Fractal Design Define S2 im Test

Gehäuse gibt es viele, doch wer in der gehobenen Preisklasse auf eine robuste Verarbeitung setzt, wird sicherlich Modelle des Herstellers Fractal Design in vielen Empfehlungen antreffen. Das neue Define S2 des skandinavischen Unternehmens wird künftig auch seine Befürworter finden. Warum und was der Nachfolger des inzwischen drei Jahre alten Define S alles bietet, klären wir im Test.


Das Gehäuse - wo die Meinungen oft auseinandergehen, wo das Design inzwischen mehr Wert ist als die Verarbeitung - ein klarer Streitpunkt unter den Nutzern. Fractal Design ist ein Hersteller unter vielen, der eben jene Hardware baut und durchaus erfolgreich vertreibt. Einig sind sich Kritiker aber bei Fractal Design in einer Sache: Das Design ist dezent, zeitlos und spricht deshalb eine breite Käuferschicht an. Das neue Define S2 ist da keine Ausnahme: Ganz klassisch ist die Front komplett geschlossen aufgebaut, das wäre aber so die einzige Gemeinsamkeit mit dem inzwischen drei Jahre alten Vorgänger. Fractal Design hat das Define S2 rundum erneuert - die Wakü-Qualitäten wurden ausgebaut, Glas als Seitenmaterial eingesetzt und dem Trend entsprechend gibt es einen Zwischenboden, um das Netzteil mit dem Kabelsalat von der restlichen Hardware zu trennen. Drei 140mm-Lüfter und flexible Montagemöglichkeiten für Hardware sollen das Gehäuse als dezenten, aber wertigen Begleiter für Systeme verschiedenster Art qualifizieren. Wir testen, ob Fractal Design nicht zu viel versprochen hat.

Lieferumfang und Details

Keine Neuerungen gibt es bei der Verpackung: Fractal Design verpackt das Define S2 klassisch in einem einfachen, grauen Karton, auf dem Fotos des Cases sowie die technischen Details aufgeführt sind. Die Transportsicherung ist in Ordnung - wie üblich ist auch dieses Gehäuse im Schutze des Styropor unbeschadet in der Redaktion angekommen.

Das Define S2 ist ein Midi-Tower mit etwas üppigeren Abmessungen von 233 x 465 x 543 (B x H x T) Millimetern. Allein auf die Abmessungen bezogen bringt das Gehäuse allem Anschein nach raumfüllende Hardware unter - und die Mutmaßung bestätigt sich bei der Betrachtung des Datenblatts: Sowohl bei CPU-Kühlern, als auch bei Grafikkarten gibt es mit 18,5, respektive 44 Zentimetern nur ein theoretisches Limit. Hinter dem Mainboardtray gibt es mit 2,3 Zentimetern mehr als ausreichend Platz zur Verlegung der Kabel. Die linke Seite des getesten Define S2 kommt mit einem Glas-Seitenteil - so kommt das Case auf ein Gewicht von etwa 11,6 Kilo. Dämmmatten an sinnvollen Stellen, insgesamt fünf USB-Schnittstellen sowie ein umfangreicher Radiator-Support runden die Feature-Liste ab.

Dem Lieferumfang legt Fractal Design alles Nötige bei um gleich durchzustarten: Eine Anleitung, das obligatorische Schrauben-Set sowie Kabelbinder. Als Extras ist hier die AGB-Halterung in Form von zwei Montage-Klammern zu sehen. Außerdem mit im Zubehör-Päckchen gibts einige Kabelbinder sowie ein Sata-Y-Kabel.

HerstellerFractal Design
ModellDefine S2
Gewicht11,6kg
FormfaktorE-ATX, ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
Datenträgerplätze (werksseitig)3x 2,5" oder 3x 3,5", 2x 2,5"
Lüfter (ab Werk)2x 140mm (Front), 1x140mm (Heck)
max. Radiatorenanzahl (Herstellerangabe)Rückseite: 140mm, Front: 360mm, Deckel: 420mm
Maße233 x 514 x 532 mm (B x H x T)
sonstige FeaturesSchalldämmung, 1x USB 3.1 Gen 2 Typ-C, Fillport (Deckel), Lüftersteuerung über Platine, Vertikalmontage Grafikkarte (optional)
CPU-Kühler (Höhe)maximal 18,5cm
Grafikkarte (Länge)maximal 44,0cm
Aktueller Preis (Stand: 10/2018) 154,99 Euro

Inhaltsverzeichnis

  1. Fractal Design Define S2 im Test
  2. Erscheinungsbild
  3. Innenaufbau
  4. Praxistest
  5. Fazit

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