ASUS ROG Ryujin 360 im Test

Asus will mit der Ryujin 360 ganz klar Enthusiasten und Power-User ansprechen. Und es sei gesagt: Das gelingt. Die Ryujin 360 bietet als erste Kompaktwasserkühlung ihrer Art ein 1,77-Zoll-OLED-Display auf das auf Wunsch sämtliche Parameter des Systems angezeigt werden können. Die RGB-LED-Beleuchtung am Kühler setzt außerdem Akzente, womit sich die Ryujin 360 in optisch ansehnlichen System sicherlich wohlfühlen dürfte. Die Performance rein von der Temperaturseite her ist gut, aber nicht überragend und die Verarbeitung gemessen am Preis in Ordnung.


Auf der anderen Seite aber sei gesagt: Für Silent-Systeme ist die Ryujin 360 nichts. Die Pumpe gibt im Betrieb ein durchaus hörbares Surren von sich und die Lüfter - auch wenn die Leistung stimmt - sind selbst bei halbierter Drehzahl noch zu laut. Der Nutzen des innovativen OLED-Displays sei dahingestellt - die Verarbeitung ist da wichtiger zu beurteilen. Hochwertigere Fittinge anstelle der Kunststoff-Abdeckungen würden der Ryujin 360 gut zu Gesicht stehen. Weniger intuitiv hat Asus die Steuermöglichkeiten gestaltet. Um die Ryujin komplett zu individualisieren bedarf es zwei Programme, wobei die AI Suite eher träge reagiert und unerfahrene Nutzer überfordert. 

Unterm Strich eignet sich die Ryujin 360 für High-End-User, die das spezielle Etwas für das ohnehin schon sehr kostspielige System nutzen und die Mühen rund um eine noch teurere Selbstbau-Wasserkühlung scheuen. Mit einem Preis von aktuell knapp230,00 Euro (Stand: 03/2019)  ist die Ryujin 360 definitiv kein Schnäppchen.


Inhaltsverzeichnis

  1. ASUS ROG Ryujin 360 im Test
  2. Impressionen
  3. Einbau und Praxistest
  4. Fazit

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