ASUS ROG Ryujin 360 im Test

Grundsätzlich setzt Asus auf das bewährte AiO-Design, das von der Konkurrenz bereits bekannt ist: Der Radiator ist mit 27 Millimeter recht schmal geraten und besteht aus Aluminium. Mit 394 Millimetern muss man im Gehäuse allerdings viel Platz mitbringen - schließlich handelt es sich hier um ein Kühlsystem mit Triple-Radiator, das entsprechend drei 120mm-Lüfter aufnimmt. An sich ist die Verarbeitung okay, aber nicht ganz überzeugend: Vom Radiator ausgehend sind die Schläuche mit Kunststoffkappen versehen, was keine ganz so elegante Lösung darstellt. Gut verarbeitet sind die Schläuche, die mit blickdichtem, schwarzen Sleeve in jedem System optisch unauffällig sind.

Die Kühler-Pumpenkombination ist nach dem eher durchschnittlichen Radiator wesentlich aufregender: Auf der Oberseite ist das prominent platzierte OLED-Display zu sehen, das mit einer Größe von 1,77 daherkommt. Ab Werk ist der Deckel offen - eine beigelegte Kappe, die magnetisch am Kühler haftet, wird nach der Kühlermontage einfach darübergelegt. Da vergleichsweise viel Technik in der Kühler-Pumpenkombination der Ryujin steckt, entscheidet sich Asus für eine aktive Kühlung der dort verbauten Kompoenten: Unter der Platine mitsamt des Display befindet sich im Zwischenraum ein 60mm-Lüfter - natürlich von Noctua. Dieser soll zusätzlich einen weiteren Nutzen haben: Die Hardware rund um dem CPU-Sockel soll bei der Gelegenheit mitgekühlt werden, so der Hersteller. Das lässt das Konstrukt aber auf stolze 70 Millimeter in die Höhe ragen, was deutlich über dem Durchschnitt liegt. Wer aber Platz für einen 360mm-Radiator hat, dürfte sich an den paar Millimetern in der Höhe nicht stören. Natürlich münden hier die beiden vom Radiator ausgehenden Schläuche - genauer gesagt in die rechte Seite des Kühlers - erneut kommt beim Material der Fittinge Kunststoff zum Einsatz. Von dort geht auch aus vielen einzelnen Kabeln bestehende Strang heraus: Angeschlossen werden hier maximal vier 4-Pin-Lüfter, ein Sata-Stromanschluss sowie das Mainboard über einen internen USB-2.0-Konnektor. Für die Pumpe selbst gibt es außerdem noch einen weiteren 4-Pin-Strang zur Verbindung mit dem Mainboard.


Der bisher kurz erwähnte Deckel wird zum Schluss magnetisch an den Kühler angebracht und soll das Kühlsystem insbesondere optisch aufwerten. Der größte Teil ist verspiegelt - bei eingeschaltetem OLED-Display im Betrieb wird genau dieser Teil transparent. Perforierungen an den Flanken sollen dem darunter liegenden 60mm-Lüfter Luft zum atmen verschaffen.
Die Bodenplatte besteht aus Kupfer und ist ab Werk mit einer Portion Wärmeleitpaste ausgestattet. Gehalten wird die Platte von insgesamt acht Torx-Schrauben. Laut Asus unterstützt die Ryujin zwar AMDs Treadripper-CPUs, allerdings wird die Kontaktfläche nicht ganz von der Ryujin 360 abgedeckt. Um AMD-CPUs zu montieren, muss das bereits angebrachte Intel-Kit entfernt werden. Das geht werkzeuglos mit einem kräftig Ruck - genau andersrum lässt sich das AMD-Kit am Kühler anbringen.


Im Lieferumfang befinden sich gleich drei Lüfter aus dem Hause Noctua. Es handelt sich um die NF-F12 IndustrialPPC, die anders als viele andere Rotoren des Herstellers komplett schwarz sind und sich ins restliche Erscheinungsbild des Ryujin 360 nahtlos einfügen. Laut Asus arbeiten die Lüfter im Drehzahlbereich von 400 bis 2.000 Umdrehungen pro Minute.

Inhaltsverzeichnis

  1. ASUS ROG Ryujin 360 im Test
  2. Impressionen
  3. Einbau und Praxistest
  4. Fazit

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