Fractal Design Define XL R2 & NZXT H630

Das Define XL R2 erinnert vom Innenraumaufbau frappierend an den Midi-Tower-Bruder in Form des Define R4. So gesehen wirft Fractal Design das mit dem Vorgänger eingeführte sowie von vielen Nutzern beliebte Zwei-Kammer-Design über Bord und vertraut auf den klassischen Aufbau ohne Zwischenboden. Dadurch können nicht nur Radiatoren an der Front ohne weiteres verbaut, sondern die Flexibilität laut Hersteller verbessert werden. Das Verkabeln geht noch leichter vonstatten und der Airflow wird nicht behindert.  

Nichtdestotrotz bietet das Define XL R2 genügend Möglichkeiten, um leistungsstarke Hardware einzubauen. So finden nicht nur übergroße Hauptplatinen neben maximal acht Datenträgern im 2,5- oder 3,5-Zoll-Format Platz, sondern außerdem noch vier 5,25-Zoll-Geräte. Ein performantes Multi-GPU-Setup schluckt Fractals Big-Tower daher ohne Probleme. Lüfterplätze mit Support von 140-Millimeter-Ablegern an Front, Deckel, Boden und Heck bieten genügend Belüftungsoptionen. Außerdem lassen sich beide Festplattenkäfige entfernen oder der Obere drehen, um den Airflow positiv zu beeinflussen. Der Stromspender wird, wie zuvor erwähnt, auf den Boden platziert und mittels zweier aufgeklebter Gummiauflagen entkoppelt. Erwähnenswert sind schließlich das Dämmmaterial an den beiden Seitenteilen sowie die mit entsprechenden Material ausgefüllten Lüfterplätze am Deckel sowie dem linken Seitenteil, die die Geräuschentwicklung gering halten sollen.

NZXTs H630 wirkt auf den ersten Blick geräumiger, was beim unkomplizierteren Ausbau der drei HDD-Cages besonders deutlich wird, da an der Vorderseite sogar ein 360er-Radiator verbaubar ist. Ein weiterer Wärmetauscher im gleichen Format lässt sich auch am Deckel unterbringen, während das Heck oder der Boden zusätzlichen Raum für einen 140er- respektive 240er-Radiator bieten. Für Wasserkühlungs-Setups bietet das H630 so gesehen deutlich mehr Freiraum. Falls die Nutzung der HDD-Cages aufgrund einer hohen Anzahl an Datenträgern vorgesehen ist, dann besteht kein Grund zur Sorge wegen einem womöglich schlechten Airflow: NZXT dachte mit und stattet die entsprechenden Gehäuse-Bauteile mit Lüfterhaltevorrichtungen aus, die auch noch das Neigen selbiger ermöglichen. Wie am Heck, kann der Besitzer so den Airflow gezielt steuern.

Was das Platzangebot angeht sind dank des E-ATX-Supports, neun Slotplätzen sowie acht Festplattenträgern genügend Möglichkeiten gegeben, um ein performantes High-End-Setup mit adäquatem Kühlsystem unterzubringen. Allerdings fasst das H630 lediglich zwei 5,25-Zoll-Geräte, was für die meisten Nutzer jedoch mehr als ausreichend ist. Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle der Support von zwei 2,5-Zoll-Datenträgern hinter dem Mainboardtray, falls eine Nutzung der Festplattenkäfige nicht vorgesehen ist. Schließlich ist die Netzteilmontage zu erwähnen, die unkompliziert mithilfe massiver und mit Gummiauflagen ausgestatteten Flächen erfolgt.


Inhaltsverzeichnis

  1. Fractal Design Define XL R2 & NZXT H630
  2. Ausstattung und Spezifikationen
  3. Erscheinungsbild
  4. Innenaufbau
  5. Einbau der Hardware
  6. So testet PC-Max
  7. Messungen und Eindrücke
  8. Fazit

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