EVGA DG-87 Gehäuse im Test

Für den Einbau der Hardwarekomponenten können (von rechts aus betrachtet) die Vorderseite und das linke Seitenteil geöffnet werden. Die Türen lassen sich durch das Betätigen eines Push-Buttons von rechts nach links aufschwingen. Nach dem Öffnen lässt sich zumindest das vordere Fensterteil auch komplett entfernen. Ansonsten bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass die meisten Gehäuseteile nicht abnehmbar sind, wobei diese vermutlich aus ästhetischen Gründen von EVGA fest verbaut wurden. Damit will man wohl auch verhindern, dass die Optik im Inneren durch sichtbare Kabelstränge gestört wird.

Der Innenraum bietet sowohl in der Höhe und Breite, als auch in der Tiefe ein umfangreiches Platzangebot, womit die Montage aller gängigen Mainboards von ATX über microATX bis hin zu ITX kein Problem darstellt. Beim Stichwort Kabelmanagement kann das DG-87 wegen seiner Größe seine Stärken ausspielen: Der Hinterraum und die gummierten Kabeldurchgänge bieten ausreichend Platz für eine saubere Verlegung und zusätzlich die Möglichkeit, bestimmte Stränge zusammen zu binden. Auch an der rechten Hinterseite hat EVGA an eine Aussparung gedacht, falls Kabel aus dem Innenraum direkt aus dem Gehäuse herausführen. Einzig störend waren die relativ kurzen Kabel der oberen I/O-Schnittstelle, die unter Umständen etwas Kompromissbereitschaft bei der Kabelverlegung erfordern.

Datenträger wie SSDs werden ausschließlich von der Hinterseite aus verwaltet. Dem Nutzer werden hierfür zwei Käfige mit jeweils drei Slots im 2,5- sowie 3,5-Zoll-Format geboten werden. Hinzu kommen noch sechs weitere Haltevorrichtungen an der Rückseite der Innenwand. Vier davon sind für Datenträger im 2,5-Zoll-Format gedacht, zwei weitere bieten Platz für 3,5-Zoll große Festplatten. Für die Kühlung sind werksseitig insgesamt sechs Lüfter verbaut, die allesamt an der integrierten Steuerung angeschlossen sind. Davon befinden sich drei Lüfter an der Vorderseite, zwei an der Hinterseite und ein weiterer Lüfter an der Oberseite. Eigene Wasserkühlungen bietet EVGA (noch) nicht an. Man hat das DG-87 aber für Kühllösungen anderer Hersteller vorbereitet, sofern der Radiator mit den Abmessungen von 420 oder 360 Millimetern daherkommt.

In unserem Fall war ein Setup auf Z77-Basis mit einem SLI-Verbund von zwei GTX 970 verbaut. In Kombination mit dem edel anmutenden Glas-Element und dem reflektierendem I/O-Panel samt Display bringt das DG-87 die verbaute Hardware gut zur Geltung. Der Einbau der Komponenten ging leicht von der Hand, zeigt aber das auch schnell ein mögliches Kühlproblem bei SLI-Systemen: Zwischen der Grafikkarte und dem Gehäuseende befindet sich innerhalb Gehäuserückseite rund 15 Zentimeter freier Raum, was den Abtransport der Wärme über die hinteren Lüfter deutlich verlangsamt.


Inhaltsverzeichnis

  1. EVGA DG-87 Gehäuse im Test
  2. Design und Verarbeitung
  3. Innenraum und Installation
  4. Kühlung und Lautstärke
  5. Fazit

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