Corsair Graphite 760T Gehäuse im Test

Mit dem Neuzugang der Graphite-Serie in Form des 760T macht Corsair unserer Meinung nach vieles Richtig: Das Gehäuse ist eine gelungene Erweiterung der populären Baureihe, kann design-technisch an den Vorgänger anknüpfen und zeigt mit den Seitenteilen ein Highlight. Das neue Graphite 760T wirkt erwachsener, edler und damit auch cleaner, kommt mit geradlinigen Formen daher. Damit spricht Corsair sicherlich noch mehr Nutzer an, als mit dem Vorgängermodell. Das 760T und etwas abgespecktere 730T setzen die Serie gekonnt fort. Eine umfangreiche Ausstattung, viel Freiraum, einzigartige Features wie die Acrylglas-Seitenteile mit Scharnier-Mechanismus sind Eckpfeiler für ein gelungenes Case, das mit Sicherheit ein Kassenschlager werden kann.

Für das Graphite 760T spricht allemal vor allem das Design und die Umsetzung der Seitenteile: Trotz Einsatz von Acrylglas, ist eine gute Gesamtstabilität des Gehäuses gegeben. Ebenfalls positiv anzumerken ist der Mechanismus der beiden Seitentüren. Ein nerviges Entnehmen der Seitenpartien wird damit überflüssig. Ansonsten ist natürlich das sehr edle, aber gleichzeitig durchaus auffällige Erscheinungsbild ins Feld zu führen. Der bewährte Innenraum, den wir bereits in fast identischer Form beim 750D der Obsidian-Series angetroffen haben, ist ebenfalls als absoluter Pluspunkt zu sehen. Die modularen Laufwerkskäfige lassen sich von der Anzahl her dank zusätzlicher Cages erweitern oder gänzlich entfernen, womit potente Wasserkühlkreisläufe im Innenraum des 760T kein Problem sind. Weitere, positive Besonderheiten betreffen die entnehmbare Blende an der Oberseite, den Fancontroller für bis zu drei Lüfter, die Staubfilter am Boden sowie der Front und die 5,25-Zoll-Stealthblende für optische Laufwerke.

Gegen das aktuelle Topmodell der Graphite-Serie sprechen wiederum die gelobten Seitenteile, die sich einzeln betrachtet leicht verbiegen und zudem auf Hitze reagieren. Außerdem fixiert der Haltemechanismus mit dem Griff lediglich den mittleren Teil der Seitenpartien. Oben und Unten können diese also aufgebogen werden. Ansonsten ist auch beim 760T weiterhin die Netzteilauflagefläche leider nicht entkoppelt. Staubfilter finden sich am Gehäuse zwar an zwei Stellen - wer aber Lüfter an der Oberseite oder am Boden montiert, muss auf eigene Lösungen zurückgreifen oder komplett auf den entsprechenden Schutz verzichten. An sich ist ein implementierter Fancontroller löblich, jedoch können mit diesem leider nur maximal vier Lüfter geregelt werden - was in der Praxis normalerweise ausreicht und nicht als schwerwiegender Kritikpunkt zu sehen ist. Schade ist schließlich, dass Corsair den verfügbaren Bodenplatz nicht sinnvoll genutzt hat: Verbaubar ist an dieser Stelle nur ein einziger 120-Millimeter-Lüfter, obwohl sich der vorhandene Raum durchaus für die Installation von Dual-Radiatoren und folglich zwei 140-Millimeter-Fans anbietet.

Das Graphite 760T macht vieles richtig: Wenigen Kritikpunkten, die durchaus verschmerzbar sind, stehen jedoch viel mehr und vor allem gewichtigere Pro-Argumente gegenüber, weshalb wir an dieser Stelle unseren Award vergeben. Wer das Design der Graphite-Serie kennt und schätzt, ein intelligent designtes Gehäuse für die eigene Hardware sucht und etwa 170 Euro (Stand: 03/2014) parat hat, sollte sich den Neuzugang der beliebten Graphite-Series von Corsair allemal näher ansehen.

Bei Amazon ist das Graphite 760T komplett in schwarz und mit weißen Akzenten erhältlich.


Inhaltsverzeichnis

  1. Corsair Graphite 760T Gehäuse im Test
  2. Ausstattung und Spezifikationen
  3. Erscheinungsbild
  4. Innenaufbau
  5. Einbau der Hardware
  6. So testet PC-Max
  7. Messungen und Eindrücke
  8. Fazit

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