Arctic Z1 Pro Gen 3 Monitorhalterung im Test

Aktuelle Monitore sind groß und gerade deshalb nehmen deren Standfüße oftmals viel Platz auf dem Tisch ein. Wem das ein Dorn im Auge ist und wer generell mehr Platz auf dem Schreibtisch möchte, greift daher zu passenden Halterungen für das Bildausgabegerät. Arctic ist mit einer Lösung parat, die nun in dritter Generation kommt und noch mehr Features bringen soll. Wir machen den Test.


Abseits des kürzlichen von uns getesteten Freezer 34 eSports Duo als neue Kühlergeneration entlässt Arctic auch im Bereich Gadgets mit der aktualisierten Gen3-Serie an Monitorhalterungen weitere Produkte auf den Markt. Stellvertretend hierfür hat uns der Hersteller das Z1 Pro Gen3 zukommen lassen, das nun erstmals übergroße 49-Zoll-Monitore aufnehmen kann. Alle weiteren Formate bis hierhin sind abgedeckt - zusätzlich bekommt der Nutzer vier USB-Schnittstellen am Sockel und eine laut Hersteller unkomplizierte Montagemöglichkeit direkt an die eigene Tischplatte. Arctic inkludiert außerdem noch ein Kabelmanagement-System, um die Datenkabel und Stromleitungen versteckt zu verlegen. Im Prinzip also ein Komplettpaket, das zum kompetitiven Preis von Hersteller angepriesen wird und für fast jeden Nutzer eine ordentliche Lösung darstellt - das zumindest ist sich Arctic sicher. Im Praxistest klären wir, ob sich das Z1 Pro Gen3 im Bereich Montage und Handhabung gut schlägt und was Nutzer noch erwarten können.

Lieferumfang und technische Daten

Arctics aktuellste, nun dritte Generation an Monitorhalterungen sind einfache Produkte und auch so gestaltet der Hersteller die Kartonage. Beim Blick auf die Verpackung sind neben einer Produktabbildung, die wichtigsten technischen Eckdaten aufgedruckt. Auch gut zu sehen: Arctic gewährt auf die vorliegende Monitorhalterung eine Garantiezeit von zwei Jahren. Die weiteren Oberflächen auf dem Karton schmückt Arctic mit Feature-Listen in mehreren Sprachen sowie erklärende Abbildungen zu den wichtigsten Funktionen des Z1 Pro Gen3.



Technische Daten
Hersteller:Arctic
Modell:Z1 Pro Gen3
Unterstützte Monitorgrößen:
Bis 43" (16:9) / Bis 49" (32:9)
Maximales Monitorgewicht:
15kg
Unterstützte VESA-Formate:
VESA 75 / VESA 100
Herstellergarantie:2 Jahre
Ausrichtung:
360 Grad drehbar / Höhenverstellbar 38cm / Neigbar 15 Grad
Gewicht:2,9kg
Sonstige Features:
4-Fach USB-3.0-Hub (Kabellänge 2m)
Preis:ca. 50 Euro (Stand 03/2019)

Das Z1 Pro Gen3 ist für Monitore mit einer Diagonale von bis zu 49 Zoll geeignet - zumindest, wenn es sich hierbei um Ultrawide-Modelle wie den uns vorliegenden Smasung C49HG90 im 32:9-Format handelt. Kommt hingegen ein höherer Monitor mit Standard-Format wie 16:9 zum Einsatz, dann ist man auf maximal 43 Zoll beschränkt. In beiden Fällen aber fasst der Z1 Pro Gen3 einen Monitor mit maximal 15 Kilogramm Gewicht, kompatibel ist die Halterung mit Monitoren, die Vesa 75- oder Vesa 10-Bohrungen mitbringen. Ganz unkompliziert soll sich der Z1 Pro Gen3 an die Tischplatte klemmen lassen. Gerne mitgenommen werden sicherlich die USB-Schnittstellen im Sockel sowie die Kabelmanagement-Klammern am Arm, um die Kabel sauber verlegen zu können. 



Montage 

Den eigenen Monitor an den Z1 Pro Gen3 anzubringen ist keine schwierige Angelegenheit. Zunächst ist es wohl sinnvoll, die Position der Stange zu bestimmen und dann ungefähr zu planen, wo der Monitor am Ende hängen muss. Denn beim Z1 Pro Gen3 handelt es sich um eine starre Halterung, die sich zwar im gewissen Maße bewegen lässt, aber nicht ganz so viel Flexibilität wie Modelle mit Gasdruckfedern mitbringt. Hat man sich für eine Position entschieden, dann lässt sich der massive Sockel mit bereits eingeschraubter Haltestange dank der überaus einfachen Haltevorrichtung festklemmen. Hierfür wird kein Werkzeug benötigt. Eine Schraube mitsamt einer Klemmplatte zur Lastverteilung befindet sich unten und wird einfach zugeschraubt. Dazwischen findet sich entsprechend die Tischplatte, die in unserem Fall drei Zentimeter dick ist. Unterstützt werden laut Arctic massive Tischplatten aller Art. Wer aber nicht klemmen, sondern schrauben möchte, bekommt mit dem Z1 Pro Gen3 eine weitere Montagemöglichkeit: Im Lieferumfang liegt eine passende Platte sowie dafür vorgesehene Schrauben bei, um die Halterung direkt auf die Tischplatte zu schrauben.


Festgeklemmt nimmt die Basis nicht viel Platz ein. Mit dem freistehenden Tisch in unserem Fall gibt es keine Probleme mit dem von der Basis ausgehenden USB-Hub-Kabel. Wer den Tisch aber an der Wand stehen hat, muss einige Millimeter Luft lassen. Neben dem etwas dickeren USB-Kabel für die vier vorhandenen USB-3.0-Steckplätze gibt es eine weitere Micro-USB-Buchse.


Als nächstes kommt der Monitor selbst an die Reihe. Für den Test haben wir unseren 49 Zoller von Samsung (C49HG90DMU) ausgewählt und befinden uns so am absoluten Maximum der Spezifikation des Z1 Pro Gen3. Mit 15 Kilogramm und einer Breite von 120,3 Zentimetern stellt der Monitor das Höchstmaß dar und ist daher ein geeignetes Modell, um den Z1 Pro Gen3 ordentlich zu fordern. Bevor Arctics beigelegte VESA-Montageplatte (VESA-75 und VESA-100) an den Monitor montiert werden kann, mussten wir zunächst die von Samsung bereitgestellte Adapterplatte unseres Monitors anbringen. Ist das getan, dann steht dem nächsten Schritt nichts mehr im Wege.


Zunächst haben wir den Monitorarm auf den Monitor gelegt und mit vier Schrauben fixiert. Benötigt haben wir die Abstandshalter an dieser Stelle nicht. Bei manchen Monitoren liegen die Bohrungen etwas im Inneren - je nach Modell müssen die Abstandhalter jedoch zwingend verwendet werden. Ebenfalls mitgedacht hat Arctic in Sachen Gewinde: Zur Montage liefert der Hersteller jeweils vier M4- sowie M-5-Schrauben mit.

Inbetriebnahme

Als nächstes kommt die "Hochzeit": Den Monitor samt dem Arm wird Auf die Haltestange gelegt und fixiert. Wichtig ist die bereits erfolgte Fixerung des Sockels und dessen Position - denn gerade jetzt zeigt sich, wie Flexibel der Z1 Pro Gen3 im Betrieb eingesetzt werden kann. Insgesamt wird die optimale Position über vier Gelenke erreicht, die ab Werk mit einer Schraube leicht zu verstellen sind. Ist eine starre Position gewünscht, dann muss die Schraube am entsprechenden Gelenk fester angezogen werden.


Nach vorne und nach hinten gestaltet sich das Bewegen des Monitors am Z1 Pro Gen3 recht einfach. Schwieriger wird es aber mit der Höhenverstellung. Von vorneherein muss also die optimale Höhe gefunden werden, was alleine keine einfache Aufgabe ist. Am besten nimmt man das - besonders bei großen Monitoren wie unseren - zu zweit vor, um ein herunterkrachen des Monitors zu vermeiden.


Wir wählten im Falle des Samsung 49-Zoll-Monitors die größtmögliche Höhe an der Stange, die für diesen Autor am angenehmsten erschien. Die Pivot-Funktion konnten wir aufgrund der Breite natürlich nicht testen, wohl aber die restlichen Ausrichtungsmöglichkeiten. Enttäuscht wurden wir dabei besonders von der Stabilität an sich. Wir bewegten uns nämlich wie gesagt am Spezifikationslimit, was man auch gemerkt hat. Der Monitor war schwer in der waagerechten Position auszurichten, weshalb für uns ein Bewegen des großen Monitors am Z1 Pro Gen3 nicht in Frage kommt. Für unseren Geschmack ist auch der Neigungswinkel aufgrund des Gewichts kaum verstellbar - trotz voll angezogener Schrauben kippt der Monitor stets ein paar Grad zu viel in Nutzerrichtung. So oder so musste jede Schraube voll angezogen werden, um eine gewisse Stabilität zu erreichen, womit der Z1 Pro Gen3 einen großen Teil seiner Flexibilität einbüßt.

Mit 49 Zoll und etwa 1,20m Breite haben uns außerdem gewünscht, dass der Monitor weiter nach hinten wandert. Der Z1 Pro Gen3 lässt dies auch mit maximal nach außen gesetztem Standfuß nicht zu unserer Zufriedenheit zu. Positiv und äußerst praktisch sind aber die vier USB-3.0-Schnittstellen am Standfuß hervorzuheben, welche wir immer gerne nutzen. Alleine aus diesem Grund würden wir die Monitorhalterung aber nicht kaufen.

Erwähnenswert sind die Kabelclips, die an die Halterung gehängt werden. Mit selbigen können die vom Monitor ausgehenden Kabel sauber und gut versteckt an den PC, respektive Steckdose geführt werden. Mit einem dedizierten Clip bietet Arctic dem Nutzer auch noch die Möglichkeit die beigelegte Inbus-Schlüssel am Monitorarm zu befestigen.

Fazit

Arctic liefert mit dem Z1 Pro Gen3 einen soliden Monitorarm zum fairen Preis, der viel Platz auf dem Schreibtisch freigibt und praktischerweise auch noch vier USB-3.0-Ports mitbringt. Im Falle unseres - ja äußerst grenzwertigen - Tests mit dem größtmöglich unterstützten Modell fällt das Fazit eher kritisch aus. Theoretisch passt der entsprechende Monitor und wird zuverlässig gehalten. Das war es aber auch. Das Bewegen des Monitors am Z1 Pro Gen3 raten wir nicht und wer gerade einen Monitor dieser Größe besitzt, wünscht sich selbigen oftmals weiter weg, um den ganzen Bildschirm überblicken zu können. Mit der Tischbreite von 80cm bewegen wir uns außerdem im guten Durchschnitt. 

Für kleine Monitore hingegen spricht nichts gegen den Z1 Pro Gen3. Diese können näher am Nutzer stehen und das Gewicht dürfte darüberhinaus geringer ausfallen. Die mechanische Belastung fällt insgesamt geringer aus. Das dürfte sich am Ende auch auf die Flexibilität des Z1 Pro Gen3 auswirken: Kleinere Monitore lassen sich an diesem Arm leichter verstellen und neigen, wenn auch die Höhe weiterhin starr bleibt. Aber das ist dem generellen Aufbau geschuldet - mit dem Z1 3D führt Arctic eine vollbewegliche Halterung mit Glasliftarm, die genau diesen Nachteil nicht mitbringt.

Unterm Strich ist der Z1 Pro Gen3 empfehlenswert, allerdings mit Abstrichen. Wer einen übergroßen Monitor wie unser Testmodell verbaut, muss an der einen oder anderen Stelle Kompromisse eingehen. In unseren Augen erscheint der ausgerufene Preis von knapp 50,00 Euro (Stand: 03/19) insgesamt aber fair.

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