Phanteks Enthoo Pro Gehäuse im Test

In weiten Teilen ähnelt der Innenaufbau des "kleinen" Enthoo Pro dem des Enthoo Primo. Grund dafür sind die charakteristischen Abdeckungen für das Netzteil und die Datenträger. So gesehen setzt sich das Case aus dem Hause Phanteks hinsichtlich des Interieurs von Produkten der Konkurrenz weitestgehend ab. Kabel können daher gut versteckt werden und die Hardware, die es zu sehen gilt, rückt in den Mittelpunkt: Die Hauptplatine, die höchstes E-ATX-Abmessungen mitbringen sollte, mitsamt der Grafikkarte(n) in den acht vorhandenen Slots sowie ein Prozessorkühler der maximal 193 Millimeter hoch sein darf. So gesehen dürfte jedes erhältliche Modell reinpassen, was so auch für die Pixelbeschleuniger gilt. Selbige können mit verbauten HDD-Case 347 Millimeter messen, wenn die entsprechenden HDD-Schubladen nicht genutzt werden, dann ist sogar Raum für bis zu 47 Zentimeter lange Grafikkarten.

Bei einem Gehäuse dieser Klasse und auch von Phanteks gewohnt ist man natürlich intelligent gelöste Montagesysteme für den Einbau der Hardware: 3,5-Zoll-Datenträger kann man werkzeuglos wie auch die 5,25-Zoll-Geräte montieren. Für Wakü-Komponenten stehen indes spezielle Bohrungen sowie für die Pumpe ein optional erhältlicher Sockel bereit. 

Wer sein schönes Netzteil doch präsentieren möchte, kann die werksseitig angebracht Blende ganz einfach entfernen. Hierzu müssen lediglich drei Schrauben gelöst werden. Ist dies getan, dann wird der Blick auf die Netzteilauflagefläche frei. Entkoppelt wird der Stromspender hierbei zwar am Boden, auf die Anbringung von Entkopplern an der Rückwand verzichtet Phanteks.

Wie eingangs erwähnt, optimierte Phanteks das Enthoo Pro für die Nutzung von umfangreichen Wakü-Konfigurationen. So können im Deckel 360- respektive 420er-Wärmetauscher mit einer Höhe von bis zu 6,5 Zentimetern verbaut werden. An der Vorderseite sowie am Boden bietet sich der Einbau von 240-Millimeter-Radiatoren an. Bleibt schließlich die Rückseite übrig, die einen Platz für 140-Millimeter-Wärmetauscher bereitstellt. Selbstverständlich können alle genannten Stellen auch mit Lüftern ausgestattet werden, sodass sich das Enthoo Pro auch als potentes Case für luftgekühlte Systeme entpuppt.

Interessant ist auch der Anblick des Bereichs hinter dem Mainboardtray: Der Platz zwischen der Mainboard-Aufnahme und dem rechten Seitenteil fällt üppig aus. Daher können die anfallenden Kabelstränge mithilfe der werksseitig angebrachten Klettverschlüsse kinderleicht sauber verlegt werden. Auffallend ist auch der große CPU-Kühler-Cutout, der SSD-Montageplatz sowie der PWM-Splitter, mit dem bis zu sechs Rotoren mit nur einem Signal temperaturabhängig über das Mainboard gesteuert werden können.


Inhaltsverzeichnis

  1. Phanteks Enthoo Pro Gehäuse im Test
  2. Ausstattung und Spezifikationen
  3. Erscheinungsbild
  4. Innenaufbau
  5. Einbau der Hardware
  6. So testet PC-Max
  7. Messungen und Eindrücke
  8. Fazit

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