KFA2 Geforce RTX 2070 EX im Test

Nvidia hat nicht nur den Namen der neuesten GPU-Generation geändert, sondern auch mehrere neue Features implementiert. Nachfolgend schauen wir uns diese mal an.

Raytracing

Diese Funktion hat mit Abstand das meiste Aufsehen erregt und ist mitunter Namensgeber der RTX-Generation. Raytracing selbst gibt es schon länger und hat sich im Bereich Film- und Video bewährt. In Echtzeit Raytracing zu berechnen, erfordert allerdings immense Rechenleistung, die bisher keine normale Grafikkarte liefern konnte. Um solche Anforderungen zu bewältigen, hat Nvidia eigene RT-Kerne entwickelt, die sich dieser Aufgabe annehmen. Gemeinsam mit Tensor-Einheiten für die KI-Berechnung erlauben die RTX-Modelle eine realistischere Darstellung von Reflexionen und Schatten.

Vergleicht man Raytracing mit der Rasterisierung (konventionelles Renderverfahren), so erkennt man schnell die direkten Vorteile. Da bei der Rasterisierung nur das direkt angezeigte Bild gerendert wird, fallen beispielsweise indirekte Lichtquellen weg. Raytracing rendert Lichtquellen auch außerhalb des Point of View des Spielers, so lässt sich eine durchaus realistische Darstellung von Schatten und Reflexionen erreichen. Namensgeber ist übrigens genau dieses Prinzip der Strahlenverfolgung (engl. "Raytracing").


Ansel RTX

Hierzu wird die hauseigene Software GeForce Experience benötigt, wobei man zusätzlich noch einen GeForce-Account anlegen muss. Mit Hilfe von Ansel lassen sich Screenshots mit RTX-Unterstützung aufnehmen. Über ein eigenes Interface im Spiel hat man noch zusätzliche Möglichkeiten, wie beispielsweise die Anwendung von Filtern oder Momente aufzunehmen, dessen Bildauflösung mit Hilfe einer KI verbessert wird.

DLSS

Mit Hilfe von Deep Learning Super Sampling soll eine besondere Form der Kantenglättung erreicht werden. Die Funktion ist noch exklusiv den RTX-Modellen vorbehalten. Nvidia selbst nutzt seine eigene Cloud-Hardware auf Basis des Supercomputers Saturn-V, um vorab ein neuronales Netz mit extrem hochauflösenden und beinahe perfekt geglätteten Bildern zu trainieren. So wird das Deep-Learning-Netzwerk quasi in der Cloud ausgebaut. Die genutzte RTX-Grafikkarte kann dann mithilfe ihrer Tensor-Kerne Berechnungen aus der Cloud auf die Spielegrafik anwenden.

GPU Boost 4.0

Diese Funktion sollte eher etwas für Enthusiasten und Overclocking-Experten sein. Während bei dem früherem GPU Boost 3.0 die Algorithmen für den GPU-Boost versteckt und nicht zugänglich sind, kann der Nutzer bei GPU Boost 4.0 diese manuell einstellen. Normalerweise regelt der GPU Boost Algorithmus den Taktwert basierend auf einer Reihe von Faktoren, wobei er auch Drehzahlen und Spannungen im Millisekundentakt einstellt.



Inhaltsverzeichnis

  1. KFA2 RTX 2070 EX im Test
  2. Lieferumfang, Testsystem
  3. Die Karte im Detail, technische Informationen
  4. Neue Features der Turing-Generation
  5. Benchmark
  6. Battlefield 5, weitere Games
  7. Software, 1-Click-OC
  8. Temperaturen und Lautstärke
  9. Fazit

Anzeige