MSI GTX 1650 Aero ITX OC im Test

Mit den RTX-Grafikkarten zeigte sich die Turing-Architektur in ihrer schnönsten Form: Extrem kraftvoll und mit hoher Gaming-Performance. Mit der GTX 1650 geht es nun ins andere extrem: Deutlich beschnitten, dafür aber mit einer höheren Effizienz. Anhand der MSI GTX 1650 Aero ITX OC schauen wir genauer nach, ob da nicht zu viel von der Leistung auf der Strecke bleibt.


Die Nvidia GTX 1650 ist seit neuestem die günstigste und auch sparsamste Grafikkarte, welche einen Chip der aktuellen Turing-Architektur beherbergt. Sie kostet derzeit rund 170 Euro oder im Falle unseres Testmodells, der MSI GTX 1650 Aero ITX OC, rund 160 Euro (Stand 05/2019). Technisch und auch preislich muss Sie sich daher nicht unbedingt mit den teureren Turing-GPUs messen, die nach Modell mehr als Tausend Euro kosten. Stattdessen lohnt sich ein Vergleich mit der Mittelklasse, in der auch AMD traditionell stark ist. Speziell die RX 570 ist hier ein ernster Mitstreiter, so viel können wir vorab verraten. Letztendlich wird sich aber anhand mehrerer Kriterien wie Leistung, Effizienz und natürlich auch dem Preis entschieden, ob die GTX 1650 eine Empfehlung wert ist. Mehr dazu werden wir in den nächsten Seiten herausfinden.

Mit der MSI GTX 1650 Aero ITX OC haben wir uns ein sehr leichtes und kompaktes Modell in die Redaktion geholt. Durch den Mini-ITX-Formfaktor bringt es die Karte auf nur 170mm x 111mm x 38mm und ein Gewicht von 375 Gramm. Sicherlich zu den wichtigsten Merkmalen der GTX 1650 gehört der Verzicht auf einen zusätzlichen Stromanschluss, was auch zum Image der bisher günstigsten GTX 1600er-Karte gehört. Entsprechend liegt der Verbrauch auch nur bei maximal 75 Watt. Für ein bisschen Overclocking hat es aber dennoch gereicht, wie der Name bereits verrät. MSI hat den Boost-Takt von 1685 auf 1740 Mhz angehoben, wobei die GPU in den Benchmarks mit leicht über 1900 Mhz sogar noch deutlich höher takten konnte - gar nicht mal so schlecht für eine Karte dieses Kalibers. Der Takt des 4GB großen GDDR5-Speichers bleibt hingegen mit 8 Gb/s beim Referenzwert.


Beim Design erwartet uns die Standardkost einer ITX-geeigneten Karte. Das bedeutet ein sehr kompakter Kühlkörper, in diesem Fall aus Aluminium, zusammen mit einem Lüfter bei einer Gesamthöhe von zwei Slots. Eine Backplate gibt es nicht, was auch wenig überrascht.


An Anschlüssen gibt es je einmal HDMI, DisplayPort und DVI, was sich mehr oder weniger als Standard in der GTX 1600-Serie etabliert hat. Die drei Ports sind allesamt in der unteren Slotreihe angeordnet, oben dienen mehrere große Aussparungen dem besseren Luftdurchfluss.


Inhaltsverzeichnis

  1. MSI GTX 1650 Aero ITX OC im Test
  2. Testmethoden
  3. Benchmark: 3DMark
  4. Benchmark: Gaming
  5. Stromaufnahme, Temperatur und Lautstärke
  6. Fazit

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