Powercolor Radeon R9 290X OC Grafikkarte im Test

Da die Powercolor Radeon R9 290X OC der Referenz entspricht, kommt der Standard-Kühler zum Einsatz, der mit einem 70 Millimeter großen Radial-Lüfter  ausgestattet ist. Letzterer drückt die Frischluft durch einen flachen Finnenblock und die Slot-Blende aus dem Gehäuse heraus. Die Alu-Lamellen sitzen auf einer sogenannten Vapor-Chamber, welche wiederum mittig auf der Hawaii-GPU platziert ist. Zudem stattet AMD den Referenz-Kühler mit einer Metallplatte aus, um die Hitze der Spannungswandler und der VRAM-Chips abzuführen. In der Praxis führt dies aber dazu, dass die Abwärme der MOSFETs an die GDDR5-Bausteine weitergeleitet wird. Die einfache Kunststoff-Abdeckung lässt die R9 290X relativ billig wirken. Nvidia zeigt mit dem aktuellen Referenz-Kühler der Oberklasse-Modelle, dass auch hochwertige Lösungen möglich sind.

Nachdem die zahlreichen Schrauben und letztlich auch der Kühler selbst vom PCB getrennt wurden, zeigen sich die Komponenten auf der Platine. An gewohnter Stelle ist die GPU platziert, die gegenüber der R9 280X deutlich größer ausfällt und nun nicht mehr um 45 Grad gedreht im Housing sitzt. Um den Grafik-Chip sind die 16 GDDR5-Bausteine aufgelötet, die von Hynix stammen, die Bezeichnung " H5GQ2H24AFR-R0C" tragen und daher mit 3.000 Megahertz bei 1,5 Volt spezifiziert sind. Die Anbindung erfolgt über ein 512 Bit breites Interface.

AMD versieht das Top-Modell mit einer 5+1-Phasen-Spannungsversorgung: Fünf davon stehen der GPU zur Verfügung und lediglich eine dem Video-Speicher. Die Steuerung übernimmt ein Controller von International Rectifier mit der Bezeichnung "IR3567B". Die Spulen und MOSFETs entsprechen dem Standard.

Neben den 75 Watt vom PCI-Express-Slot darf sich die Grafikkarte Strom über je einen 6- und 8-Pin-Anschluss genehmigen. Daraus resultiert eine maximal mögliche Leistungsaufnahme von 300 Watt.

Trotz fehlender Cossfire-Schnittstellen unterstützt die Radeon R9 290X den Verbund von bis zu vier Modellen. Die bisher üblichen Verbindungsbrücken werden jedoch unnötig. Die Kommunikation zwischen den einzelnen VGAs erfolgt über die entsprechenden PCIe-x16-Slots. Eine Besonderheit weist die Radeon R9 290X in der Referenz dennoch auf: AMD versieht das PCB mit einem Schalter, mit dem zwischen dem Quiet- und UBER-BIOS geswitcht werden kann. Leider unterscheiden sich die erreichten Ergebnisse zwischen den beiden Einstellungsvarianten nur marginal. In unserem Crysis-Warhead-Benchmark erzielten wir mit maximalen Details, achtfachem Anti-Aliasing und in 1080p statt 80,84 lediglich 80,91 Frames pro Sekunde. Weitere Tests bestätigen diesen geringen Leistungsanstieg. Im Prinzip ändert sich beim UBER-Mode einfach die maximale Lüfterdrehzahl von 40 auf 55 Prozent, wodurch der Boost-Takt längere Zeit aufrecht erhalten werden soll.

An der Slot-Blende finden sich zwei DVI-Schnittstellen und jeweils einen HDMI- sowie DisplayPort.


Inhaltsverzeichnis

  1. Powercolor Radeon R9 290X OC Grafikkarte im Test
  2. Spezifikationen & Lieferumfang
  3. Die Karte im Überblick
  4. So testet PC-Max
  5. 3D Mark 11
  6. Unigine Heaven 3.0
  7. Crysis Warhead & Crysis 2
  8. Metro 2033
  9. Lost Planet 2
  10. DiRT 3
  11. The Elder Scrolls V: Skyrim
  12. Battlefield 3
  13. Luxmark v2.0
  14. Physikalische Messungen
  15. Overclocking
  16. Fazit

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