Phanteks Enthoo Pro Gehäuse im Test

Phanteks landet mit dem Enthoo Pro im sogenannten Sweet-Spot einen Volltreffer und platziert ein Gehäuse der Referenzklasse im hart umkämpften 100-Euro-Segment. Mit Sicherheit dürfte das Case das Interesse vieler Nutzer wecken, die gerade für diesen Preis ein rundum gelungenes Produkt suchen. Immerhin wird der Käufer des Enthoo Pro wohl kein Feature vermissen: Ein ausgeklügeltes Montagesystem für Hardware, ein gelungenes Design sowie viel Freiraum für Modifikationen zum sagenhaften Preis von gerade einmal 100 Euro sind eine Kampfansage an die Konkurrenz, die seit Jahren in diesem Preisbereich um die Gunst der Nutzer buhlt. Der noch junge Quereinsteiger könnte den Platzhirschen den Rang ablaufen und mit den neuen gezeigten Cases im Rahmen der vergangenen Computex in diesem Jahr hat der Hersteller so einige heiße Eisen im Feuer.

Für das Enthoo Pro sind sehr viele Punkte positiv hervorzuheben. Angefangen beim edlen, schlichten und zugleich zeitlosen Design über das Featureset, mit dem Nutzer einer Luft- oder Wasserkühlung gleichermaßen gut fahren. So bietet das Case Montagevorrichtungen für Radiatoren, Pumpen und Ausgleichsbehälter, an deren Stelle alternativ auch Lüfter verbaut werden können, um die Kühlleistung zu steigern. Die Modularität ist ebenfalls positiv anzumerken: Das Gehäuse lässt sich mit dem Schraubenzieher fast in die Bestandteile zerlegen. Das Leben erleichtert haben außerdem die werkzeuglosen Montagesysteme für Datenträger und Laufwerke, während der PWM-Splitter eine gelungene Regelung der Lüfter mithilfe eines einzelnen Kabels darstellt. Aus optischer Seite überzeugen die Abdeckungen für das Netzteil und die Datenträger - der Blick wird somit auf die Kernhardware gelenkt. Großgeschrieben sind außerdem Kabelmanagement sowie Staubfilter, die das Enthoo Pro zu einem rundum durchdachten Gehäuse machen.

Gegen das Enthoo Pro sprechen bis auf die werksseitige Lüfterbestückung einige vom Nutzer eigentlich leicht verschmerzbare Punkte. Die Kühlleistung ist wie auch die Lautstärke eher durchschnittlich. Außerdem fiel die Lackierung an manchen Stellen negativ auf: Unfertige Stellen, die sich jedoch an kaum sichtbaren Orten im Gehäusen befinden trübten mit der relativ geringen Materialstärke der Seitenteile den fast makellosen Eindruck.

Alles in allem hat Phanteks erneut ein Gehäuse der Referenzklasse auf den Markt gebracht. Zum Preis von knapp 100 Euro (Stand 07/2014) erhält der Käufer ein Produkt, das locker mit Modellen der Oberklasse mithalten kann. Vermissen tut man so gut wie kein Feature, weshalb wir hier an dieser Stelle unsere Empfehlung aussprechen.

Bei Amazon ist das Enthoo Pro sowie der große Bruder in Form des Enthoo Primo gelistet.


Inhaltsverzeichnis

  1. Phanteks Enthoo Pro Gehäuse im Test
  2. Ausstattung und Spezifikationen
  3. Erscheinungsbild
  4. Innenaufbau
  5. Einbau der Hardware
  6. So testet PC-Max
  7. Messungen und Eindrücke
  8. Fazit

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