Tesoro Ascalon Spectrum Gaming Maus im Test

Ascalon - das kann für vieles stehen. Neuerdings auch eine Gaming-Maus von Tesoro. Trotz günstigen Preises verbergen sich in der Ascalon Spectrum hübsche Features wie der Pixart PWM3988, mehrere programmierbare Tasten und RGB-LEDs. Im Test klären wir, ob das für eine Redaktionsempfehlung ausreicht.


Peripherie von Tesoro dürften unsere Leser bereits kennen - die Mäuse und Tastaturen des Herstellers mit den meist imposanten Namen gibt es in vielen Formen und Größen. Ins Portfolio hinzu gesellt sich mit der Ascalon eine recht günstige Gaming-Maus mit einem Preis von derzeit rund 40 Euro. Was sich alles hinter dem Budget-Nager verbirgt, zeigen wir im Folgenden.

Lieferumfang und Verarbeitung

Geliefert wird die Ascalon in einem ungewöhnlich geformten Karton, der einem Trapez ähnelt. Außen finden sich auf der schwarz-violett-designten Verpackung einige Informationen zu den Features der Maus. Im Inneren liegt schließlich der Nager selbst zusammen mit der Bedienungsanleitung. Spätestens jetzt ist auch klar, dass es sich hierbei um ein klassisches Modell für Rechtshänder handelt.

Perfekt verarbeitet ist die Ascalon nicht, denn bei der ersten Tuchfühlung konnten wir einige Knarzer ausmachen - zwei, um genau zu sein. Rein haptisch ist die Maus aber ordentlich verarbeitet und lässt wenig Spielraum für Kritik. Dem Preis entsprechend ist die Wertigkeit auf jeden Fall angemessen. Erwähnenswert wäre noch, dass Tesoro fast ausschließlich auf matten, schwarzen Kunststoff gesetzt. Unterbrochen wird dieser nur von einem glänzenden Streifen auf der rechten Seite und den vier Gleitpads auf der Unterseite.

Mit 108 Gramm ist die Maus recht leicht. Das Gewicht kann nicht nachträglich verändert werden. Das Kabel selbst wiegt 30 Gramm und ist zwei Meter lang - es ist umflochten und verfügt über einen vergoldeten Stecker.

Die Technik im Detail

Den Sensor für die Ascalon liefert wie immer der chinesische Hersteller Pixart. Der optische Sensor PWM3988 verfügt über eine maximale Auflösung von 6400 dpi und kann standardmäßig in 5 Stufen eingestellt werden. Das Mausrad und das Tesoro-Logo auf der Handballenauflage sind außerdem beleuchtet und können in RGB (16,8 Millionen Farben) konfiguriert werden.

Insgesamt sieben, frei programmierbare Tasten gibt es: Die beiden Haupttasten, zwei an der rechten Seite für den Daumen, einer an der oberen rechten Kante, einer unter dem Mausrad und das Rad selbst. Die Omron-Schalter sollen dabei 10 Millionen Klicks aushalten. Weiterhin gibt es 512Kb internen Speicher und einen 32Bit-ARM-Prozessor.

ModellnummerH7L
DPI6400
Polling Rate1000Hz
Beschleunigung50g
Tastenzahl7
Gewicht108g
Gewicht inkl. Kabel138g
Abmessungen134x78x40,5mm
Interner Speicher512Kb
SensortypOptisch

Software und Praxistest

Lediglich 10 Megabyte groß ist Tesoros Konfigurationssoftware. Ein Betrieb der Ascalon ist zwar auch direkt via Plug&Play möglich, für den vollen Funktionsumfang empfiehlt sich jedoch die Einrichtung über das hier kostenlos erhältliche Tool. Dann gibt es die üblichen Einstellungsmöglichkeiten von Makros für jede der sieben programmierbare Tasten bis hin zu den RGB-LEDs mit statischen oder dynamischen Effekten wie dem bekannten Regenbogen.

Außerdem können die fünf DPI-Speicher zwischen 50 und 6400 DPI (in 50er-Schritten) eingestellt werden. Es lassen sich für die Maus bis zu fünf Profile erstellen, die sich dank des integrierten Speichers auch lokal auf der Maus ablegen lassen.

Wir haben die Maus intensiv ausgetestet und sowohl bei der Arbeit, als auch beim Zocken benutzt. Interessant ist insbesondere letzterer Punkt und dort konnte die Ascalon ihre Bewährungsprobe fast ohne Probleme durchlaufen: Bei den Dutzenden Runden in Battlefield 1 und Overwatch Competition reagierte das Modell schnell und präzise und die Passform erwies sich als äußerst praxistauglich. Auch nach mehrstündiger Nutzung war das Gerät angenehm zu nutzen. Jedoch gab es eine zeitlang nervige Quietschgeräusche beim Scrollen mit dem Mausrad - diese sind inzwischen zwar wieder verschwunden, könnten aber möglicherweise erneut auftauchen. 

Fazit

Die Ascalon Spectrum bietet für den Preis alles Wichtige, was der Gaming-Einsteiger braucht: Eine annehmbare Verarbeitung und passend dazu eine ergnomische Form (für Rechtshänder) und insbesondere einen ausreichend präzisen Sensor für's Gaming. Abgerundet wird das Paket durch Zusatzfeatures wie die sieben programmierbaren Tasten und die RGB-Beleuchtung. Aus diesem Grund können wir die Maus, aktuell zum Preis von rund 40 Euro, auch allen interessierten Zockern im Budget-Bereich empfehlen.

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