KFA2 Geforce RTX 2070 EX im Test

Fangen wir beim Äußeren an, also beim Design. KFA2 hat hier nicht allzu viel riskiert, daher ist die Karte relativ unspektakulär. Die Backplate aus Aluminium ist mattschwarz, wird von weißen Akzenten geziert und besitzt viele Löcher. Letzteres hilft, die Wärme besser abzuleiten. Einen wirkliche Funktion hat die Backplate allerdings kaum, da sie eher der Optik dient. Seitlich sieht man den massiven Kühler herausstechen, darunter die mattschwarze Kühlerabdeckung aus Kunststoff. Ebenfalls auf der Seite findet man einen illuminierten "What's your Game"-Schriftzug, direkt daneben "GEFORCE RTX". 
Auf der matten Kunststoffabdeckung sind dezente Metallblenden platziert, die dem Kühler eine gewisse Wertigkeit verleihen. Die 97-mm-Lüfter mit jeweils 9 Rotorblättern sind in die 100-mm-Öffnungen eingesetzt. Sie sind milchig-transparent und RGB-beleuchtet, was natürlich immer eine Bereicherung ist. Wer keine Beleuchtung braucht, schaltet selbige einfach aus. Die gesamte Länge der Karte beläuft sich auf ca. 285 mm. Die Tiefe beträgt 120 mm und die Dicke 47 mm, wobei zu Letzterem noch die 5 mm der Backplate hinzukommen. Auf dem Papier nimmt die Karte 2,5 Slots in Anspruch, in der Praxis sind es dann aber doch eher drei.
Bei den Videoausgängen ist die Karte eher rudimentär bestückt. Lediglich zwei Mal DisplayPort 1.4 und einmal HDMI 2.0 sind als Anschlussmöglichkeiten vorhanden. In früheren Versionen war die EX-Version noch mit 3x DisplayPort, einmal HDMI 2.0 und zusätzlich Virtual Link ausgestattet. In der aktuellsten Charge, zu der unser Testmuster gehört, wurde die Ausstattung merklich reduziert. Das finden wir schade - besonders der USB-C-VR-Anschluss ist eine sinnvolle und vielversprechende Option für die Zukunft.

Kommen wir zum Innenleben der Karte, hierfür schrauben wir sie auch direkt auf. Jedoch muss bei manchen Herstellern Vorsicht geboten sein, da dadurch die Gewährleistung verloren geht.

Nachdem man insgesamt sechs Schrauben oberhalb des PCBs gelöst hat, lässt sich der üppige Kühler abnehmen. Anschließend noch die Kabel von den Lüftern und der Beleuchtung abstecken und der Grafikchip kommt in voller Größe zum Vorschein. Die große Kühlfläche aus Kupfer leitet gemeinsam mit fünf vernickelten Kupfer-Heatpipes für die Abwärme der GPU weg. Vier der Heatpipes wandern in die zweite Partition des Kühlers und geben die Wärme an die vertikal ausgerichteten Alu-Finnen weiter.
Zusätzlich sieht man auch die Wärmeleitpads, die auf dem Rahmen um die Kupferfläche und auf der rechten Seite aufgeklebt sind. Durch diese werden die MOSFETs und der GPU-Speicher mitgekühlt. Die Kühlerkonstruktion wird von zwei Streben längsseitig zusätzlich stabilisiert. An ihnen ist auch die Kühlerabdeckung inklusiver Lüfter angeschraubt. Die Backplate wird von 14 Schrauben gehalten und verursacht dank ihrer vielen Löcher kein Wärmestau. Es wäre schön zu sehen, wenn die Backplate zusätzlich die Rückseite des PCB kühlen würde, aber das ist kein absolutes Muss.
Auf dem PCB selbst findet sich natürlich prominent der TU106-Grafikchip. Drumherum liegen die GDDR6 Speichereinheiten mit einer Größe von jeweils einem Gigabyte. Die Speicherchips sind von Samsung gefertigt und besitzen eine Speicheranbindung von insgesamt 256 Bit (32 Bit je Chip). Auf der rechten Seite finden sich insgesamt 24 MOSFETs von MagnaChip, die sich um die Spannungsversorgung kümmern. Gesteuert werden sie vom8-phasigem PWM-Controller uP9512R.

An manchen Stellen erkennt man gut, wo KFA2 Kosten gespart hat. Auf der Rückseite findet sich ein RGB-Header, damit wäre bspw. eine beleuchtete Backplate möglich gewesen. Außerdem ist ein zweites BIOS mitsamt DIP-Schalter vorgesehen, in diesem Fall wurde es aber außen vorgelassen. Ansonsten fehlt es dem PCB allerdings an nichts.

Nachfolgend nochmal alle wichtigen technischen Spezifikationen der KFA2 RTX 2070 EX im Vergleich mit Nvidias Founders Edition aufgelistet:

SpezifikationenKFA2 RTX 2070 EX
GeForce RTX 2070 FE
Chip (Architektur)
Turing (TU106)
Turing (TU106)
CUDA Kerne
23042304
Tensor Einheiten
288288
RT Kerne (Ray-Tracing)
3636
Textureinheiten144144
Base Clock
1410 MHz
1410 MHz
GPU Boost
1620 MHz
1710 MHz
OC1-Click-OC (über Software) 1665 MHz
Werksseitig übertaktet
Grafikspeicher8GB GDDR6
8GB GDDR6
Speicherbus
256-bit256-bit
Speicher-Bandbreite448 GB/s
448 GB/s
ROPs (Raster Operation Processor)
6464
L2 Cache
4MB4MB
TDP
185 Watt
185 Watt
SchnittstellePCIe 3.0 x16
PCIe 3.0 x16
Transistoren
10,8 Milliarden
10,8 Milliarden
SLI-FähigNeinNein
Besonderheiten
Ray-Tracing, DLSS, Ansel RTX, GPU Boost 4.0
Ray-Tracing, DLSS, Ansel RTX, GPU Boost 4.0
Anschlüsse(Aktuelle Version) 2x DisplayPort, 1x HDMI 2.0 
3x DisplayPort 1.4, 1x HDMI 2.0, 1x USB Type-C Virtual Link

Inhaltsverzeichnis

  1. KFA2 RTX 2070 EX im Test
  2. Lieferumfang, Testsystem
  3. Die Karte im Detail, technische Informationen
  4. Neue Features der Turing-Generation
  5. Benchmark
  6. Battlefield 5, weitere Games
  7. Software, 1-Click-OC
  8. Temperaturen und Lautstärke
  9. Fazit

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