120-Millimeter-Lüfter im Test

Aerocool DeadSilence DS-120 Blue

Aerocool bietet neben dem in unserem 140-Millimeter-Lüfter-Roundup getesteten Shark Fan eine zweite Lüfterserie namens "DeadSilence". Diese Lüfter verfügen zwar ebenfalls über vier LEDs zur farblichen Beleuchtung, die optisch einiges her macht, allerdings weisen sie noch einige weitere Features auf, die sie von den Shark Fans abheben und besonders hinsichtlich der Lautstärke etwas attraktiver machen sollen. Geliefert werden die Lüfter in einer einfachen Blister-Verpackung, die allerdings alle nötigen Informationen bezüglich des Lüfters bereithält und gleichzeitig freien Blick auf eben diesen gewährt. Das mitgelieferte Zubehör setzt sich neben vier Schrauben aus vier Gummientkopplern, einem 3-Pin-zu-Molex-Adapter und einem Sieben-Volt-Spannungsadapter zusammen.

Optisch ist der hier getestete DeadSilence DS-120 Blue nicht weniger auffällig als das zuletzt getestete Modell der Shark-Fan-Serie. Aerocool bietet mit der DeadSilence-Reihe allerdings nicht nur blaue, sondern auch Lüfter mit roten, weißen oder grauen Akzenten an, womit sich die farbliche Abstimmung auf das eigene System in den meisten Fällen recht einfach gestalten lassen sollte. Der Rahmen fällt, abgesehen von den vier kleinen Aussparungen für die in diesem Fall ebenfalls blauen LEDs, besonders durch die von Aerocool patentierte Technologie der Silencer Blocks auf. Dabei handelt es sich um vibrationshemmende Gummielemente an den vier Ecken des Rahmens, welche sich für eine problemlose Reinigung auch entfernen lassen. Der Name Silencer Blocks ist auf die vielen kleinen, blockförmigen Noppen im Teil der Entkoppler zurückzuführen, welche im Inneren des Rahmens liegen. In diesen soll sich die Luft praktisch verfangen und damit die Geräuschentwicklung durch die Rotorblätter minimieren. Letztere weisen eine weitere Besonderheit der DeadSilence-Serie auf. So bringt Aerocool nach eigenen Aussagen erstmals auf dem Markt einen Lüfter hervor, dessen Rotor aus zwei verschiedenen Materialien gegossen wurde. Die Kombination aus Kunststoff und Gummi soll dabei zusammen mit speziellen Noppen auf der Unterseite der einzelnen Flügel für eine Reduzierung der Turbulenzen und der Lautstärke sorgen.

Der Aerocool DeadSilence DS-120 Blue leistet mit seinem Flüssiglager eine Maximaldrehzahl von 1.500 Rounds per minute (RPM), weist eine Leistungsaufnahme von 3,6 Watt auf und bewegt bis zu 138,1 Kubikmeter Luft in der Stunde. Bei einer Geräuschentwicklung von 23,1 Dezibel werden bis zu 2,29 Millimeter Wassersäule erreicht. Der Hersteller gibt zudem eine MTBF-Zeit (Meantime between failures) von 100.000 Stunden an. Sowohl für das Lüfterkabel selbst als auch die mitgelieferte Verlängerung setzt Aerocool auf einen hochwertigen, dichten Sleeve, der unter anderem für eine ansprechende Optik sorgt.

 

Antec TrueQuiet 120

Antec setzt mit seinem Modell TrueQuiet 120 wie bereits mit der 140er-Ausführung auf ein eher ungewöhnliches Design und bringt bei einem rauchig grauen Rotor mit matt schwarzem Rahmen auffällige, orangene Gummientkoppler an den Ecken zum Einsatz. Den Nutzer erreicht dieser Lüfter in einer einfachen Blister-Verpackung. Von außen sind neben dem Lüfter einige technische Details und der Lieferumfang zu sehen. Letzterer setzt sich aus vier schwarzen Gummientkopplern - welche Schrauben ersetzen - einer Montageanleitung und einem 4-Pin-Molex-Adapter zusammen. Lezterer Konverter erlaubt, dank einer zusätzlichen 3-Pin-Buchse, das Auslesen des Tacho-Signals durch beispielsweise ein Mainboard und gewährleistet gleichzeitig die Versorgung mit konstant zwölf Volt.

Ein zusätzlich zum 45 Zentimeter langen 3-Pin-Kabel integrierter Schiebeschalter erlaubt es dem Nutzer zwischen zwei Geschwindigkeits-Settings zu wechseln. Dies stellt besonders im Betrieb über den angesprochenen 4-Pin-Molex-Stecker direkt am Netzteil eine sinnvolle Erweiterung dar. Angesichts der recht niedrigen Maximaldrehzahl von 1.000 Umdrehungen stellt es allerdings auch kaum ein Problem dar, dass dieser Schalter in den meisten Fällen schwer erreichbar sein wird, da er sich im PC-Gehäuse befindet in dem der Lüfter verwendet wird. Im Test senkte sich die Drehzahl im LO-Setting auf etwa 600 Umdrehungen pro Minute ab. Antec setzt außerdem auf ein Flüssiglager und gibt an, dass der TrueQuiet 120 maximal bei einem Druck von 0,76 Millimetern Wassersäule 60,9 Kubikmetern Luft pro Stunde bewegt sowie dabei einen Schalldruck von 19,9 Dezibel erzeugt. Die Leistungsaufnahme wird mit 1,44 Watt angegeben.

 

be quiet! SilentWings 2 & (PWM)

Der SilentWings 2 erreicht den Käufer in einer schicken, schwarzen Pappverpackung, welche über einen mit Klett befestigten Deckel verfügt. Hinter letzterem offenbaren sich detaillierte Auflistungen der Features sowie zwei Sichtfenster, die freien Blick auf den Fan selbst sowie die beiden Antivibrationsbefestigungs-Optionen gewähren. Neben diesen beiden Komponenten gehören sowohl eine Kurzanleitung, vier herkömmliche Lüfterschrauben als auch spezielle Befestigungs-Pins und im Falle der Non-PWM-Variante ein 4-Pin-Molex-Adapter zum Lieferumfang. Mit Hilfe des Konverters kann der 3-Pin-Lüfter sowohl mit zwölf, sieben als auch fünf Volt angesteuert werden.

Der SilentWings 2 selbst verfügt über die typische, schicke be-quiet!-Optik und ist komplett in Schwarz gehalten. Der Hersteller spricht von einem einzigartigen, luftstromoptimierten Lüfterblatt-Design und speziellen Antivibrationsbefestigungen. Letztere werden auf die Ecken des dünnen Rahmens gesteckt und erlauben erst dann die eigentliche Montage des Fans. Die dunkelgrauen Aufstecker können in Verbindung mit den Befestigungs-Pins in zwei Richtungen montiert werden. In Richtung mit dem geprägten Buchstaben L zum Gehäuse bietet der Lüfter zwischen Case und Lüfterrahmen einen Abstand von einem Millimeter. Dies hat nach Aussagen von be quiet! eine maximal mögliche Entkopplung zur Folge.

Anders herum orientiert schließt der gummierte Lüfterrahmen mit dem Gehäuse ab. Der dritte Weg den SilentWings 2 zu befestigen bedarf der alternativen Hart-Kunststoff-Befestigungen. Diese erlauben es die mitgelieferten Schrauben zur Montage zu verwenden. Allerdings gibt es bei dieser Variante der Montage keinerlei Entkopplung des Ventilators vom PC-Case. Einen großen Nachteil beider Montage-Optionen stellt die Inkompatibilität mit Radiatoren dar. Da es hierbei nötig wäre, die Schrauben durch den Lüfterrahmen zu führen und somit einen festen Sitz am Wärmetauscher zu garantieren ist es nötig die schwarzen Hart-Kunststoff-Befestigungen zu modifizieren. Um die Fans also dennoch mittels der etwa 30 bis 35 Millimeter langen Schrauben montieren zu können haben wir die einseitige Öffnung einfach mit Hilfe einer Bohrmaschine fortgeführt. Zwar ist es nun möglich den SilentWings 2 auf einem Radiator einzusetzen, die fehlende Abdeckung der Finnenfläche durch den dünnen Rahmen offenbart allerdings schnell, das be quiet! dieses Lüftermodell keineswegs für eine Verwendung mit Wasserkühlungs-Setups konzipiert hat.

Aus technischer Sicht arbeitet der SilentWings 2 ohne Pulsweitenmodulation bei einer Leistungsaufnahme von 2,4 Watt mit bis zu 1.500 Umdrehungen in der Minute. be quiet! hat den Lüfter mit einem schwarz ummantelten, etwa 45 Zentimeter langen Kabel versehen und gibt eine Förderleistung von 85,8 Kubikmetern in der Stunde sowie einen Schallpegel von 15,7 Dezibel an. Der Wert des Luftdrucks liegt für den SilentWings 2 bei 1,63 Millimetern Wassersäule und es kommt das bereits von der 14-Zentiemter-Variante bekannt Fluid-Dynamic-Lager für reduzierte Geräuschentwicklung sowie eine lange Lebensdauer von 300.000 Stunden zum Einsatz. Das alternativ von be quiet! angebotene PWM-Modell der SilentWings-2-Serie unterscheidet sich von der bereits beschriebenen Version einzig durch die Verwendung von der Pulsweitenmodulation und die damit verbundene feinere Steuerung der Geschwindigkeit.

 

be quiet! Shadow Wings High Speed & (PWM)

Mit dem zweiten be-quiet!-Modell gesellen sich die Shadow Wings unter unsere 120-Millimeter-Lüfter. Geliefert wird dieser Fan, wie bereits der SilentWings 2, in einer ähnlichen, allerdings weniger spektakulären, schwarzen Verpackung ohne Sichtfenster. Dennoch werden auch auf dieser Pappschachtel alle wichtigen Informationen zum Lüfter aufgeführt und im Inneren findet sich der Lieferumfang bestehend aus dem Ventilator, vier Schrauben und einem 4-Pin-Molex-Adapter, mit dem der Lüfter sowohl mit zwölf, sieben als auch fünf Volt angesteuert werden kann.

Der Shadow Wings gleicht optisch dem ersten Modell von be quiet! in unserem Round-Up. Erneut findet sich ein äußerst dünner und dennoch stabiler Rahmen aus schwarzen Kunststoff, welcher mit einer Gummischicht am äußeren Rand versehen ist um eine Entkopplung zu erreichen. Letzteres wird außerdem durch vier Gummi-Antivibrationsbefestigungen an den Ecken gewährleistet. Diese bieten anders als beim Modell SilentWings 2 nur eine einzige Konfigurations-Option, werden allerdings auf die gleiche Weise in Verbindung mit den schwarzen Befestigungs-Pins am Gehäuse befestigt. Der ähnliche Aufbau hat auch zur Folge, dass der Shadow Wings wie sein Geschwistermodell nicht für die Verwendung auf Radiatoren geeignet ist. Um dieses Modell dennoch durch unseren Testablauf führen zu können führten wir eine dünne Gewindeschraube durch den Gummientkoppler. Natürlich geht damit die Schwingungsabsorbierung, von welcher der Lüfter im normalen Gebrauch profitieren würde, praktisch komplett verloren und erneut ist eine Abdeckung der Finnenfläche nicht gegeben.

Das schwarze Kabel der beiden Lüfter mit Rifle-Gleitlager misst 45 Zentimeter und verfügt über keine Ummantelung. Bei einer Leistungsaufnahme von 5,4 Watt dreht das Modell be quiet! Shadow Wings High Speed mit bis zu 2.200 Umdrehungen in der Minute. Die Förderleistung wird mit 129,1 Kubikmetern in der Stunde angegeben, wähernd die Geräuschentwicklung bei 29,7 Dezibel liegt. Der Wert des Luftdrucks wird für den Shadow Wings High Speed bei 2,7 Millimetern Wassersäule angegeben und es kommt statt des Fluid-Dynamic-Lagers der Silent-Wings-2-Serie ein Rifle-Bearing zum Einsatz, welches für eine Lebensdauer von 200.000 Stunden ausgelegt ist.

Das alternativ von be quiet! angebotene PWM-Modell leistet bis zu 1.500 Rounds per minute, einen Airflow von 85 Kubikmetern in der Stunde und 1,63 Millimeter Wassersäule. Die Leistungsaufnahme liegt bei 2,4 Watt, während der Hersteller eine Geräuschentwicklung von 18,9 Dezibel angibt. Wie beim Modell High Speed kommt ein Gleitlager zum Einsatz, mit dem eine Betriebszeit von 200.000 Stunden problemlos möglich sein soll.

 

Corsair AF120 Quiet & Performance Edition

Corsair liefert seinen AF120 sowohl in der Quiet Edition als auch der Performance Edition im Zweierpack in einer schwarz-roten Verpackung, welche durch zwei Sichtfenster den Blick auf die innenliegenden Lüfter freigibt und durch einen Klettverschluss am Aufklappen gehindert wird. Auch finden sich hier einige Informationen zu den Spezifikationen und Features der Ventilatoren. Der innenbefindliche Lieferumfang setzt sich pro Lüfter aus einer Kurzanleitung, einem 7-Volt-Adapter, vier Befestigungsschrauben und zwei zusätzlichen Kunststoff-Ringen zusammen. Letztere erlauben zusammen mit dem bereits am Lüfter montierten dritten eine farbliche Abstimmung auf rote, weiße oder blaue Systeme.

Mit dem AF120 bedient sich Corsair, abgesehen von diesen Kunststoffringen, eines recht simplen Designs mit einem schmalen Rahmen und einem schwarzen Rotor mit neun Blättern. Auf der Lüfternabe findet sich ein Sticker mit Corsair-Logo, welcher leicht an eine Vinyl-Schallplatte erinnert. Die Ecken der Fans sind mit einem hellgrauen Gummiblock verstärkt, welcher eine Übertragung von Schwingungen minimieren soll.

Das Kabel dieses Ventilators ist mit 30 Zentimetern verhältnismäßig kurz bemessen und verfügt über keine Ummantelung. Corsair setzt für die gesamte AF120-Serie auf ein hydrodynamisches Gleitlager. Wie die Attribute Performance und Quiet vermuten lassen, gibt es zwei verschiedene Modelle für unterschiedliche Einsatzgebiete. Der Corsair AF120 Performance Edition leistet maximal 1.650 Umdrehungen pro Minute bei einer Leistungsaufnahme von 3,96 Watt. Die Förderleistung wird mit 107,84 Kubikmeter pro Stunde, die Lautstärke mit 30 Dezibel und die Förderhöhe mit 1,1 Millimetern Wassersäule angegeben.

Die Quiet Edition des AF120 ist selbstverständlich mit 21 Dezibel etwas leiser, schafft dabei allerdings auch maximal 1.100 Rounds per minute und eine Fördermenge von 67,76 Kubikmetern in der Stunde zu bewegen. Der statische Druck wird von Corsair mit einem halben Millimeter Wassersäule angegeben, während die Leistungsaufnahme bei 2,28 Watt liegt.


Inhaltsverzeichnis

  1. 120-Millimeter-Lüfter im Test
  2. Die Lüfter im Detail
  3. Die Lüfter im Detail 2
  4. Die Lüfter im Detail 3
  5. So testet PC-Max
  6. Lautstärke
  7. Temperaturen
  8. Fazit

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