Fractal Design Meshify S2 im Test

Das Meshify S2 ist zwar ein Midi-Tower, besticht aber mit einem Platzangebot, das zu keiner Zeit ein beengendes Gefühl beim Einbau der Hardware abgibt. Nutzer dürften sich deshalb direkt wohlfühlen - denn auch die Rückseite bietet für allerlei Kabelwirrwar genug Platz. Helfend stehen hier die Kabelbinder bereit, die die benötigten elektrischen Leitungen in die richtigen Bahnen lenken. 

So war die Test-Hardware schnell verbaut. Einen Schraubendreher muss man allerdings zur Hand haben. Denn Festplatten oder SSDs sind nur mithilfe des Werkzeugs einzubauen - das gleiche gilt auch für Erweiterungskarten wie etwa unsere RX 580 Nitro+ von Sapphire. Zu guter Letzt fehlte das Netzteil, das an die bereits entnommene Blende verschraubt und in den vorhergesehenen Schacht eingeschoben wird. Zum Schluss werden an dieser Stelle die beiden Rändelschrauben festgezogen.

Der Einbau war also leicht, der Praxistest steht nun an. Fractal Design schickt das Meshify S2 mit einer umfassenden Meshpartie an der Front sowie am Deckel ins Rennen. Das soll zumindest theoretisch für starke Werte in Verbindung mit den drei Dynaic X2 GP-14-Lüftern mit 140mm-Durchmesser sorgen. Ob da nicht die Lautstärke aufgrund des luftigen Aufbaus leidet? Die folgenden Messwerte werden Klarheit schaffen.

Die Hardware des Testsystems:

Testsystem
MainboardAsus Maximus Crosshair VI Hero
ProzessorAMD Ryzen 7 1800X
Arbeitsspeicher2x8GB Corsair Vengeance RGB RAM (DDR4-3466MHz)
GrafikkarteSapphire Radeon RX 580 Nitro+
SpeicherCorsair MP500 480GB
NetzteilCorsair TX550


Bei der Lautstärke überrascht das Meshify S2 von Fractal Design: Selbst bei maximaler Lüfterdrehzahl fällt das Case nicht wirklich auf - es ist zwar ein Luftrauschen zu vernehmen, aber ein Klacken oder Schleifen der Lüfter ist nicht feststellbar. Und das gilt auch bei verringerter Lüfterdrehzahl: Das Case agiert im Leerlauf stets ruhig und ist bei halber Maximaldrehzahl der Lüfter sogar flüsterleise. Unter Last wendet sich das Blatt: Mit maximaler Drehzahl wird das Meshify S2 ruhiger, da die Lüfter von CPU-Kühler und Grafikkarten-Kühler nicht ganz so hoch aufdrehen müssen. 

Bestwerte liefert das Meshify S2 auch im Bereich Temperaturen: Im Leerlauf macht es praktisch keinen Unterschied wie schnell die Lüfter drehen. Mit 22, respektive 23 Grad ist es jederzeit kühl. Und auch unter Last gibt sich das Case keine Blöße: Die höchstens 64 Grad Celsius sind keineswegs bedenklich und als gut einzuschätzen. Schließlich kommt "nur" AMDs Wraith Spire zum Einsatz und kein ausgewachsener Tower-Kühler oder sogar eine AiO-Wasserkühlung. Angesichts dessen sind bei den Prozessortemperaturen noch deutliche Reserven vorhanden.
Auch unsere Sapphire Nitro+ RX 580 fühlt im Meshify S2 pudelwohl. Im Leerlauf messen wir mit verringerter Lüfterdrehzahl maximal 34 Grad Celsius, während selbst mit 100-Prozent-Lüfterdrehzahl maximal 76 Grad werden. Das ist sehr gut, weshalb das Case aus dem Hause Fractal Design bei unseren Messungen insgesamt betrachtet mehr als nur gut dasteht.

Inhaltsverzeichnis

  1. Fractal Design Meshify S2 im Test
  2. Erscheinungsbild
  3. Innenaufbau
  4. Praxistest
  5. Fazit

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