ASUS ROG Ryujin 360 im Test

Wasserkühlungen sind aus aktuellen High-End-PCs kaum noch wegzudenken. Wer sich optisch und leistungsmäßig mit wenig Aufwand was Ordentliches in Sachen Kühlleistung ins System bauen will, setzt oftmals auf eine Kompaktwasserkühlung. Mit der Ryujin 360 führt Asus ein zumindest auf dem Papier potentes Modell, das im Hochpreissegment für Enthusiasten die optimale Grundlage sein will. Wir klären im Test, ob die rund 240 Euro gut angelegt sind.


Inzwischen sind Kompaktwasserkühlungen präsent und etabliert. Immerhin sind seit den ersten, für Endkunden verfügbaren Modellen, mehr als 10 Jahre vergangen. In dieser Zeit haben sich immer mehr Hersteller in dieses Produktsegment gewagt. Einer der letzten, neuen Unternehmen dürfte Asus sein. Die Ryujin mit 360mm-Radiator wurde erstmals im Rahmen der Computex (Taiwan) im Juni letztes Jahr gezeigt, ist inzwischen aber flächendeckend zum recht hohen Preis verfügbar. Knapp 240 Euro (Stand: 04/2019) müssen interessierte Käufer für die Edel-AiO auf den Tisch legen. Bieten will Asus dafür mehr als die versammelte Konkurrenz: Ein OLED-Panel für die Optik, Noctua-Lüfter für die Leistung und ein stark angepasstes Design - auch für die Optik - sollen einige Argumente für die Ryujin 360 sein. Im Test klären wir, was der ambitionierte Nutzer für das Geld bekommt und ob sich die Zusammenarbeit mit Noctua gelohnt hat.

Technische Daten und Lieferumfang

Asus legt viel Wert auf die Produktpräsentation - die Ryujin 360 soll hier keine Ausnahme werden. Die Verpackung ist an sich aufwendig gestaltet und die Kartondicke großzügig bemessen. Produktabbildungen sowie Features zieren die Kartonage. Die Verpackung lässt sich einfach aufklappen. Der Nutzer erblickt die Kompaktwasserkühlung selbst, das Zubehör, die drei Lüfter und die obligatorischen Papierchen gut geschützt dank eines Einlegers aus Pappe.


An sich handelt es sich bei der Ryujn 360 um ein von Asus angepasstes Design von Asetek. Dementsprechend geht es beim Aufbau ganz klassisch zu: Der Radiator besteht grundsätzlich aus Aluminium, die Bodenplatte hingegen aus Kupfer. Unterstützt werden fast alle aktuellen Sockel einschließlich der HEDT-Plattformen von Intel (LGA2066) und AMDs TR4. Wie bei vielen anderen Modellen der Konkurrenz bewirbt Asus die Ryujin als wartungsfreies Kühlsystem, sodass ein Öffnen zur Erweiterung des Kreislaufs nicht vorgesehen ist. Als erstes Highlight ist zweifelsohne das bei einer Kompaktwasserkühlung bislang einzigartige OLED-Panel mit 1,77 Zoll zu erwähnen, das diverse Infos oder auch Logos anzeigen kann. Nicht der Kühler an sich, sondern die beigelegten Lüfter sind das zweite Highlight: Asus hat sich mit Österreichern von Noctua zusammengetan - beatmet wird der Radiator daher von hochwertigen Fans der bekannten Kühlerschmiede. Konkret kommen drei 120mm-Lüfter vom Typ NF-F12 IndustrialPPC zum Einsatz (Drehzahlbereich 400 bis 2.000 Umdrehungen pro Minute).


Technische Spezifikationen
Hersteller:ASUS ROG
Modell:Ryujin 360
Material Bodenplatte:
Kupfer
Material Radiator:
Aluminium
Radiatorgröße:3x 120mm (360mm)
Lüftermodell:3x Noctua Industrial PPC-2000 PWM - 4Pin
Lüfterdrehzahl:450 bis 2.000 U/min
Software:
AI Suite / Live Dash
Unterstützte Sockel:
Intel: LGA 1151, 1150, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-3, 2066
AMD: AM2, AM3, AM4, FM1, FM2, TR4
Besonderheiten:1,77" OLED-Display, AURA-Sync-Support, RGB-LEDs
Preis:ca. 225,00 Euro (Stand: 04/2019

Neben dem Radiator samt Kühler-Pumpeneinheit, den drei Noctua-Lüftern und der Abdeckkappe für den Kühlblock findet der Nutzer im Karton noch das Montagematerial für diverse Sockel und eine Anleitung. Zusätzliche Kabel gibt es nicht - sie sind alle fest mit dem Kühler verbunden.





Inhaltsverzeichnis

  1. ASUS ROG Ryujin 360 im Test
  2. Impressionen
  3. Einbau und Praxistest
  4. Fazit

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