 Watt.
Dem Netzteil, auf das Enermax eine Garantie von drei Jahren gewährt, liegen Klettkabelbinder bei. So können nicht genutzte Kabelstränge einfach zusammengebunden werden. Ein Kabelmanagement-System bietet das ErPro80+ nicht.

Technische Daten
HerstellerEnermax
NameErPro80+
Leistung350W
80PlusStandard
Modulares KabelmanagementNein
Power Factor Correctionaktiv
Lüfter (beleuchtet?)120mm Enermax ED122512H (Nein)
Platinen-DesignEnermax
Gewicht / Abmessungen (BxHxT)2.2kg / 150x86x140mm
Anzahl 12V-Rails2
Garantie3 Jahre
Preis51.03€
Schutzschaltungen
Überspannungsschutz (OVP)Ja
Unterspannungsschutz (UVP)Ja
Lastfreier Betrieb (NLO)Ja
Kurzschlussschutz (SCP)Ja
Überstromschutz (OCP)Ja
Überlastschutz (OLP)Ja
Überhitzungsschutz (OTP)Ja

Eine Zeit lang lag es im Trend, die Netzteilgehäuse mit einem glänzenden Klavierlack zu überziehen. Dieser sah auf der einen Seite zwar schön aus, allerdings musste man das Netzteil im wahrsten Sinne des Wortes mit Samthandschuhen anfassen, da man sonst deutliche Fingerabdrücke auf dem Lack hinterließ. Dieses Problem besteht beim ErPro80+ nicht: Das gehäuse wurde in einem matten Schwarz, das Lüftergitter golden lackiert. Leider schließt der Lüfterschutz nicht bündig auf gleicher Höhe mit dem Netzteilgehäuse ab. Das Gitter liegt viel mehr auf dem Gehäuse auf und schaut wenige Millimeter hinter der Gehäuseunterseite hervor.

Die Platine des ErPro80+ ist im Großen und Ganzen sauber verarbeitet. Hier und da gibt es ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln. So sitzt zum Beispiel der Brückengleichrichter leicht schräg im Netzteil und berührt eine isolierte Drossel aus der Eingangsfilterung fast. Ebenso landete der Fixierungskleber an einer Drossel nicht ganz da, wo er hingehört und fixiert bei unserem Testsample nur die Platine. Die Drossel bleibt vom Kleber unberührt.

Die bereits angesprochene Eingangsfilterung findet sich zum Teil auf einer gesonderten Pertinax-Platine direkt am Kaltgeräteanschluss wider. Nur die Schmelzsicherung sowie zwei Drosseln wurden noch auf der Hauptplatine, die ebenfalls aus Pertinax besteht, untergebracht.
Als Primärkondensator greift Enermax auf einen Elektrolytkondensator mit einer Kapazität von 220 Mikrofarad zurück. Dieser stammt von Panasonic und ist weiter mit einer maximalen Spannung von 400 Volt und einer Betriebstemperatur von höchstens 85 °Celsius spezifiziert. Auf der Gleichstromseite werden Jen Pan Kondensatoren verwendet.
Als Schutzcontroller kommt der übliche PS223 zum Einsatz. Mit dem CM6802 PWM/PFC Controller finden wir einen zweiten, immer gern gesehenen Gast im Inneren eines Netzteils.


Inhaltsverzeichnis

  1. Enermax ErPro80+ 350 Watt
  2. Ausstattung
  3. Diagramme zum Praxistest I
  4. Diagramme zum Praxistest II
  5. Interpretation der Messergebnisse
  6. Fazit

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