Antec Nineteen Hundred Gehäuse im Test

Es ist absehbar, dass mit den vergleichsweise üppigen Ausmaßen des Nineteen Hundred ein großes Platzangebot anzutreffen ist. Spätestens nach der Entnahme des Window-Sidepanels und dem Herunterfahren der unteren Klappe wird dies auch ersichtlich: Es finden insgesamt zwölf 3,5-Zoll-Datenträger, verteilt in drei Käfigen in zwei Ebenen Platz. Die Hälfte derer kommt im abgetrennten Kellerabteil mitsamt eines dort installierbaren Stromspenders unter, während die übrigen Plätze plus zwei zusätzliche SSD-Einschübe im Hauptteil lokalisiert sind. Darüberhinaus ist ersichtlich, dass das Nineteen Hundred drei 5,25-Zoll-Schächte bietet.

Der Größe entsprechend, können am Mainboardtray Hauptplatinen bis hin zum E-ATX-Format montiert werden, Quad-GPU-Setups sind dank der neun Slots ebenfalls kein Problem. Dort installierte Erweiterungskarten werden mithilfe handelsüblicher Thumbscrews fixiert. Um hinsichtlich der Stromzufuhr keine Restriktionen zu haben, realisiert Antec einen weiteren Bauplatz für eine zweite PSU in der oberen Kammer. Werksseitig wird das entsprechende Loch durch eine Blende verschlossen.

Beim Kühlsystem vertraut der Hersteller schon ab Werk auf ganze sechs Lüfter, die sich zu dritt an der Front, zu zweit am Deckel sowie am Heck befinden. Selbige weisen mit jeweils 120 Millimetern identische Durchmesser auf und können mithilfe des leider nicht gut erreichbaren Fancontrollers an der Rückseite des Konstrukts in zwei Stufen geregelt werden. Weitere zwei 120-Millimeter-Rotoren kann der Nutzer bei Bedarf am großen HDD-Käfig im oberen Bereich werkzeuglos anklippen.

Hinsichtlich der Modularität kann das Antec-Case leider nicht überzeugen: Die HDD-Cages sind fest vernietet. Dadurch gestaltet sich der Einbau einer leistungsfähigen Wasserkühlung für die Grafikkarte oder den Prozessor beispielsweise etwas umständlich. Unverständlich ist auch, warum Antec den gegebenen Raum nicht optimal ausnutzt: Im Deckel oder an der Front lässt sich leider "nur" ein 240-Millimeter-Radiator unterbringen, während am Boden gar kein Wärmetauscher aufgrund fester HDD-Cages integriert werden kann. 

Um dem großen Gehäuse eine gewisse Stabilität zu verleihen, verwendet Antec bei den herunterklappbaren Elementen Dämmmatten und verstärkt darüberhinaus zumindest das rechte Seitenteil mit einer Plastikplatte. Erwähnenswert sind außerdem das große Loch zur leichteren Montage eines CPU-Kühlers sowie gut platzierte Kabeldurchlässe, um elektrische Leitungen sauber verlegen zu können. Staubfilter am unteren Netzteilplatz, an den Deckellüftern sowie an der Front sollen den Innenraum frei von unerwünschten Verschmutzungen halten.


Inhaltsverzeichnis

  1. Antec Nineteen Hundred Gehäuse im Test
  2. Ausstattung und Spezifikationen
  3. Erscheinungsbild
  4. Innenaufbau
  5. Einbau der Hardware
  6. So testet PC-Max
  7. Messungen und Eindrücke
  8. Fazit

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