Thermalright HR-02

Zumindest bei der Verpackung ist alles beim Alten geblieben und so wird der Kühler in einer schlichten Kartonage ausgeliefert. Weiterhin vorbildlich ist die innenliegende Polsterung aus passgenauem Schaumstoff, welche den Kühler vollständig umschließt und dadurch den Kühler auch vor dem rabiatesten Postmann sicher schützt. Das Zubehör findet sich in einer kleinen Schachtel neben dem Kühler und ist getrennt in einzelne Plastikbeutel eingeschweißt. Diese beinhalten unter anderem Montagematerial, Gummipads für die Lüfterentkopplung, je ein Paar Lüfterklammern für 120- und 140-Millimeter Lüfter, eine Tube „The Chill Factor 3“ Wärmeleitpaste, einige bebilderte Anleitungen sowie einen Aufkleber. Ungewöhnlich, aber durchaus erfreulich, ist zudem der beigelegte, extra lange Schraubendreher.

Nach dem Auspacken des Kühlers fällt vor allem eins als erstes auf: seine Größe. Mit Abmessungen von 140 x 160 x 110 mm (B x H x T) zählt der HR-02 mit zu den größten Modellen auf dem Markt und wird lediglich von einigen Twin-Tower-Kühlern übertroffen. Insgesamt sechs Heatpipes mit sechs Millimeter Durchmesser sorgen für einen schnellen Wärmetransport von der Bodenplatte zu den 32 Aluminiumlamellen. Letztere weisen hierbei einen großzügigen Abstand von knapp drei Millimeter auf, was gute Kühlleistung in Kombination mit einem langsamen Lüfter verspricht - die Montage von 120- sowie 140-Millimeter-Modellen ist möglich. Zusätzlich wurden noch zahlreiche kleine Öffnungen in die Finnen gestanzt, um einem Hitzestau entgegenzuwirken. Damit der massive Kühlkörper nicht mit hohen Arbeitsspeichern kollidiert, hat Thermalright den Boden stark versetzt unter dem eigentlichen Kühlkörper angebracht. Des Weiteren hat dies auch den Vorteil, dass der gesamte Lamellenkorpus so näher am ausblasenden Hecklüfter im Gehäuse sitzt, was wiederrum für eine bessere Kühlleistung sorgen sollte. Weiterhin im Trend sind bei Thermalright auch die leicht konvex geschliffenen Kühlerböden, welche für maximalen Anpressdruck über den Prozessorkernen sorgen soll.

Technische Daten
HerstellerThermalright
NameHR-02
Maße (BxHxT)140x160x110mm
Gewicht1100g
Lüfterdurchmesser120 & 140mm
Heatpipes (Durchmesser)6 (6mm)
KompatibilitätIntel LGA 775 & LGA 1366 & LGA1156; AMD Sockel AM2(+) & AM3 (optional)
Preis54.99€

Technische Daten
HerstellerThermalright
NameHR-02
Maße (BxHxT)140x160x110mm
Gewicht1100g
Lüfterdurchmesser120 & 140mm
Heatpipes (Durchmesser)6 (6mm)
KompatibilitätIntel LGA 775 & LGA 1366 & LGA1156; AMD Sockel AM2(+) & AM3 (optional)
Preis54.99€

Verarbeitung und Qualität

Auch in diesem Test kann Thermalright mit ihrer Paradedisziplin, der Qualität, glänzen. Angesichts des Preises darf man dies aber auch erwarten und sich über ein beinahe perfekt verarbeitetes Gesamtpaket freuen. Die Lamellen werden bei Thermalright mit den Heatpipes verlötet und zudem noch an den Seiten ineinander verhakt, was dem ganzen Kühlkörper eine hohe Stabilität verschafft. Auch die Materialstärke der Lamellen macht sich hier bemerkbar und macht ein Verbiegen der Lamellen fast unmöglich. Bei unserem Testmuster, welches noch ein recht frühes Modell darstellt, befinden sich am Kühlerboden leider noch einige Rückstände vom Verlöten, die den sonst sehr guten Eindruck etwas trüben. Dies soll aber bei den aktuellen Lieferungen nicht mehr der Fall sein.

Montage

Thermalright liefern den HR-02 mit ihrem neuen Montagesystem aus, welches bereits beim hauseigenen Venomous X für positives Feedback sorgte. Es wirkt schon auf den ersten Blick äußerst hochwertig und deutlich massiver als die bisherigen Kits von Thermalright. Als erstes werden die Gewindestifte der Universalbackplate entsprechend der Löcher um den Sockel ausgerichtet. Hat man vor, den Kühler auf einem LGA775-System zu verwenden, so muss zusätzlich noch der kleine Plastikrahmen in die mittige Öffnung der Backplate gesteckt werden. Danach wird sie an der Rückseite des Mainboards so ausgerichtet, dass die Gewindestifte durch alle vier Bohrungen um den Sockel ragen - die Unterlegscheiben hier nicht vergessen! Fixiert wird das ganze nun mit vier Rändelmuttern. Zur Isolation hat Thermalright bereits Abstandhalter aus Plastik aufgeklebt. Aus den Muttern ragen nun weitere vier Gewindebolzen, hierauf wird nun der Montagerahmen aus poliertem Edelstahl gelegt. Auch hier ist auf die richtigen Bohrungen bezüglich der verschiedenen Sockel zu achten. Auch der Rahmen wird nun wiederrum mit vier Rändelmuttern fixiert.

Bis zu diesem Punkt lief der Einbau vollkommen werkzeugfrei. Einzig das Festziehen der zwei Schrauben, welche den Kühler abschließend halten, erfordert den Einsatz eines Schraubendrehers bzw. -schlüssels. Zu diesem Zeitpunkt eröffnet sich nun auch der Sinn der durchgängigen Öffnung im hinteren Teil des Kühlkörpers - denn nur durch diese lässt sich die zweite Schraube erreichen.
Der Haltebügel ist so geformt, dass der Kühler sich nach der Montage nicht mehr drehen lässt. Eine weitere Neuerung ist der sogenannte „Pressure Nob“, welcher in der Mitte des Haltebügels sitzt. Durch diesen kann der Anpressdruck laut Thermalright von 40-70lbs selbst eingestellt werden. Vorweg sei allerdings schon verraten, dass zumindest in unserem Testsystem keinerlei Temperaturvorteil durch den voll angezogenen „Pressure Nob“ zu beobachten war. Der Lüfter wird durch einfache Drahtbügel fixiert und am Kühler gehalten. Thermalright legt hier jeweils ein passendes Paar Klammern für 120- als auch 140-Millimeter-Lüfter bei. Wer will, kann vor der Lüftermontage noch die mitgelieferten Entkopplungspads auf den Kühlkörper kleben.

Für diejenigen, die den Thermalright HR-02 auf einer AMD-basierenden Plattform nutzen wollen, stellt Thermalright ein separat zu erwerbendes Montagekit zur Verfügung.


Inhaltsverzeichnis

  1. Thermalright HR-02
  2. Thermalright HR-02 im Detail
  3. So testet PC-Max
  4. Serienlüfter im Überblick
  5. Ergebnisse mit Serienlüfter
  6. Ergebnisse mit einem Referenzlüfter
  7. Fazit

Anzeige