Phanteks Enthoo Pro Gehäuse im Test

Schon beim Erstlingswerk Enthoo Primo war klar, dass Phanteks als junges Unternehmen sein Handwerk durch und durch versteht. Das ist natürlich auch beim Enthoo Pro der Fall: design-technisch geht der Hersteller den edlen Weg, verzichtet auf auffällige Formen und Experimente und macht so in unseren Augen vieles richtig. Allein der Anblick des Enthoo Pro vermittelt eine gewisse Wertigkeit, sodass man dem Case keinesfalls ansieht, dass der Preis bei gerade einmal rund 100 Euro liegt. Allerdings hat der vergleichsweise unschlagbare Preis auch seine Schattenseiten: Phanteks kann es aus Kostengründen nicht realisieren, dass die Frontverkleidung beispielsweise aus echtem Aluminium besteht. Herhalten muss an dieser Stelle Kunststoff in Alu-Optik, der jedoch gut verarbeitet ist und keine Schwächen offenbart. 

Der erste Blick lässt vermuten, dass die Front vier Einschübe für 5,25-Zoll-Geräte bietet. Doch der Eindruck täuscht: Insgesamt stehen lediglich drei derer zur Verfügung, denn hinter der obersten Aussparung versteckt sich das Anschluss-Terminal hinter einer Blende. Letzteres stellt je zwei USB-2.0- und -3.0-Ports sowie die Audio-Steckplätze und den Reset-Taster bereit. Die restliche Frontpartie wird von einem großflächigen Mesh-Element eingenommen, das den Air-Intake für den dahinterliegenden 200-Millimeter-Lüfter sicherstellt. 

Der Deckel besteht wie die Front ebenfalls aus Kunststoff, der optisch dank des Alu-Imitats gut mit der Frontverkleidung harmoniert. Eingelassen ist relativ weit vorne und gut sichtbar der Einschaltknopf, die restliche Fläche nimmt eine große Lochblechpartie ein, die wie an der Front für den Luftaustausch zuständig ist.

Die beiden relativ leichten Seitenteile wirken entgegen des robusten Korpus etwas fragil. Noch etwas labiler ist das Window-Sidepanel mit insgesamt zwei Ausschnitten, das einen Blick auf die Komponenten gewährt, während das kleinere Stück Plexiglas das Herstellerlogo zeigt. Immerhin ist letzteres an der Front beispielsweise nicht vorzufinden.

Spätestens beim Anblick der Rückseite wird klar, dass es sich beim Enthoo Pro von Phanteks um einen Midi-Tower stattlichen Ausmaßes handelt. Immerhin misst das Gehäuse 235 x 535 x 550 Millimeter. Die erwähnenswerte Breite von 235 Millimetern wird von einem Platz für Ausgleichsbehälter direkt neben den acht Erweiterungs-Slots untermauert. Ansonsten verfügt die Rückseite über einen Platz für bis zu 140 Millimeter große Lüfter oder entsprechend große Radiatoren sowie auf am Boden den Netzteilschacht. Unter letzterem befindet sich ein Staubfilter, der zur Reinigung simpel herausgezogen werden kann.

Ein Blick auf die Unterseite zeigt, dass nicht nur im Netzteilbereich ein Staubschutz vorhanden ist: Phanteks stattet auch den restlichen Bodenbereich mit einem Filter aus, der zur Reinigung nach vorne herausgezogen werden kann. Generell steht das gesamte Gehäuse auf sechs Kunststofffüßen. Geschützt werden selbige jeweils von einer Gummiauflage, die zur Entkopplung und Rutschfestigkeit gleichermaßen beitragen.


Inhaltsverzeichnis

  1. Phanteks Enthoo Pro Gehäuse im Test
  2. Ausstattung und Spezifikationen
  3. Erscheinungsbild
  4. Innenaufbau
  5. Einbau der Hardware
  6. So testet PC-Max
  7. Messungen und Eindrücke
  8. Fazit

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