Powercolor Radeon R9 290X OC Grafikkarte im Test

Die Radeon R9 290X ist nach AMDs Vorgabe laut, heiß und enorm stromhungrig! Daran kann auch Powercolor nichts ändern, denn der Board-Partner muss - wie viele andere Hersteller - vorerst auf den Referenz-Kühler setzen. Dennoch stellt die Grafikkarte auf Basis der Hawaii-GPU durch das Ausreizen der Temperatur- und Lautstärke-Limits eine enorme Performance bereit. Powercolor erhöht zudem den Takt des Grafik-Chips ab Werk und bietet derzeit eine der schnellsten Radeon-R9-290X-Modelle an. Je nach Spiel und Setting wird die Geforce GTX 780 oder gar die GTX Titan übertrumpft. Die beiden Geforce-Kontrahenten sind aber klar sparsamer und leiser. Außerdem kostet die GTX 780 selbst in aufwändigen Custom-Designs weitaus weniger als die R9 290X.

Für die Powercolor R9 290X sprechen vor allem die Performance in Spielen und die (wenn auch geringfügige) Übertaktung ab Werk. Doch gerade die GPU-Compute-Leistung kann AMD durch die aufgebohrte Architektur weiter erhöhen, wodurch sich die vorliegende Grafikkarte in dieser Disziplin bis zu 30 Prozent vor einer R9 280X liegt. Hinzukommen die TrueAudio-Technologie und der Mantle-Support. die Letztgenannte Technik soll beispielsweise bei Battlefield 4 für eine weitere Steigerung der Performance sorgen. Auch die DircetX-11.2-Unterstützung unter Windows 8.1 ist als positiver Punkt aufzuführen. Als interessanter Kaufanreiz gilt das Never-Settle-Paket, was derzeit zahlreiche AAA-Spiele enthält.

Gegen die R9 290X OC von Powercolor spricht ganz klar der wenig hochwertig wirkende Referenz-Kühler. Selbiger sorgt unter Last zudem für hohe Temperaturen samt entsprechender Geräuschentwicklung. Dadurch wird auch das weitere Overclocking-Potenzial stark eingeschränkt. Die von AMD vorgegebene PowerTune-Temperatur-Grenze von 94 Grad Celsius führt nicht nur dazu, dass sich der PC im Inneren durch die abstrahlende Hitze unnötig erwärmt, auch die Umgebungsluft erreicht schnell hohe Werte. Gerade im Sommer dürft die Performance der R9 290X mit Referenz-Kühler noch einmal geringer ausfallen. Negativ ist auch der Stromverbrauch aufzuführen, der weit über den Konkurrenz-Modellen von Nvidia liegt.

Obwohl AMD eine überaus leistungsfähige Grafikkarte vorstellen konnte, raten wir interessierten Käufern, auf die Custom-Versionen der diversen Board-Partner zu warten. Performantere Kühler sollten nicht nur die Temperaturen senken und die Lautstärke angenehmer gestalten, auch die Performance sollte selbst ohne werkseitiges Overclocking konstanter und höher ausfallen. Derzeit ist die GTX 780 aufgrund des attraktiveren Preises zu bevorzugen, da die Radeon R9 290X im Schnitt 450 bis 500 Euro kostet. Das Modell von Powercolor schlägt sogar mit 575 respektive 495 Euro (Stand 12/2013) zu Buche.

Alternative Grafikkarten in Form der schwächeren R9 290, der Geforce GTX 780 respektive der Ti-Version oder der Geforce Titan sind bei Amazon erhältlich.


Inhaltsverzeichnis

  1. Powercolor Radeon R9 290X OC Grafikkarte im Test
  2. Spezifikationen & Lieferumfang
  3. Die Karte im Überblick
  4. So testet PC-Max
  5. 3D Mark 11
  6. Unigine Heaven 3.0
  7. Crysis Warhead & Crysis 2
  8. Metro 2033
  9. Lost Planet 2
  10. DiRT 3
  11. The Elder Scrolls V: Skyrim
  12. Battlefield 3
  13. Luxmark v2.0
  14. Physikalische Messungen
  15. Overclocking
  16. Fazit

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